Wo Klimaforscherinnen und Klimaforscher solche Ereignisse untersuchen, zeigt sich stets: Mittlerweile geht ein großer Teil der Toten auf den menschengemachten Klimawandel zurück. Der macht solche Wetterlagen wahrscheinlicher und intensiver. Seit den Neunzigerjahren ist die Zahl hitzebedingter Todesfälle laut einem Bericht in »The Lancet« weltweit um 23 Prozent gestiegen, auf jährlich durchschnittlich etwa 546.000 im Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021. In Deutschland starben vergangenen Sommer (bis Ende August 2025) laut Robert Koch-Institut (RKI) rund 2600 Menschen an den Folgen von Hitze
Archiv der Kategorie: Umwelt
„Es war so unglaublich still“
Der Reaktorunfall in Tschernobyl vor 40 Jahren machte Anatolii Gubariev zum Liquidator: Er erinnert sich daran, wie er unter hoher Strahlung die Schäden beseitigte. Heute kämpft er gegen Krebs und mahnt, die Katastrophe nicht zu vergessen.
Tschernobyl hat mein Leben in ein Davor und ein Danach geteilt. Ich habe Schreckliches erlebt, aber ich entschied, mich vor allem der Hilfe für meine Kameraden, deren Angehörige und andere Betroffene zu verschreiben. Zumal viele meiner Kameraden nicht die Anerkennung und Wertschätzung bekommen haben, die sie verdient hätten. Mir ist es aber auch unglaublich wichtig, öffentlich über meine Erlebnisse zu berichten. Denn wir dürfen Tschernobyl nicht vergessen. Sobald wir es vergessen, kann sich eine solche Katastrophe wiederholen.
HAZ, this weekend

Tschernobyl: 40 Jahre her

Reaktor Nr. 4, einige Monate nach der Explosion im AKW Tschernobyl, damalige UdSSR, heutige Ukraine • IAEA Imagebank • CC BY-SA 2.0
Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 um 01:23 Uhr Ortszeit (entspricht 23:23 Uhr MESZ am Vortag) im Reaktor Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der 1970 gegründeten ukrainischen Stadt Prypjat. Auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse wurde sie als erstes Ereignis in die höchste Kategorie katastrophaler Unfall(INES 7) eingeordnet. Es ist der folgenschwerste Unfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie
Zitat zur Nacht

„Liebe Ursula“, schrieb Kanzler Friedrich Merz (CDU) jüngst an Parteifreundin und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem Brief, der sich liest wie die Wunschliste der Autoindustrie an den Weihnachtsmann. Die Bundesregierung fordere einen „technologieoffenen Ansatz“, die Verwendung von Biokraftstoffen und E-Fuels, Hybridfahrzeuge und Range-Extender sowie „hocheffiziente Verbrenner“. Kurz gesagt: Auch nach 2035 sollen noch Neuwagen mit Verbrennungsmotorc verkauft werden dürfen.
HAZ, tomorrow
Zum Erklärvideo zum Sachverhalt von dem jungen Studenten. Hat tatsächlich Tage gebraucht, bis ich erkannte, dass der junge Student Jason ist.

Abendliches Wissen
Erzähle mir etwas über den Braunkohleabbau im Tagebau zu DDR-Zeiten. Setze die DDR-Förderung, die Landschaftsvernichtung und Umsiedlungen wegen Braunkohleabbau ins Verhältnis mit dem Braunkohleabbau in der damaligen BRD in Nordrhreinwestfalen.
Braunkohleabbau im Tagebau zu DDR-Zeiten
Braunkohle war in der DDR der wichtigste Energieträger. Aufgrund fehlender heimischer Rohstoffe und eingeschränkter Öllieferungen aus der Sowjetunion wurde die Förderung massiv vorangetrieben, besonders ab den 1970er Jahren[1][2]. In den 1980er Jahren förderte die DDR jährlich über 300Mio.t Braunkohle aus bis zu 17 tagebauartigen Großanlagen – international lag die DDR damals an der Spitze der Braunkohleförderer[1][3].
Landschaftsvernichtung und Umweltfolgen
– Die Förderung erfolgte nahezu ohne Rücksicht auf Umwelt, Landschaft und Bevölkerungsschutz[4].
– Bis 1989 wurden etwa 45.729ha Landwirtschaftsfläche in Anspruch genommen, allein im Lausitzer Revier wurden rund 900km² devastiert – eine Fläche fast so groß wie Berlin[5][6].
– Der Tagebau führte zu massiver Grundwasserabsenkung, Luft- und Wasserverschmutzung sowie Reliefveränderungen. Rekultivierung war meist unzureichend und stagnierte ab Mitte der 1970er Jahre aus finanziellen Gründen[5][7].
Umsiedlungen in der DDR
– Im gesamten Osten Deutschlands (inkl. DDR) wurden bis zu 54.000 Menschen (im Mitteldeutschen Revier), knapp 29.000 Menschen (Lausitzer Revier) und etwa 28.000 allein im heutigen Sachsen-Anhalt wegen Tagebau umgesiedelt[8].
– Von den Umsiedlungen betroffen waren vor allem kleinere Ortschaften, aber auch größere Städte wie Zittau und Spremberg standen auf den Abbauplänen[8].
– In der DDR wurden Umsiedler meist in Plattenbausiedlungen am Rand benachbarter Städte untergebracht (z.B. Cottbus, Hoyerswerda)[9].
Vergleich DDR – BRD (Nordrhein-Westfalen)
Förderung
– In der BRD lag die jährliche Braunkohleförderung im Rheinland bei etwa 90–100Mio.t pro Jahr (1960er–80er Jahre) – deutlich geringer als in der DDR[4].
– In der DDR stammten 70% des gesamten Primärenergieaufkommens aus Braunkohle, in NRW war sie schon ab dem späten 20. Jahrhundert nur einer von mehreren Energieträgern[1][10].
Landschaftsverbrauch

