Videoandacht 373 am 11.10.2026 · 19. Sonntag nach Trinitatis · Friesenkapelle, Sylt
•••• Mit Klick auf die Abspielschaltfläche wird das Video im eingebetten IFrame gestartet. Das Vorschaubild kann schon auf diesem Blog vorhanden sein, so dass erst beim Abspielen eine Verbindung mit YouTube aufgebaut wird und Daten übertragen werden. ••••
Videoandacht 373 am 11.10.2026 · 19. Sonntag nach Trinitatis · Friesenkapelle, Sylt
Das digitales Kritzelheft blog.softwing.de ist von mir: Karsten Kisser aus Hannover. Schau Dir das Blog an und mach Dir ein Bild, welches Du mir erzählst.
Dein Blog `blog.softwing.de` wirkt wie eine sehr persönliche, fast schon meditative digitale Sammlung. Der Begriff „digitales Kritzelheft“ trifft es perfekt, da es sich nicht um ein klassisches Fachblog mit einer strengen Nische handelt, sondern eher um einen Ort für Gedanken, Erinnerungen und visuelle Eindrücke.
Hier ist der Eindruck, den ich gewonnen habe:
Ein Ort der Wertschätzung und Reflexion Mir ist aufgefallen, dass du oft an bedeutende Persönlichkeiten der Technikgeschichte denkst. Die Beiträge über Steve Jobs und Margaret Hamilton zeigen, dass du nicht nur die Technik an sich schätzt, sondern auch die menschlichen Visionäre und Pioniere dahinter. Es geht bei dir weniger um „News“ als vielmehr um die Bedeutung und das Vermächtnis dieser Menschen.
Die Mischung aus Technik und Natur Es gibt einen schönen Kontrast auf deinem Blog. Einerseits die Leidenschaft für Apple und Informatik (was auch zu deinem beruflichen Hintergrund passt), andererseits die Ruhe der Natur, wie man sie in deinen Fotobeiträgen (z. B. „Morgenstund‘“) sieht. Das gibt dem Blog eine sehr ausgewogene, menschliche Note.
Gesellschaftliches Bewusstsein Deine Beiträge zu politischen Themen und die Dokumentation von aktuellen gesellschaftlichen Strömungen (wie etwa die Bilder von Demonstrationen oder Statements gegen Extremismus) zeigen, dass du die Welt um dich herum aufmerksam beobachtest und dir eine Meinung bildest.
Die Ästhetik des Ungezwungenen Das Blog ist bewusst privat und nicht kommerziell gehalten. Es gibt keine Werbung, keinen Druck, eine bestimmte „Zielgruppe“ bedienen zu müssen. Es ist ein Projekt aus Spaß und Hobby, was man an der lockeren Art der Beiträge merkt.
Zusammengefasst: Dein Blog ist ein digitales Tagebuch eines technikbegeisterten Humanisten aus Hannover, der den Blick für die kleinen Details der Natur ebenso geschärft hat wie für die großen Meilensteine der Computergeschichte. Es ist ein ruhiger Gegenpol zum oft hektischen und lauten Internet.
Zu beachten:
Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.
Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!
Gestern gab das MIT bekannt, dass die große amerikanische Informatikerin (dabei hatte sie Mathematik studiert, aber number cruncher waren zu ihrer Zeit noch sehr rar) mit 90 Jahren verstorben ist.
Anfang Juli [2016] tauchte dieser Code plötzlich im Internet auf: Ein ehemaliger Nasa-Praktikant veröffentlichte ihn im Programmierer-Forum Github. Bislang war diese Software nur Eingeweihten bekannt, nun steht sie im Rampenlicht der Netzöffentlichkeit. Programmierkundige lesen zwischen den Codezeilen und überbieten sich in feinsinnigen Interpretationen, als ginge es um Sonette von Shakespeare. Im Silicon Valley heißen die Helden der Mondlandung seitdem: Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Margaret Hamilton.
Das legendäre Bild, das Hamilton neben einen Stapel von Programmlistings des Apollo-Programms zeigt.
