Na sieh mal da…

Zugestelle dicke Wilhelmine

…die Staatsmacht und der Wutbürger auf der Straße sind aufgebracht, um sein/ihr Inselparadies (Insulaner, meist Restaurationsbesitzer, und Oberschichtengäste) und die Streife eskortiert die illustre Punkercrew abends in Westerland die Friesenstraße in Richtung Strand (dann sind die Pay Barriers an den Strandeingangspunkten nicht mehr besetzt).

Die Punks beweisen durchaus Sinn für Humor, wie das Pappschild für Free Wilhelmine zeigt (zudem betteln sie für Essen und Bier an mehreren POS in Westerland). Die Stadtverwaltung zeigt dagegen nur Einfallslosigkeit. Einzäunen und dann ein Baustellenschild, wo nur die Punks am Baden gehindert werden sollen.

Klar, es gibt auch die Szenen, wo er bei Mc D abgewiesen wird (zuvor aber eine Genossin aus der Crew dort kaufte und Anrecht auf den Klo-Pin bestand – soviel zum formaljuristischen). Er angepißt und die Angabe der nahen öffentlichen Toilette bei der Neuen Mitteihm wohl unbekannt, pisste dann mitten auf die Straße vor Mc D.
Ukrainische Flagge

Ein Film zum Glücklichmachen

Filmplakat zu Glück auf einer Skala von 1 bis 10

Ein europäisches Roadmovie über das Leben, den Tod und echte Freundschaft.


•••• Mit Klick auf die Abspielschaltfläche wird das Video im eingebetten IFrame gestartet. Das Vorschaubild kann schon auf diesem Blog vorhanden sein, so dass erst beim Abspielen eine Verbindung mit YouTube aufgebaut wird und Daten übertragen werden. ••••

GLÜCK AUF EINER SKALA VON 1 BIS 10 Trailer German Deutsch (2022)
Ukrainische Flagge

Fotoausstellung Fluchtlinien 2

An dieser Stelle der Hinweis auf die Fotoausstellung Fluchtlinien 2 von Günter Lietzmann im Raschplatzpavillon Hannover. Ich habe sie Mitwoch vor, während (Pause) und nach dem Programm der Steptokokken im Pavillon gesehen – bewegende Schicksale, die es wert sind, beachtet zu werden.

Kulturzentrum Pavillon · Lister Meile 4 · 30161 Hannover · Telefon 0511 235555-0 · Öffnungszeiten Montag–Freitag: 10–18 Uhr

Fluchtlinenportraitgruppe

Fluchtlinienportrait

Fluchtlinienportrait

Fluchtlinienportrait

Bildrechte bei Günter Lietzmann (alle Bilder dieses Blogposts)

 

Fluchtlinien 2

Erfreulicherweise haben Polen und auch Ungarn seit dem Überfall Russlands in die Ukraine, vom ersten Tag an tausende Flüchtlinge aufgenommen. Regierung und Bevölkerung kümmern sich bewundernswert um die Flüchtlinge aus der Ukraine. Allerdings sind offenbar afrikanische Flüchtlinge, die in der Ukraine studiert haben, weniger willkommen und sprechen von rassistischen Erfahrungen an der Grenze. Auch die Flüchtlinge, die von Belarus nach Polen einreisen möchten, werden nicht willkommen geheißen.

In Vergessenheit drohen die vielen Flüchtlinge zu geraten, die nach wie vor gezwungen sind, zu versuchen, Europa über das Mittelmeer zu erreichen. Nach wie vor ertrinken viele von ihnen, weil ihnen sichere Reisewege versperrt bleiben, seit die EU 2001 die berüchtigte Richtlinie 51 verabschiedet hat, die besagt, dass keine Fluggesellschaft einen Passagier in die EU transportieren darf, der über kein Visum verfügt. Die Androhung von Strafen bis zu 500.000 € haben dafür gesorgt, dass sich die Unternehmen daran halten. Viele Jahre hatte allein die italienische Regierung mit der Aktion Mare Nostrum Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Die EU hatte sich geweigert sich an der Finanzierung dieser Aktion zu beteiligen. Seit 2015 hatten sich dann mehrere Nationen an der Mission SOPHIA beteiligt, deren Aufgabe es war, Schleusern das Handwerk zu legen und die libysche Küstenwache auszubilden, mit dem Ziel zu verhindern, dass Flüchtlinge von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa fliehen. Wie man Schleusern, die natürlich nie in den Booten saßen dann im Mittelmeer das Handwerk legen wollte hat sich mir nie so recht erschlossen. Immerhin hat die Mission Sophia, so genannt nach einem Mädchen, das auf einem Schiff der Bundesmarine zur Welt gekommen ist, mehr als 50.000 Menschen im Laufe von vier Jahren das Leben gerettet.

