Der King lebt

Ein wirklich gutes Musical über Elvis, wenn auch “Aloha from Hawaii” und “Muss sie denn” fehlten. Unser Elvis war quicklebendig, stimmgewaltig und ein nativ singer.

Einzig, dass mindestens 104 dB(a) erreicht wurden (habe nur punktuell gemessen), ist schon sehr laut. Auch daran bemerkbar, dass das Schlagzeug in der Sitzlehne zu spüren war.

Die dritte Schuld

Die erste Schuld während des Nazi-Regimes ist die industriellen Ermordung von Millionen Juden und anderen Menschen, die aus dem Rassenwahnraster der Nazis fielen.

Die zweite Schuld begann in der jungen, aufstrebenden Bundesrepublik, die von Ralph Giordano so beschrieben wurde: „Jede zweite Schuld setzt eine erste voraus – hier: die Schuld der Deutschen unter Hitler. Die zweite Schuld: die Verdrängung und Verleugnung der ersten nach 1945“, so Giordano, der die zweite Schuld 1987 als „den großen Frieden mit den Tätern“ bezeichnete.

Die „dritte Schuld“ im Kontext mit Auschwitz ist die Gedankenlosigkeit über statt mit Juden zu sprechen in der Art eines Gumutmenschen. Eben das Unwesen, über Juden zu befinden – diesmal nicht aus Vernichtungswillen, sondern aus vermeintlich hehren Motiven. Es ist das Reden „über“ Juden, darüber, was Antisemitismus ist oder was nicht: Die Täterkinder oder mittlerweile die Täterenkel und auch schon -urenkel nehmen den Nachfahren der Opfer die Deutungshoheit über die eigene Vernichtungsgeschichte.

Das Mädchen mit dem roten Mantel aus “Schindlers Liste” im Warschauer Ghetto. John Williams wollte den Soundtrack zu „Schindlers Liste“ eigentlich nicht schreiben. „Steven, du benötigst einen besseren Komponisten, als ich es bin.“ Daraufhin antwortete der Regisseur: „Ich weiß! Aber die sind alle tot.“ So schritt er zur Tat und spielte es später Spielberg am Klavier vor und entschied sich auf dessen Anregung hin, den weltberühmten jüdischen Geiger Itzhak Perlman zu bitten, es für die Aufnahme einzuspielen.


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Itzhak Perlman spielt Schindlers Liste

Der 27. Januar ist der internationale Gedenktag der Oper des Holocaust. http://auschwitz.org/en/visiting

Inspiriert durch und zitiert aus Sonntag, dem Wochenendteil der HAZ vom 25./26.01.2020