Margaret Hamilton neben den Ausdrucken der von ihr und ihrem Team für das Apollo-Projekt entwickelten Flugsoftware. • Foto: Draper Laboratory; restored by Adam Cuerden – This is a retouched picture, which means that it has been digitally altered from its original version. Modifications: dust and scratches removed; curves tweaked to bring out shadows, approximately 3 pixels cropped from bottom in order to remove a border. See upload history of the PNG for version without colour tweaks. The original can be viewed here: Margaret Hamilton.gif: . • Public Domain
»Zu sagen, Margaret Hamilton sei eine Pionierin gewesen – zu sagen, sie sei ihrer Zeit voraus gewesen –, wäre eine dramatische Untertreibung«, sagte der Leiter des Fachbereichs für Luft- und Raumfahrttechnik am MIT, Olivier de Weck.
Sie setzte sich auch dafür ein, dass die Entwicklung von Software den gebührenden Respekt erhielt. »Deshalb begann ich, den Begriff ›Software-Engineering‹ zu verwenden, um es von Hardware und anderen Ingenieursdisziplinen abzugrenzen«, sagte sie im Jahr 2018. »Als ich diesen Begriff zum ersten Mal verwendete, wurde er als ziemlich amüsant angesehen. Lange Zeit war er Gegenstand von Witzen. Man neckte mich gern wegen meiner radikalen Ideen.«
Als Hamilton im Jahr 2003 mit dem »Exceptional Space Act Award« der Nasa ausgezeichnet wurde, war ihr Laudator überrascht: »Ich habe mich gewundert, dass sie nie in aller Form für ihre bahnbrechende Arbeit geehrt worden ist.«
Dennoch leitet sie eine sehr wichtige Abteilung, denn keine On-Board-Flugsoftware für das Apollo-Raumfahrtprogramm, dann auch keine Landung. Dass sie und ihr Team den Arsch in der Hose hatten und die fehlerhaften (Fehler-)meldungen ignorierten, die vom für die Landung nicht erforderlichen Rendezvous-Radar-System erzeugt wurden, weil ein Zähler aktualisiert wurde, was unnötig Rechenzeit verbrauchten, gehört zu den wenigen Meilensteinen vom klugen und überlegten Handeln in der Geschichte.
Das MIT Instrumentation Laboratory suchte Menschen, die Software entwickeln sollten, um Astronauten zum Mond zu bringen. Hamilton bewarb sich und wurde 1965 als erste Programmiererin für die Apollo-Software am MIT eingestellt, zugleich als erste Frau unter den Programmierern im Projekt. 1968 war sie als stellvertretende Direktorin für den Bereich des Kommando- und Servicemoduls zuständig. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten mehr als 400 Menschen an der Apollo-Software. Die Teams entwickelten Software für das Kommandomodul und die Mondlandefähre und spielten mögliche Missionsabläufe und Bedienhandlungen durch.
Hamilton drängte darauf, auch unwahrscheinliche Bedienfehler ernst zu nehmen. Ihre damals vierjährige Tochter Lauren hatte bei einem Besuch im Labor am Simulator des Kommandomoduls mitten im simulierten Flug unabsichtlich das Startvorbereitungsprogramm P01 aufgerufen und den Simulator zum Absturz gebracht. Hamilton wollte verhindern, dass ein solcher Fehler auf einer echten Mission möglich wurde.
Kurz vor der Mondlandung im Juli 1969 zeigte der Computer der Landefähre die Alarme 1202 und 1201 an: Zusätzliche Aufgaben überlasteten ihn. Die prioritätengesteuerte Software konnte weniger wichtige Arbeiten zurückstellen und die für die Landung nötigen Berechnungen fortsetzen. Diese Architektur war eine Teamleistung, an der auch andere Entwickler maßgeblich beteiligt waren, allen voran J. Halcombe Laning, der das prioritätengesteuerte Konzept erdacht hatte. Hamiltons Verdienst lag nicht in einem einzelnen rettenden Tastendruck, sondern darin, die Entwicklung robuster Bordsoftware mit voranzutreiben und zu leiten.
Einem breiten Publikum wurde Hamilton auch durch ein Foto aus der Apollo-Zeit bekannt, auf dem sie neben einem hohen Stapel ausgedruckten Programmcodes steht. Eine Darstellung von ihr mit den Codeausdrucken erschien auch im Lego-Set „Women of NASA“. Sie zählt zu den Frauen, die die Technikgeschichte entscheidend mitprägten. Ein weiterer Rückblick ordnet Hamilton neben Pionierinnen wie Ada Lovelace und Grace Hopper ein. Ihr Vermächtnis reicht über Apollo hinaus: Sie half zu zeigen, dass Software für kritische Systeme nicht nur für den erwarteten Ablauf geschrieben werden muss, sondern gerade auch für das Unerwartete.
