Sechs Wochen Trump-Show

Jimmy Kimmel, Late-Night-Talker: Anstatt von Musik werden wir jetzt unterhalten von einem 80-Jährigen, der gegen Windräder wettert.

Fußball-WM, sein 80. Geburtstag und 250 Jahre USA: Der US-Präsident läutet seine Festspielwochen ein und braucht dringend gute Nachrichten. Aber kann die Ablenkung wirklich gelingen?

Manche Beobachter halten Trumps Fußball-Liebe für vorgetäuscht und glauben, dass er mit der WM seiner Politik einen positiven Anstrich geben will. „Sportswashing“ heißt dieses Phänomen, bei dem eine Regierung ein solches Großereignis zur Eigenwerbung nutzt. „Je schlimmer Trumps Beliebtheitswerte werden, desto mehr Grund hat er, den Sport als politisches Rettungsboot zu sehen“, sagt Jules Boykoff, Autor des Sportpolitik-Buchs „Red Card“, der HuffPost

Die Stimmung der Verbraucher steckt tiefer im Keller als nach dem 11. September 2001 oder mitten in der Corona-Krise – die Universität Michigan hat noch nie seit Beginn der Erhebung 1952 schlechtere Werte zum Konsumklima erhoben.

…doch John Mark Hansen, Politikprofessor aus Chicago sieht in den Jubiläumsfeiern eine „furchtbar verpasste Chance.“ Trump versuche, den Jahrestag der Unabhängigkeit für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen, schreibt er bei „USA Today“. Hansen erklärt: „Wir müssen unser Land zusammen feiern, damit wir uns daran erinnern, dass wir alle Amerikaner sind und damit wir unseren gemeinsamen Sinn wiederentdecken. Aber das werden wir nicht tun.“

HAZ, today
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X L-Trailer zum Fernsehfilm „Nach uns der Rest der Welt“

XL-Trailer zum Fernsehfilm "Nach uns der Rest der Welt"

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XL-Trailer zum Fernsehfilm „Nach uns der Rest der Welt“

Ein wunderschönes Inklusionsmärchen. Es war heute ein besonderer Fernsehabend im Ersten – dort in der Mediathek zu sehen.
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Klare Worte

Kritik an der Teilnahme gibt es aus CDU und SPD. »Deutsche Unternehmen, die in Sankt Petersburg einen Kriegsverbrecher hofieren, konterkarieren unsere nationalen Sicherheitsinteressen und beschädigen Deutschlands internationale Glaubwürdigkeit«, sagte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter dem »Handelsblatt«. Ein »katastrophales Zeichen« nannte der SPD-Politiker Sebastian Roloff die Teilnahme.

SPON
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Am Sonntag so meinen Sommer gerettet

Teile des Gosch-Fischrestaurant-Imprriums mit Gästen in List.
Wir waren Sonntag nochmals in List bei der nördlichsten Fischbude Deutschlands. Gut und lecker war es im Knurrhahn mit dem legendären Knurrhahnsalat, der nicht (mehr) auf der Karte steht, aber bei Bestellung gerne serviert wird.

Ich war das erste Mal Ende Juni 1998 für einen Tagesausflug nach Sylt kommen, weil der Tag gut für eine erste Besichtigung dieser besonderen Insel war. Es war außergewöhnlich, teuer und der Wiederholungsfaktor war aktiviert.

Am letzten Freitag dachte ich darüber nach, ob meine Erinnerung an eine leicht aufgemotzte Fischbude – also Verkaufswagen mit weiteren Zelzten – damals richtig sind. Es war eine Zeit. Als Fotos sehr bestimmt und wenig erzeugt wurden, denn einen Fotoapparat hatte man auch nicht immer „auf Tasche“, heute einen Internet-Communicator dagegen öfter als den Haustürschlüssel.

Ich fand Jürgen Gosch dann im Knurrhahn hinten, auf dem erhabenen Platz sitzend. Ich sprach ihn an, ob er kurz für die Klärung eines geschichtlichen Falls Zeit habe. Er hatte. Er bestätigte mir, dass im Sommer 1998 nur der Verkaufswagen und natürlich das Restaurant Knurrhahn existen waren.

