Hätte Thomas Mann KI gemocht, Hanns Zischler?

 Der Begriff einer ‚biodeutschen‘ Identität ist eine Unverschämtheit.

Im Kinoereignis „Vaterland“ spielt Hanns Zischler den Literaturnobelpreisträger Thomas Mann. Mit Matthias Halbig spricht der Schauspieler über Manns Ringen um Heimat, über Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Film und KI in der Kunst.

Der Film passt thematisch gut in eine Zeit, in der, was man nach der Erfahrung der NS-Zeit nie mehr für möglich gehalten hätte, die in Teilen gesichert rechtsextremistische Partei AfD im September in zwei Bundesländern – schwerpunktmäßig über das Thema Migration – als Wahlsieger hervorgehen könnte.

Für mich gilt: Deutschland ist ein Einwanderungsland, ohne Wenn und Aber. Und wir müssen uns alle auf Einwanderung einlassen. Der Begriff einer „biodeutschen“ Identität ist eine Unverschämtheit, so wie „Rasse“ ein Begriff aus der Pferdezucht ist. Die Einwandernden sind eine Hilfe für uns. Und das zu leugnen, ist unglaublich.

Würde ganz Deutschland rechts regiert – mit den entsprechenden Veränderungen einer deutschtümelnden Kulturpolitik – was würden Sie tun?

Natürlich bliebe ich im Land – und machte meinen Mund auf.

HAZ, this weekend
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Campact: Sachsen-Anhalt: Strategisch wählen gegen die AfD

Campact-Wahlempdehlung: AfD-Regierung verhindern Strategisch wählen! Mit Deiner Zweitstimme

Die AfD steht in Sachsen-Anhalt laut Umfragen kurz vor der absoluten Mehrheit im Parlament. Nach der Landtagswahl am 6. September könnte sie allein regieren – es wäre die erste rechtsextreme Regierung seit 1945. Doch es gibt einen Weg, das zu verhindern: Wenn viele Menschen gezielt Grüne oder SPD wählen, können wir eine absolute Mehrheit der Rechtsextremen abwenden. Lies hier, wie Du Deine Stimme strategisch gegen die AfD einsetzen kannst.

Mehr bei Campact.
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Charlotte Knobloch über die AfD

»Ich sehe in vielen Bereichen keinen Unterschied zur NSDAP«

Charlotte Knobloch empfiehlt, ein Verbotsverfahren gegen die AfD zu prüfen. Die Partei ähnele zunehmend der NSDAP. Im Kampf um die Demokratie hält die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden radikale Mittel für angemessen.

»Auch die NSDAP hat einmal klein angefangen und ausprobiert, was alles möglich ist. Exakt das passiert bei der AfD: Ihre Politiker testen aus, was zumutbar ist. Und wir sehen: Sie wachsen mit zunehmender Radikalität«, sagte Knobloch. »Ich sehe in vielen Bereichen keinen Unterschied mehr zur NSDAP, bevor diese an die Macht gekommen ist. Ich habe viele schreckliche Parteien erlebt, NPD, Republikaner, DVU. Sie sind gekommen und wieder verschwunden. Keine war so gefährlich, wie es die AfD ist.«

SPON

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„Deutschland muss Druck ausüben“

Menschen suchen für ihre Probleme Sündenböcke - und Juden wird diese Rolle seit der Antike zugeschrieben.

Israels Ex-Botschafter Stein hofft auf eine Abwahl Netanjahus – und die Konfrontation mit der AfD

Er inszeniert sich als starker Mann, der für Israels vermeintliche absolute Sicherheit sorgt. In Wahrheit tut er dem Land aber nicht gut. Ich halte ihn schon seit Langem für gescheitert: Er hat seine Kriegsziele – sowohl in Gaza, als auch im Iran – verfehlt und Israel in eine totale Abhängigkeit von Donald Trump geführt. Seine Koalition mit Populisten und Rechtsradikalen hat die politischen Möglichkeiten verengt. Aber er hat nach wie vor Siegeschancen, weil ihn viele noch immer als „Mann der Sicherheit“ sehen. Nach dem Trauma des 7. Oktober 2023, das Israel noch längst nicht bewältigt hat, ist das für viele Wähler entscheidend. Andere Themen haben kaum eine Chance. Dass davon Netanjahu profitiert, wirkt absurd.