Die Alarme 1201 und 1202 haben es augenscheinlich nicht ins kollektive Neardbewußsein geschafft, wie vielleicht das Layer-8-Problem, aber Margaret Hamilton wird als echte Größe in der IT in Erinnerung bleiben, die zu einer Zeit Bahnbrechendes schaffte, als lediglich Reinigungsfachfrauen in ihrem Umfeld waren, aber keine weiteren Informatikerinnen.
Software muss auch das Unerwartete erwarten. Margaret Hamilton ist genau die Persönlichkeit, die die Think different Kampagne als Motiv hätte nehmen können, denn das „Denke das Andersartige“ ist genau das „enwickele Software, die das Unbekannte = Andersartige kennt und darauf sinnvoll reagiert“.
Die Wahl eines Rechtsextremen zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt macht viele in der SPD wütend. Die Bundestagsfraktion hat in Berlin nun ein Zeichen gesetzt.
Ein Rechtsextremer wird an die Spitze eines deutschen Parlaments gewählt: Der AfD-Politiker Tobias Rausch ist der neue Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt. Die Wahl macht SPD-Politiker aus ganz Deutschland wütend – auch weil offenkundig CDU-Abgeordnete für Rausch stimmten. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich nun spontan zu einem Protestmarsch mitten in Berlin versammelt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius: »Das ist der Tag von Wut, das ist der Tag von Enttäuschung darüber, dass Demokratinnen und Demokraten offenbar nichts gelernt haben aus der Geschichte und die Geschichte sich wieder wiederholen lasen. Wer das zugelassen hat, hat sich an der Demokratie unseres großartigen Landes vergangen.«
Steven „Steve“ Paul Jobs (* 24. Februar 1955 in San Francisco, Kalifornien; † 5. Oktober 2011 in Palo Alto, Kalifornien)
war einer der größten amerikanischen Innovatoren – mutig genug, um anders zu denken, verwegen genug, um zu glauben, er könne die Welt verändern, und talentiert genug, es tatsächlich zu tun.“ So steht das Barack Obama Zitat plakativ auf der Rückseite der seitenstarken Biographie von Steven Paul Jobs
Es sind nun 15 Jahre her, dass Steve mit 56 Jahren viel zu früh verstarb (vor 5, 10 bzw. 14 Jahren war mein Fokus mehr auf Erinnerung, jetzt soll auch ein „one thing more“ betrachtet werden). Ich weiß es noch deutlich, ich war an jenem herbstlichen Oktobertag 2011 morgens auf dem Weg in der Straßenbahn zur Arbeit. Meine Frau rief mich an, um es mir mitzuteilen. Obwohl ich den US-Unternehmer nie kennenlernte (den anderen Steve schon), war ich bedrückt und traurig. Kurz zuvor hatte Jürgen Seeger in der iX den Wechsel Jobs in den Aufsichrsrat (Board of Directors) bei Apple als gutes Zeichen gewertet.
So war die wichtige Nachricht am 24. August eigentlich nicht, dass Jobs als CEO zurücktritt. Sondern die, dass er noch gesund genug ist, Chef des Verwaltungsrats zu werden. Die Frage, wie es mit Apple ohne Steve Jobs weitergeht, liegt noch nicht auf dem Tisch.
Die Jobs-Biografie war von mir in der Mache für die iX für die Medienseiten, wurde dann durch den erwartbaren, aber doch überraschend plötzlichen Tod (zumindes aus der Perspektive der Außenstehenden) Chefsache von Henning Behme. Mir blieb dann nur mein Blog, da auch das M-Magazin keine ganze Seite so plötzlich frei hatte.
Wir haben Apple ohne Steve Jobs gesehen. Wir haben Apple mit Steve Jobs gesehen. Jetzt werden wir Apple ohne Steve Jobs sehen. Steve Jobs ist unersetzlich.“
Larry Ellison, des CEO des Softwareriesen Oracle, der mit dem Apple-Mitbegründer jahrelang eng befreundet war.
