Die zweite wichtige Botschaft dieser Entwicklerkonferenz neben dem Einlösen alter KI-Versprechen lautet: Wir hören Euch. Ob der Kurvengrad bei macOS-Fenstern oder einstellbare Lautstärke von iOS-Weckern – Apple hat so viel Klein-klein eingebaut, dass es den Marketingverantwortlichen geradezu unangenehm schien, allzu viele davon in den Fokus zu rücken. Das ist schade, denn vermutlich dürfte das Release der neuen Betriebssysteme im Herbst für viele ein Fest sein. Die teils klitzekleinen Verbesserungen räumen Juckepunkte aus, die teils seit Jahren für Kritik gesorgt haben. Sie werden sich im Alltag vieler bemerkbar machen und sie stehen im Gegensatz zur verbesserten KI allen zur Verfügung.
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Zitat vom Kalifen
Sechs Wochen Trump-Show

Fußball-WM, sein 80. Geburtstag und 250 Jahre USA: Der US-Präsident läutet seine Festspielwochen ein und braucht dringend gute Nachrichten. Aber kann die Ablenkung wirklich gelingen?
Manche Beobachter halten Trumps Fußball-Liebe für vorgetäuscht und glauben, dass er mit der WM seiner Politik einen positiven Anstrich geben will. „Sportswashing“ heißt dieses Phänomen, bei dem eine Regierung ein solches Großereignis zur Eigenwerbung nutzt. „Je schlimmer Trumps Beliebtheitswerte werden, desto mehr Grund hat er, den Sport als politisches Rettungsboot zu sehen“, sagt Jules Boykoff, Autor des Sportpolitik-Buchs „Red Card“, der HuffPost
Die Stimmung der Verbraucher steckt tiefer im Keller als nach dem 11. September 2001 oder mitten in der Corona-Krise – die Universität Michigan hat noch nie seit Beginn der Erhebung 1952 schlechtere Werte zum Konsumklima erhoben.
…doch John Mark Hansen, Politikprofessor aus Chicago sieht in den Jubiläumsfeiern eine „furchtbar verpasste Chance.“ Trump versuche, den Jahrestag der Unabhängigkeit für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen, schreibt er bei „USA Today“. Hansen erklärt: „Wir müssen unser Land zusammen feiern, damit wir uns daran erinnern, dass wir alle Amerikaner sind und damit wir unseren gemeinsamen Sinn wiederentdecken. Aber das werden wir nicht tun.“
HAZ, today

Klare Worte
Kritik an der Teilnahme gibt es aus CDU und SPD. »Deutsche Unternehmen, die in Sankt Petersburg einen Kriegsverbrecher hofieren, konterkarieren unsere nationalen Sicherheitsinteressen und beschädigen Deutschlands internationale Glaubwürdigkeit«, sagte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter dem »Handelsblatt«. Ein »katastrophales Zeichen« nannte der SPD-Politiker Sebastian Roloff die Teilnahme.
Will er – und will ihn die Partei?

Der einstige grüne Vizekanzler hat der Bundespolitik vor einem Jahr den Rücken gekehrt – und sorgt sich jetzt mehr denn je um den Zustand der Demokratie. Der 56-Jährige hat in vielem Recht behalten. Eine Rückkehr scheint aber unwahrscheinlich.
Derweil ist die von der Union vielfach kritisierte Wärmepumpe ein Kassenschlager, der sich am Markt mehr und mehr durchsetzt. Damit erfährt auch Habecks umstrittenes Heizungsgesetz eine späte Rechtfertigung.
HAZ, today