Nur weil die AfD sich zu Israel bekennt, ist sie nicht weniger gefährlich für Juden. Wenn die AfD Muslime ablehnt, können sich Juden genauso wenig sicher fühlen. Trotzdem halte ich die Brandmauer inzwischen für gescheitert. Ideen kann man nicht aus den Köpfen verbannen. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen und Menschen von den Gefahren überzeugen, die die AfD für die freiheitliche demokratische Gesellschaft darstellt. Das gilt auch für die jüdische Community, die ein integraler Bestandteil der Gesellschaft ist.

HAZ, today

Und nebenbei: Jesus ist Jude.

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8. Mai – VE-Day

Leyb Elias, Ensemblemitglied des Schauspiels Hannover: Der Rechtsruck nimmt zu. Jetzt unpolitisch zu sein, ist für mich keine Option.

Auf den Spuren Anne Franks

Familien- und Weltgeschichte: Leyb Elias aus dem hannoverschen Schauspielensemble ist Enkelkind des Lieblingscousins des berühmten NS-Opfers. Für eine Dokumentation geht es jetzt auf Spurensuche.

„Was heißt Erinnerungskultur in der dritten Generation, aber auch in einem Heute, da viele Überlebende nicht mehr da sind?“, fragt Elias. „Was können wir wirklich aus der Geschichte von Anne Frank lernen? Wie können wir den Transfer leisten dahin, wo es heute Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Hass und Hetze gibt? In dem Moment, in dem wir Gruppierungen ausgrenzen, haben wir ein Problem in dieser Gesellschaft.“

„Anne Frank war letztlich ein Mensch wie du und ich”, sagt Leyb Elias. „Man muss sich klar machen: diskriminiert zu werden, passiert so vielen Menschen auf dieser Welt. Wenn wir aus ihr nur dieses Phänomen, dieses Idol machen, vergessen wir, wie menschlich sie war.“

HAZ, today

Der 8. Mai 1945, im Englischen VE-Day genannt, war die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und der Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland. In der BRD hatte sich der abgeschwächte Begriff des Kriegsendes eingebürgert.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden Schätzungen zufolge über 65 Millionen Menschen getötet. Es kamen mehr Zivilisten um als Soldaten bei Kampfhandlungen. Am stärksten betroffen war die Sowjetunion mit etwa 27 Millionen getöteten Menschen, davon ungefähr die Hälfte als Soldaten, von denen drei Millionen in deutscher Kriegsgefangenschaft starben. In den sowjetischen Opferzahlen sind die etwa 650.000 getöteten Soldaten der 1939/40 von der UdSSR annektierten baltischen Staaten enthalten.

Wikipedia.de

Burkhard Asmuss veröffentlichte 2002 eine Aufstellung mit teilweise gröberen Schätzungen.[143] Insgesamt erhärtete sich dabei eine Gesamtopferzahl von mindestens 5,6 bis zu 6,3 Millionen ermordeten jüdischen Menschen. Dazu kommen Zahlen für Verletzte und Vertriebene. Im von ihm herausgegebenen Handbuch des Antisemitismus bezifferte Benz die Gesamtzahl der Holocaust-Opfer auf „mindestens sechs Millionen“.[144]

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem nannte im November 2025 fünf Millionen Opfer in ihrer Personenkartei namentlich, sie sind also identifiziert. 2,8 Millionen dieser Namen wurden von Angehörigen oder Freunden übermittelt. Die anderen Namen wurden durch die Auswertung von Dokumenten in den Archiven ermittelt.[145]

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John Williams: Schindler's List Theme | Itzhak Perlman & Los Angeles Philharmonic (Gustavo Dudamel)

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John Williams: Schindler´s List Theme – Itzhak Perlman
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