Die Meldestelle Rias dokumentiert 672 Fälle im vergangenen Jahr – so viele wie noch nie. Das Spektrum reicht von Bedrohungen und Angriffen bis zu Sachbeschädigungen.
Die häufigste Erscheinungsform war mit 499 Fällen israelbezogener Antisemitismus, gefolgt von Formen des Antisemitismus, die „auf die Abwehr von Erinnerung an die Schoa, Verantwortung und Schuld abzielen“. Pro Woche wurden durchschnittlich 13 Vorfälle gemeldet. Antisemitismus begegne Jüdinnen und Juden in allen gesellschaftlichen Bereichen, öffentlich wie privat.
Da stellt sich die Frag, was der ehemalige BLÖD-Chefredakteur falsch macht.
Das Unternehmen hinter dem rechtspopulistischen Portal »Nius« hat im Jahr 2024 seine Verluste ausgeweitet. Die Firma gehört dem früheren »Bild«-Chefredakteur Julian Reichelt und einem Multimillionär.
Die Dachgesellschaft Vius, die das Rechts-außen-Portal »Nius« betreibt, hatte im dritten Jahr von dessen Bestehen noch mehr Verlust gemacht als in den Vorjahren. Die Bilanz weist für 2024 einen Jahresfehlbetrag von fast 16,2 Millionen Euro aus.
Zuletzt hatte das Landgericht Köln per einstweiliger Verfügung eine »Nius«-Berichterstattung untersagt. Die angegriffenen Aussagen seien »sämtlich unwahr« . Das Portal hatte fälschlicherweise behauptet, dass die Dortmunder Agentur für Arbeit »Bürgergeldempfänger« zum muslimischen Fastenbrechen geladen habe, bezahlt vom Steuerzahler.
Sein Portal »Nius« hetzt gegen Migranten, trans Menschen und verbreitet völkisches Gedankengut: Was Julian Reichelt bei »Bild« begonnen hat, setzt er nun fort, finanziert von Multimillionär Gotthardt.
Innenministerin Daniela Behrens und Landespolizeipräsident Axel Brockmann warnen vor Rechtsterrorismus – und berichten vom geplanten Amoklauf eines 15-Jährigen
Die Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelt gegen den Jugendlichen wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Offenbar hatte der Beschuldigte die Moschee bereits ausgespäht.
Der 70. Eurovision Song Contest will in Wien die Vielfalt Europas feiern. Aber Boykotts, Proteste gegen Israel und Terrorangst überschatten das Spektakel. Der Wettbewerb steht am Scheideweg. Szenen einer Party mit gebremstem Schaum.
„Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, sich gegen Krieg starkzumachen und für Frieden“, sagt Kantinenchefin Wegenstein. „Aber hier geht es nicht um Frieden, es geht um Hass gegen Juden. Gestern war ein älterer Mann hier, der sagte: ‚Ich verstehe nicht, warum sie mich hassen. Ich wähle ja nicht einmal Netanjahu.‘ Da lief ein kalter Schauer über meinen Rücken.“ Hat sie Angst vor Anschlägen? Die Bistrobetreiberin schweigt. „Wir werden beschützt”, sagt sie dann. Jede Sorge ist begründet. Die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Österreich hat 2025 mit 1532 Fällen einen neuen Höchststand erreicht. Landesweit herrscht die zweithöchste von vier Terrorwarnstufen („hohe Gefahr“). Selbst die US-Sicherheitsbehörde FBI hat eine „ESC Task Force“ eingerichtet für die Cyberabwehr.
2025 war Fox mit durchschnittlich 2,7 Millionen Primetime-Zuschauern deutlicher Marktführer im Kabelfernsehen. Der typische Fox-Zuschauer ist weiß, männlich, über 55, ohne Collegeabschluss, republikanisch und wohnt auf dem Land. Fox News erzeugt häufig ein „Wir gegen die“-Gefühl, es gilt vielen als Treiber der extremen Polarisierung in Amerika, doch wird es auch selbst getrieben von noch radikaleren Sendern und Influencern. […]
Auf der anderen Seite sitzen Jesse Watters und Greg Gutfeld. Watters, gut geföhnte Newsanchor-Frisur, nettes Lächeln, forderte vergangenes Jahr, das Hochhaus der Vereinten Nationen zu „vergasen“, nachdem dort eine Rolltreppe unter Trump stehen geblieben war. Gutfeld, 61, lümmelt sich auf seinem Platz wie ein Schüler in der letzten Reihe. Heute wird er witzeln, die muslimische Demokratin Ilhan Omar sei mit ihrem Bruder verheiratet. […] Watters’ Schlussnote nach einer Stunde Eskalation: „Linke Männer sind eigentlich Frauen.“ Ich spule zurück – hat er gerade wirklich …? Er hat. Danach wirkt der „Special Report“ mit Fox-Institution Bret Baier wie eine Wohltat. Wenig Spin, wenig Aufregung.
HAZ am Sonntag
Fox News Channel (abgekürzt FNC, häufig bloß Fox News oder Fox genannt) ist ein US-amerikanischer Nachrichtensender mit Sitz in New York. Er ging im Oktober 1996 auf Sendung und gehört zum Medienkonzern Fox Corporation des australisch-US-amerikanischen Unternehmers Rupert Murdoch. Mit bis zu 3,57 Millionen Zuschauern zur Primetime ist Fox News der meistgesehene Nachrichtenkanal der USA.
Der Sender wird dem rechtskonservativen und der Republikanischen Partei nahe stehenden Spektrum zugeordnet. Kritiker werfen dem Sender Verbreitung von Desinformation vor: In den Sendungen von Fox würden neben Nachrichten vielfach „Alternative Fakten“ bzw. Fake News verbreitet.
