Zahl der antisemitischen Vorfälle in Niedersachsen auf Rekordhoch

Marina Jalowaja, Vizepräsidentin des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen: Dort, wo Mitgefühl hätte sein müssen, gab es Relativie-rungen. Dort, wo klare Haltung notwendig gewesen wäre, herrschte Schweigen.

Die Meldestelle Rias dokumentiert 672 Fälle im vergangenen Jahr – so viele wie noch nie. Das Spektrum reicht von Bedrohungen und Angriffen bis zu Sachbeschädigungen.

Die häufigste Erscheinungsform war mit 499 Fällen israelbezogener Antisemitismus, gefolgt von Formen des Antisemitismus, die „auf die Abwehr von Erinnerung an die Schoa, Verantwortung und Schuld abzielen“. Pro Woche wurden durchschnittlich 13 Vorfälle gemeldet. Antisemitismus begegne Jüdinnen und Juden in allen gesellschaftlichen Bereichen, öffentlich wie privat.

HAZ, tomorrow
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