Hannover ist traurig TUI


Wie zur diesjährigen TUI HV bereis zum Orcas-Umgang des Superschwergewichtes berichtet: Entfernen, abbügeln und weiter im vorproduziertem HV-Einheitsbrei.

 

Setting: Reisegigant TUI aus Hannover und dessen Beibehalten von Delphin- und Orcas-Shows. Während die Konkurrenten wie DERTOUR (zweitgrößte Reisekontern der Welt und zu Rewe gehörend) diese Shows nicht mehr anbieten, findet TUI kein Ende, obwohl durch PETA und andere Aktivisten dem hannoverschen Konzern auf der diesjährigen Hauptversammlung oder bei der ITB starker Gegenwind in Form von Störenden entgegenschlägt. Was sind TUIs Beweggründe, denn es sieht wirtschaftlich, psychologisch und menschlich schlecht aus?

Die wahrscheinlichste Erklärung ist eine unternehmerische Fehleinschätzung, nicht ein überzeugender wirtschaftlicher Zwang. TUI hält an einer anderen Grundannahme  fest als DERTOUR: TUI sagt, man könne Tierwohl durch Audits und strengere Standards in den bestehenden Einrichtungen verbessern; DERTOUR hat sich entschieden, solche Angebote grundsätzlich nicht mehr zu verkaufen. TUI erklärt selbst, dass es für Wale und Delfine keine speziellen ABTA-Richtlinien gebe und deshalb ein eigenes, überarbeitetes Prüfverfahren nutze. Das soll unter anderem Wildfänge, kommerzielle Zucht, Verhaltensmedikamente und Futterentzug ausschließen. Kritiker halten diesen Ansatz für unzureichend, weil er die Gefangenschaft und die Vorführungen selbst nicht beendet.

Was TUI konkret an Beweggründen hat, lässt sich von außen nicht sicher wissen. Die öffentlich erkennbare Logik dürfte aber aus mehreren Teilen bestehen:

–Ein Erlös- und Angebotsinteresse: Tickets und Ausflüge ergänzen das Urlaubsangebot. Vermutlich ist das nicht der entscheidende Umsatzposten eines Konzerns dieser Größe; ein belastbarer öffentlicher Nachweis, wie viel TUI damit verdient oder wie profitabel es ist, liegt in den gefundenen Quellen nicht vor.
– „Verbessern statt aussteigen“ als Unternehmensansatz: TUI argumentiert, Audits und Zusammenarbeit könnten Bedingungen vor Ort beeinflussen. Nach eigener Darstellung werden bei festgestellten Mängeln Änderungen verlangt und bei ausbleibender Verbesserung Verkäufe gestoppt.
– Unterschätzung des Reputationsrisikos: Der Konzern scheint den Nutzen, ein vertrautes Familienangebot im Programm zu behalten, höher zu gewichten als den inzwischen sichtbaren Schaden für sein Tierwohl- und Verantwortungsimage. Das ist eine plausible Deutung des Verhaltens, aber kein von TUI bestätigtes Motiv.

Der Vergleich mit DERTOUR macht die Entscheidung schwerer zu verteidigen: DERTOUR kündigte 2025 an, Angebote mit in Gefangenschaft gehaltenen Walen und Delfinen zu beenden – einschließlich Shows und Delfinschwimmen. TUI vertritt dagegen weiterhin die Position, dass geprüfte Einrichtungen angeboten werden können.

Für TUI ist der Widerspruch besonders heikel: Nach Berichten von Tierschutzorganisationen stehen die verkauften Einrichtungen teils im Konflikt mit TUI-eigenen Kriterien, etwa wegen Zucht. TUI weist diese Kritik nicht einfach mit einem Ausstieg zurück, sondern setzt auf sein Auditmodell. Die Organisationen kritisieren genau diese Lücke zwischen Anspruch und Praxis.

Kurz gesagt: TUI scheint auf eine kontrollierte Fortsetzung zu setzen – mit der Begründung, Tierwohl vor Ort verbessern zu können. Das kann intern als pragmatischer Kompromiss erscheinen; nach außen wirkt es angesichts des Gegenbeispiels DERTOUR und der anhaltenden Proteste zunehmend wie ein Festhalten an einem Angebot, dessen Reputationskosten den wirtschaftlichen Nutzen übersteigen könnten. Die Störungen bei der Hauptversammlung im Februar 2026 zeigen, dass das Thema die Unternehmensführung erreicht hat; für sich genommen beweisen sie aber nicht, dass TUI seine Kalkulation bereits geändert hat.

 

Zu beachten:

Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.

Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!

Hier wurde Duck.ai genutzt.
AI-Icon zur Klassifizierung von KI-generierten Inhalten
Informationen zur KI-Kennzeichungspflicht
Ukrainische Flagge

Die EU lässt Selenskyj nicht allein

 Mette Fredriksen, dänische Ministerpräsidentin: Russland muss selbst für die Zerstörung in der Ukraine und in Europa bezahlen.

Staats- und Regierungschefs stärken dem ukrainischen Präsidenten im Streit mit Trump den Rücken.

Der Staatschef der Ukraine reagierte frustriert und mit harscher Kritik an der US-Führung, als er zum EU-Gipfel nach Brüssel kam. „Können Sie sich vorstellen, dass gestern tausend Drohnen in der Ukraine waren? Tausend! Aber die amerikanische Seite sagte, es sei schwierig, mit Selenskyj zu sprechen. Mit Putin sei es natürlich weniger schwierig“, meinte Selenskyj ironisch.

Bei ihrem Treffen am Freitag stellten sich die Staats- und Regierungschefs demonstrativ hinter den ukrainischen Präsidenten. „Das ist nicht die richtige Sprache“, entgegnete der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten auf Trumps Kritik an Selenskyj. „Er ist auch derjenige, der am Verhandlungstisch mit Putin Frieden wird schließen müssen.“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte nach dem Gipfel: „Wir sind alle sehr besorgt über die Lage in der Ukraine.“Er sehe kein Interesse in Russland, den Krieg zu beenden – im Gegenteil. „Es wird weiter eskaliert.“

HAZ, this weekend
Ukrainische Flagge