Familien- und Weltgeschichte: Leyb Elias aus dem hannoverschen Schauspielensemble ist Enkelkind des Lieblingscousins des berühmten NS-Opfers. Für eine Dokumentation geht es jetzt auf Spurensuche.
„Was heißt Erinnerungskultur in der dritten Generation, aber auch in einem Heute, da viele Überlebende nicht mehr da sind?“, fragt Elias. „Was können wir wirklich aus der Geschichte von Anne Frank lernen? Wie können wir den Transfer leisten dahin, wo es heute Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Hass und Hetze gibt? In dem Moment, in dem wir Gruppierungen ausgrenzen, haben wir ein Problem in dieser Gesellschaft.“
„Anne Frank war letztlich ein Mensch wie du und ich”, sagt Leyb Elias. „Man muss sich klar machen: diskriminiert zu werden, passiert so vielen Menschen auf dieser Welt. Wenn wir aus ihr nur dieses Phänomen, dieses Idol machen, vergessen wir, wie menschlich sie war.“
HAZ, today
Der 8. Mai 1945, im Englischen VE-Day genannt, war die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und der Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland. In der BRD hatte sich der abgeschwächte Begriff des Kriegsendes eingebürgert.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden Schätzungen zufolge über 65 Millionen Menschen getötet. Es kamen mehr Zivilisten um als Soldaten bei Kampfhandlungen. Am stärksten betroffen war die Sowjetunion mit etwa 27 Millionen getöteten Menschen, davon ungefähr die Hälfte als Soldaten, von denen drei Millionen in deutscher Kriegsgefangenschaft starben. In den sowjetischen Opferzahlen sind die etwa 650.000 getöteten Soldaten der 1939/40 von der UdSSR annektierten baltischen Staaten enthalten.
Burkhard Asmussveröffentlichte 2002 eine Aufstellung mit teilweise gröberen Schätzungen.[143]Insgesamt erhärtete sich dabei eine Gesamtopferzahl von mindestens 5,6 bis zu 6,3 Millionen ermordeten jüdischen Menschen. Dazu kommen Zahlen für Verletzte und Vertriebene. Im von ihm herausgegebenenHandbuch des Antisemitismusbezifferte Benz die Gesamtzahl der Holocaust-Opfer auf „mindestens sechs Millionen“.[144]
Die GedenkstätteYad Vashemin Jerusalem nannte im November 2025 fünf Millionen Opfer in ihrer Personenkartei namentlich, sie sind also identifiziert. 2,8 Millionen dieser Namen wurden von Angehörigen oder Freunden übermittelt. Die anderen Namen wurden durch die Auswertung von Dokumenten in den Archiven ermittelt.[145]
John Williams: Schindler´s List Theme - Itzhak Perlman
•••• Mit Klick auf die Abspielschaltfläche wird das Video im eingebetten IFrame gestartet. Das Vorschaubild kann schon auf diesem Blog vorhanden sein, so dass erst beim Abspielen eine Verbindung mit YouTube aufgebaut wird und Daten übertragen werden. ••••
John Williams: Schindler´s List Theme – Itzhak Perlman
Die Polizei hat für 2025 einen Anstieg rechter Gewalttaten registriert. Besonders viele Delikte wurden im Osten gezählt.
…hat die Polizei in Deutschland so viele rechts motivierte Gewalttaten festgestellt wie seit 2016 nicht mehr.
Im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden 2025 in keinem Bundesland so viele rechts motivierte Straftaten von der Polizei festgestellt wie in Mecklenburg-Vorpommern.
Sebastian Krumbiegel (2024) • Foto Steffen Prößdorf • CC BY-SA 4.0
Im ZDF-Magazin »Volle Kanne« wird Sebastian Krumbiegel mit einer Zuschauerbemerkung konfrontiert. Der Prinzen-Sänger überlegt nicht lange.
Krumbiegel, erfahren in der Diskussion, wandte sich direkt an die Kamera, an Mirko: »Bist du Faschist oder was? Dann bin ich natürlich gegen dich.« Antifa bedeute Antifaschismus, sagte Krumbiegel, und jeder Demokrat solle Antifaschist sein. Er sei es mit Leib und Seele. »Ich mag den Scheiß nicht, der damals war. Und ich mag den Scheiß nicht, der jetzt gerade wieder auf uns zuzurollen scheint.«
Sich mit den Positionen der AfD kritisch auseinanderzusetzen, ist völlig legitim. Aber ich möchte Herrn Höcke nicht bei uns in der Firma begrüßen müssen. […] Wer sich nicht klar positioniert, nimmt andere Positionen stillschweigend hin. In Zeiten, in denen Machtübernahmen von extremen Kräften drohen, ist das eine stille Zustimmung. Deshalb äußern wir uns. Ich fühle mich damit auch nicht allein, da ich viele Unternehmer kenne, die sich sehr klar gegen die AfD positionieren. Das gilt auch für andere Verbände. […] Ich erlebe nicht, dass es eine oft beschriebene Entfremdung in der Gesellschaft gibt.
»Wir untersagen hiermit jegliche weitere Verwendung von Alphaville-Musik durch die Republikanische Partei und ihren Präsidenten«, hieß es weiter. Unterzeichnet war die Erklärung mit »freundlichen Grüßen aus dem alten Europa« und dem Namen von Alphaville-Sänger Marian Gold.
»Da wir, die Band Alphaville, Trumps politischen Ansichten in keiner Weise zustimmen und sie sogar weitgehend verabscheuen, werden wir dafür sorgen, dass dieser Beitrag unverzüglich aus dem Internet entfernt wird«, hieß es in einem Statement, das auf dem Instagram-Account der Band veröffentlicht wurde.
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