Ich bedankte mich und meinte, er hat meinen Sonntag gerettet, korrigierte dann kurz auf: „Vielen Dank, Sie haben meint. Sommer gerettet!“ Er lächelte kurz und ich ging sehr zufrieden mit der Antwort, die sich mit meiner Erinnerung deckt.
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Will er – und will ihn die Partei?

Robert Habeck, Ex-Wirtschaftsminister: Wenn alle in der Komfortzone bleiben, dann ist irgendwann Game over.

Der einstige grüne Vizekanzler hat der Bundespolitik vor einem Jahr den Rücken gekehrt – und sorgt sich jetzt mehr denn je um den Zustand der Demokratie. Der 56-Jährige hat in vielem Recht behalten. Eine Rückkehr scheint aber unwahrscheinlich.

Derweil ist die von der Union vielfach kritisierte Wärmepumpe ein Kassenschlager, der sich am Markt mehr und mehr durchsetzt. Damit erfährt auch Habecks umstrittenes Heizungsgesetz eine späte Rechtfertigung.

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Wenn der Schreibtisch nebenan stresst

Libby Sander, Zukunftsforscherin: Libby Sander, Zukunftsforscherin

Neue Hirnforschung belegt, was viele Beschäftigte längst ahnen: Großraumbüros kosten mentale Kraft. In Deutschland warnen Arbeitsschutzexperten schon lange vor den Folgen.

Und David John, der nach eigenen Angaben regelmäßig Feedback von Büroangestellten sammelt, bringt es auf den Punkt: „Die meisten sagen mir, dass sie lieber von zu Hause arbeiten, weil sie sich dort produktiver fühlen.“

Forschende haben 26 Probandinnen und Probanden – zwischen Mitte 20 und Mitte 60 alt – mit drahtlosen EEG-Headsets ausgestattet und sie dabei beobachtet, wie ihr Gehirn auf verschiedene Arbeitsumgebungen reagiert

Das Ergebnis war eindeutig. In der Kabine sank die Gehirnaktivität im Frontalbereich – also genau dort, wo Konzentration und Aufmerksamkeit gesteuert werden – im Verlauf der Aufgaben kontinuierlich ab. Das Gehirn arbeitete sich gleichsam warm und wurde effizienter. Im Großraumbüro verlief es genau umgekehrt: Die Hirnaktivität stieg stetig an, das mentale Engagement nahm zu, ebenso die messbare Erregung. Kurz gesagt: Das Gehirn musste immer mehr Energie aufwenden, nur um dieselbe Leistung aufrechtzuerhalten

HAZ, today

Natürlich ist die Testgröße mit 26 Teilnehmenden recht überschaubar, aber der Artikel nennt weitere Studien mit zum Teil hohen fünfstelligen Teilnehmenden. Das Ergebnis ist immer gleich: Großraum macht unproduktiv und krank! Da kann man noch so viel Agile, New Work und anderes ranschreiben, die physikalischen und medizinischen Gegebenheiten ändern sich dadurch nicht.
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Ein später Fall von Gerechtigkeit

Mehr als 40 Jahre nach der Tötung von Maria Köhler spüren Aschaffenburger Ermittler den Täter auf – und bringen ihn vor Gericht. Doch Experten sehen Nachholbedarf in Deutschland bei „Cold Cases“.

Die Angehörigen hätten ein Recht darauf, zu erfahren, was passiert ist, betont der frühere Ermittler, Dozent an der Polizeiakademie Niedersachsen und Kursleiter des ICCAP, des weltweit größten internationalen Cold-Case-Analyseprojekts: „Es ist enorm wichtig für das Rechtsgefühl der Menschen und ihr Vertrauen in den Rechtsstaat, dass solche Fälle weiter verfolgt werden.“ Dabei gehe es nicht allein um eine Verurteilung – sondern vor allem das Gefühl, dass das Schicksal der Getöteten oder Verschwundenen dem Staat nicht gleichgültig ist.

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