Wenn der Schreibtisch nebenan stresst

Neue Hirnforschung belegt, was viele Beschäftigte längst ahnen: Großraumbüros kosten mentale Kraft. In Deutschland warnen Arbeitsschutzexperten schon lange vor den Folgen.
Und David John, der nach eigenen Angaben regelmäßig Feedback von Büroangestellten sammelt, bringt es auf den Punkt: „Die meisten sagen mir, dass sie lieber von zu Hause arbeiten, weil sie sich dort produktiver fühlen.“
Forschende haben 26 Probandinnen und Probanden – zwischen Mitte 20 und Mitte 60 alt – mit drahtlosen EEG-Headsets ausgestattet und sie dabei beobachtet, wie ihr Gehirn auf verschiedene Arbeitsumgebungen reagiert
Das Ergebnis war eindeutig. In der Kabine sank die Gehirnaktivität im Frontalbereich – also genau dort, wo Konzentration und Aufmerksamkeit gesteuert werden – im Verlauf der Aufgaben kontinuierlich ab. Das Gehirn arbeitete sich gleichsam warm und wurde effizienter. Im Großraumbüro verlief es genau umgekehrt: Die Hirnaktivität stieg stetig an, das mentale Engagement nahm zu, ebenso die messbare Erregung. Kurz gesagt: Das Gehirn musste immer mehr Energie aufwenden, nur um dieselbe Leistung aufrechtzuerhalten
HAZ, today
Natürlich ist die Testgröße mit 26 Teilnehmenden recht überschaubar, aber der Artikel nennt weitere Studien mit zum Teil hohen fünfstelligen Teilnehmenden. Das Ergebnis ist immer gleich: Großraum macht unproduktiv und krank! Da kann man noch so viel Agile, New Work und anderes ranschreiben, die physikalischen und medizinischen Gegebenheiten ändern sich dadurch nicht.

Ein später Fall von Gerechtigkeit
Mehr als 40 Jahre nach der Tötung von Maria Köhler spüren Aschaffenburger Ermittler den Täter auf – und bringen ihn vor Gericht. Doch Experten sehen Nachholbedarf in Deutschland bei „Cold Cases“.
Die Angehörigen hätten ein Recht darauf, zu erfahren, was passiert ist, betont der frühere Ermittler, Dozent an der Polizeiakademie Niedersachsen und Kursleiter des ICCAP, des weltweit größten internationalen Cold-Case-Analyseprojekts: „Es ist enorm wichtig für das Rechtsgefühl der Menschen und ihr Vertrauen in den Rechtsstaat, dass solche Fälle weiter verfolgt werden.“ Dabei gehe es nicht allein um eine Verurteilung – sondern vor allem das Gefühl, dass das Schicksal der Getöteten oder Verschwundenen dem Staat nicht gleichgültig ist.
HAZ, today

Zahl der antisemitischen Vorfälle in Niedersachsen auf Rekordhoch

Die Meldestelle Rias dokumentiert 672 Fälle im vergangenen Jahr – so viele wie noch nie. Das Spektrum reicht von Bedrohungen und Angriffen bis zu Sachbeschädigungen.
Die häufigste Erscheinungsform war mit 499 Fällen israelbezogener Antisemitismus, gefolgt von Formen des Antisemitismus, die „auf die Abwehr von Erinnerung an die Schoa, Verantwortung und Schuld abzielen“. Pro Woche wurden durchschnittlich 13 Vorfälle gemeldet. Antisemitismus begegne Jüdinnen und Juden in allen gesellschaftlichen Bereichen, öffentlich wie privat.
HAZ, tomorrow

Ministerin rät Haushalten zur Notration: Vorräte sollen für drei Tage reichen

Landesregierung stellt neue Katastrophenschutz-Strategie vor. Privat spielen Wasser, Konserven und Medikamente eine Rolle – was eine Familie lagern sollte und wie sich Niedersachsen neu ausrichtet.
Mit Blick auf Klimawandel und internationale Krisen sagte die SPD-Politikerin, das dürfe kein reines Behördenthema sein. „Jeder von uns sollte für den Fall der Fälle vorsorgen. Dazu gehört, dass wir uns für mindestens drei Tage selbst mit Lebensmitteln und vor allem mit Wasser sowie mit wichtigen Medikamenten versorgen können.“
HAZ, tomorrow
Empfehlungen gibt, wie im Artikel genannt, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Im Auftrag der britischen Krone

König Charles III im Oval Office, Dienstag, April 28, 2026.(Official White House Photo by Daniel Torok) •’White House • Public domain

Markus Busuttil ist neuer Honorarkonsul für das Vereinigte Königreich Großbritannien. Die britische Botschaft hatte per Internetanzeige nach einem neuen Vertreter gesucht. Warum der Unternehmensberater das Amt angenommen hat.
Und natürlich gibt es da noch einen kleinen Traum: König Charles persönlich zu treffen. „Natürlich würde ich mich freuen, wenn Seine Königliche Majestät vielleicht mal Hannover besuchen würde“, sagt er und fügt schmunzelnd an: „Ich verspreche, mich zu bemühen. Inwieweit mein Wort da Gewicht hat, weiß ich nicht.“
HAZ, this weekend