Die Aktion Sophia ist dann 2019 ausgelaufen, zumindest die Schiffe sind zurückgezogen worden, auch weil sich Polen und Ungarn geweigert haben,  die geflüchteten Menschen aus dem Mittelmeer aufzunehmen.

Die Grenzschutzagentur FRONTEX sorgt seither mit ihren Aufklärungsflugzeugen nicht dafür, dass Flüchtlinge auf See von Rettungsschiffen z.B. von Sea Watch oder Sea Eye übernommen werden, sondern arbeiten offenbar mit der libyschen Küstenwache – viele Journalisten reden heute nur noch von der sogenannten Küstenwache – zusammen, die die Flüchtlinge unter Gewaltanwendung zurück nach Libyen bringen. Aus vielen Berichten von den Betroffenen wissen wir heute, dass die Menschen dort unter katastrophalen Bedingungen in Lagern gehalten werden. Offiziell stehen diese Lager unter Kontrolle der Behörden, tatsächlich aber haben verschiedene Milizen das Sagen. Die Migranten, bzw. ihre Angehörigen, werden erpresst. Auch von Zwangsprostitution ist berichtet worden. Überlebende sagten aus, sie würden lieber im Mittelmeer ertrinken, als zurück nach Libyen gebracht zu werden.

Der Papst hat bereits vor einigen Jahren das Verhalten der EU gegenüber den Flüchtlingen im Mittelmeer als „Schande für Europa“ bezeichnet. So würde ich auch das Verhalten mehrere Mittelmeeranrainer nennen, die den Rettungsschiffen mehrerer NGO Seenotretter nicht nur tagelang das Anlegen ihrer Schiffe verbieten, sondern die Mannschaften verhaften und anklagen und außerdem die Rettungsschiffe festsetzen. Die Begründungen sind fast durchgängig absurd und nicht nachvollziehbar. So wurde ein Rettungsschiff festgesetzt, weil es zu viele Rettungswesten an Bord hatte, ein anderes Rettungsschiff hatte zu viele Menschen gerettet, das Schiff wurde festgesetzt, die Mannschaft wurde verhört. Gleichzeitig wurde die Mannschaft vom Bürgermeister der Stadt Palermo zu Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürgern ernannt. Es handelte sich hier um die Mannschaft von SEA EYE 4.

Der Umgang mit den Menschen die zur Zeit aus der Ukraine in Länder der EU flüchten, zeigt wie es gehen könnte: vor 2001 konnte jeder Mensch, der sein Land verlassen musste oder wollte, in ein Flugzeug seiner Wahl steigen und in ein EU Land fliegen. Dort angekommen passierte dann das, was auch heute mit den Flüchtlingen aus außereuropäischen Ländern passiert, wenn sie denn die Überfahrt des Mittelmeeres überleben: sie erklären den Einwanderungsbehörden, dass sie um Asyl bitten. Die Menschen, die aus der Ukraine zu uns kommen, können neun Monate ohne Visum hier leben und arbeiten. Das sollte für alle Menschen gelten, die aus guten Gründen ihr Land verlassen haben und zu uns kommen wollen. Meist ja nur für einen begrenzten Zeitraum. Bis ihr Heimatland ihnen wieder lebenswert erscheint.

Günter Lietzmann
Ukrainische Flagge

Russen-Pack nun auch in unserer Stadt

Gegendemonstranten am Aegi 1
Gegendemonstranten am Aegi 2

Wir sahen zum Glück nur die Hunderte Gegendemonstranten mit Ukrainefahnen.

Die HAZ nennt heute im Artikelt 3500 Teilnehmer der Gegendemonstration am Aegi. Es waren gestern auf jeden Fall sehr viele.

Wie es höchstrichterlich nicht zu einem Verbot des Autokorsos des Russen-Packs kommen kann, ist unverständlich, denn völkerrechtswidriger Überfallkrieg, Geäueltaten an der Zivilbevölkerung und Kriegsverbrechen der Russen sprechen eine sehr deutliche Sprache.
Ukrainische Flagge

DasScrumTeam: Kursangebote für Menschen aus der Ukraine

DasScrumTeam bietet Geflüchteten aus der Ukraine an, kostenlos Weiterbildungen zu besuchen (pro Kurs ein Platz für Geflüchtete).

Wie Andy Schliep klar sagt:

Auch wir waren bestürzt über den schamlosen Angriff Russlands auf Ukraine. Wir haben Kollegen, Freunde und Bekannte auf beiden Seiten. Und doch gilt es in Krisenzeiten, sich für eine Seite zu entscheiden. […] Wir glauben daran, dass wir sowohl im Grossen als auch im Kleinen handeln müssen, um die Probleme dieser Welt nachhaltig in den Griff zu bekommen. 

Ein klares Statement und eine sehr gute und nachahmungswürdige Aktion.
Ukrainische Flagge