Umsiedlungen
– Insgesamt wurden in Deutschland rund 410 Dörfer für den Braunkohlebergbau abgerissen: Im Mitteldeutschen Revier (Ost) ca. 54.000 Menschen, im Rheinischen Revier (NRW) ca. 40.000 Menschen betroffen[8].
– In NRW waren die Umsiedlungen oft großangelegt, aber stärker geplant und mit neuen Ganzorten; in der DDR waren viele Umsiedlungen Zwangsmaßnahmen mit Umzug in Plattenbausiedlungen[9].
Fazit
– Der Braunkohleabbau in der DDR war im Verhältnis deutlich intensiver: höhere Fördermengen, größere prozentuale Landschaftszerstörung und streng zentralistisch vorangetriebene Umsiedlungen.
– Die Umweltfolgen waren in der DDR besonders gravierend, da Umweltschutz und Rekultivierung nachrangig waren.
– Die BRD (NRW) hatte ebenfalls massive Eingriffe, aber auf niedrigerem Niveau bei Förderung und Flächeninanspruchnahme und mit mehr Beteiligung in Umsiedlungsfragen sowie beginnender Rekultivierung[11][12].
Quellen
[1] Sanierung und Rekultivierung im Lausitzer Braunkohlenrevier . – Teil 2 http://library.fes.de/fulltext/fo-wirtschaft/00342001.htm
[2] Braunkohlereviere https://debriv.de/braunkohle-energie/braunkohlereviere/
[3] [PDF] Die Energiepolitik der DDR – CORE https://core.ac.uk/download/pdf/12163120.pdf
[4] Braunkohlebergbau – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Braunkohlebergbau
[5] Ölschock – Hochschule Neubrandenburg https://www.hs-nb.de/iugr/naturschutz-hat-geschichte/1970-bis-1982/oelschock/
[6] [PDF] Das Lausitzer Braunkohlenrevier – Landschaft im Wandel https://fib-ev.de/app/uploads/2021/09/Waldbau-Bergbaufolgelandschaften.pdf
[7] Lausitzer Braunkohlerevier – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier
[8] Braunkohlenabbau in Deutschland und Umsiedlungen https://geschichten-rheinisches-revier.lvr.de/braunkohlenabbau-in-deutschland-und-umsiedlungen/
[9] Umsiedlung Braunkohle – DFG-Graduiertenkolleg 1913 https://www.b-tu.de/dfg-graduiertenkolleg-1913/forschung/forschungsprojekte/umsiedlung-braunkohle
[10] Rheinisches Braunkohlerevier – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier
[11] Braunkohle und Rekultivierung – Bund NRW https://www.bund-nrw.de/themen/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohle-und-umwelt/braunkohle-und-rekultivierung/
[12] Folgen des Braunkohlenabbaus – LANUK NRW https://www.lanuk.nrw.de/themen/wasser/grundwasser/folgen-des-braunkohlenabbaus
[13] Tagebau Greifenhain – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Greifenhain
[14] Bachelorarbeit Leitz, Tilman_final.pdf https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/77679/Bachelorarbeit%20Leitz,%20Tilman_final.pdf?sequence=1&isAllowed=y
[15] Braunkohleausstieg in NRW kommt früher – Bundesregierung https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kohleausstieg-2030-2139228
[16] FAQ Braunkohleabbau – GRÜNE NRW https://gruene-nrw.de/2022/12/faq-braunkohleabbau/
[17] Braunkohlebergbau in Ostdeutschland – Universität Tübingen https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/geographie/forschungsbereich/wirtschaftsgeographie/arbeitsgruppe/lehre/exkursionen/grosse-exkursion-mitteldeutschland-2021/themengebiete/braunkohlebergbau-in-ostdeutschland/
[18] Antiökologische Reflexe in Brandenburg – Deutschlandfunk Kultur https://www.deutschlandfunkkultur.de/antioekologische-reflexe-in-brandenburg-100.html
[19] Braunkohlenplanung und Umsiedlungsproblematik in der … https://www.arl-net.de/system/files/media-shop/pdf/am_265.pdf
[20] [PDF] Hintergrundpapier Braunkohle – Flussgebiete NRW https://www.flussgebiete.nrw.de/system/files/atoms/files/2022-02-09_final_hgp_braunkohle.pdf
https://www.perplexity.ai/search/7c8ae65c-3634-4443-996c-51ccf05dcc6c
Zu beachten:
Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.
Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!
Hier wurde Perplexity genutzt

Foto am Morgen


Bitter, aber wohl unumkehrbar

Die heutige Tagesschau zeigt deutlich auf: 1,5 Grad Erwärmung gerissen, steigender Temperaturanstieg, verheerende Klimabedingungen (Starkregen, Überschwemmungen und aktuell ein Infernobrand in Kalifornien). Meine Ansicht zum Verlauf tat ich bereits kund. Was ich nicht sagte und was zu beachten ist: Exponentiell! Es ist wie die Kugel auf der schiefen Ebene.

Foto zur Nacht


Fotos zur Nacht










Zitat zur Nacht

Geht es noch?