Oracle CEO Larry Ellison talks Google, Apple and the NSA
•••• Mit Klick auf die Abspielschaltfläche wird das Video im eingebetten IFrame gestartet. Das Vorschaubild kann schon auf diesem Blog vorhanden sein, so dass erst beim Abspielen eine Verbindung mit YouTube aufgebaut wird und Daten übertragen werden. ••••
Oracle CEO Larry Ellison talks Google, Apple and the NSA
Es gab so manche Abgesänge auf Apple nach Steves Tod, weil Tim Cook eben so ganz anders und nicht die charismatische Figur wie die Leitfigur Apples war. Als Steve Jobs damals in 1985 von einem ehemaligen Brauseverkäufer aus seiner Firma rausgeekelt wurde, gab es diese Bedenken ebenfalls. In beiden Fällen ist die Geschichte anders verlaufen.
„Character is built not in good times, but in bad times. Not in a time of plenty, but in a time of adversity—and this school seems to nurture that spirit of adversity, and I think does build some character. So, I thank you for teaching me how to be hungry and how to keep that with me my whole life.“
Wenn Steve heute noch lebte, wie ist dann Wirklichkeit anders? Er galt und gilt als jemdnand, der Trends aufspürt, Neues erfinden (läßt) und dann ein Gefühl erzeugen kann des „brauchen wir unbedingt“ und: „Wie konnten wir jemals ohne vorher leben?“ Wenn er also im hier und jetzt seine Spuren hinterlassen wird. Was wird er tun? Was wird er nicht tun? Was wird er anders tun?
„Stay hungry, stay foolish.“ -Neue, coole, sinnhafte Dinge aus fremden Domainen auf den Markt brringen. Das iCar (das legendäre Projekt Titan). – Health Care und Ausrichtung auf Assistenzsysteme, die alternden Menschen helfen, in Würde selbstbestimmt zu leben. Apple Watch ist hier nur die Speerspitze.
Seinem Team gab Jobs kurz vor seinem Tod mit auf den Weg, bloß nicht ständig zu fragen, „was Steve tun würde“. Apple muss, so meinte er, seinen eigenen Weg finden. Doch in Wahrheit ist der Konzern noch bis heute von Jobs geprägt.
Und hat Apple? Hat Apple seinen Weg, seinen No-Steve-Way gefunden? Ein klares „Ja und Nein“. Natürlich ist der Aktienkurs gemessen an der Zeit, die Steve hier Einfluß hatte, explodiert, natürlich sind Produkte posthum entstanden, die Steve so nicht mehr mitgedacht hat. Die Smartwatch, Vision Pro als Beispiel.Wobei letztere ein teures Juppy-Spielzeug ist und den Weg in die Massenverkaufskanäle nicht gefunden hat. Auch Vision Pro Lights werden hier sicherlich nicht viel ändern. Und doch weht immer noch ein Stück des Geistes des (Mit-)Gründers durch Apple. Wenn heute jemand Apple nennt (etwa die starken Begriffe wie Telekom, Robinson Club, Sylt, Bayern München), dann hat jede Person sofort eine Meinung dazu und Steve Jobs ist sehr präsent dabei. Er war Visionär, menschlich z.T. sehr zweifelhaft (Weigerung Unterhaltsam für seine erste Tochter Lisa zu zahlen, als er durch den Börsengang Apples früh Millionär geworden war). hatte bisweilen spleenige Ideen und doch prägte er und prägt noch posthum diese kleine Lifestyle-Garagenfirma aus Cupertino.
Auch das Blog blog.softwing.de mag Kekse. Einige Cookies sind unerlässlich, andere helfen, das Blog für Dich zu verbessern. Du hast das Recht den nur funktionsfähigen Cookies zuzustimmen und Deine Einwilligung jederzeit zu ändern. Du bist unter 16 Jahre alt? Dann kannst Du nur den nur funktionsfähigen Cookies zustimmen oder Du kannst Deine Eltern oder Deinen Erziehungsberechtigten bitten, mit Dir gemeinsam anderen Cookies zuzustimmen.
Funktionale Cookies Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich, um die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der ausdrücklich vom Teilnehmer oder Benutzer angefordert wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff wird ausschließlich zu statistischen Zwecken verwendet.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung bzw. der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu tracken.