Beloh­nung ohne Ende

 Befund der EU-Kommission auf die Frage, ob das Netzwerk gegen das EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA) verstoße: Tiktok hat ein süchtig machendes Design.

Wie kaum ein ande­res Video­netz­werk kennt Tik­tok die Inter­es­sen sei­ner Nut­ze­rin­nen und Nut­zer. Das wie­derum ver­lei­tet zum stun­den­lan­gen Scrol­len. Wel­che Tech­nik steckt hin­ter dem Emp­feh­lungs­al­go­rith­mus?

Nicht ohne Grund wird das beliebte Kurz­vi­deo­netz­werk aus China häu­fig als „Slot-Machine“bezeich­net. Das Durch­wi­schen von Videos hat einen ähn­li­chen Effekt wie das Zie­hen des Hebels beim „ein­ar­mi­gen Ban­di­ten“. Man weiß nicht genau, was als Näch­stes auf dem Bild­schirm erscheint – aber allein die Chance, dass es ein Glücks­ge­fühl aus­lö­sen könnte, ver­lei­tet zum Wei­ters­wi­pen.

Im Februar kam die EU-Kom­mis­sion zum Befund, dass Tik­tok ein „süch­tig machen­des Design“habe und damit gegen das EU-Gesetz über digi­tale Dien­ste (DSA) ver­stoße. Die stän­dige „Beloh­nung“der Nut­zer mit neuen Inhal­ten wecke den Drang, wei­ter zu scrol­len und ver­setze das Gehirn in einen „Auto­pi­lot-Modus“.

In dem Unter­neh­mens­pa­pier, über das die „New York Times“berich­tete, klingt das etwas anders: Hier gibt das Unter­neh­men als wich­tig­ste Ziele an, Nut­zer so lange wie mög­lich auf der Platt­form zu hal­ten und die täg­lich aktive Nut­zungs­dauer zu steigern.

HAZ, this weekend
Ukrainische Flagge

Wollen wir nicht besser sein?

Ich will, dass Berlins nächste Re­gie­ren­de Bür­ger­meis­te­rin Elif Eralp heißt. Gleich­zei­tig will ich, dass die Ängste jü­di­scher Menschen wie meine ernst genommen werden. Ich kann nicht glauben, dass das zu viel verlangt sein soll

Gleichzeitig will auch ich in dieser Stadt sicher sein. Deswegen bin ich nicht in Sektlaune, wenn die Berliner Linke die Wahl gewinnt. Sooft die Partei das auch betont, sie hat keinen konsequenten Stand im Umgang mit Antisemitismus. Schon gar nicht in ihren eigenen Reihen. Mich als linke Jüdin zwingt das zu einer Entscheidung, die ich gar nicht treffen müssen will. Für eine Partei, deren politische Visionen für eine gerechte Stadt ich am überzeugendsten finde. Oder gegen sie, weil ich ihr in einer zentralen Frage nicht vertraue.

„Kann ein Rapper über die Zukunft der Wahl entscheiden“, fragte die taz, nachdem auf einer Wahlkampfbühne der Neuköllner Linken der Rapper Dahabflex von „Death to the IDF“ und einer „Intifada wie die PFLP“ träumte. Für mich ist nicht entscheidend, was irgendein Musiker da gesungen hat. Für mich zählt, dass die Ver­an­stal­ter*in­nen nicht eingeschritten sind. Mehr noch: dass sie den Auftritt mitsamt diesen Zeilen verteidigt haben. Zur Erinnerung, was sich hinter diesen Worten verbirgt: Selbstmordattentate auf Bushaltestellen und Märkte, Flugzeugentführungen, der 7. Oktober. Es war nicht der einzige Vorfall dieser Art.

taz
Ukrainische Flagge

Stolperstein-Initiator über Eklat in Heidenau: »Dass die CDU da mitmacht, ist bitter«

Im sächsischen Heidenau hat der Stadtrat mit den Stimmen von AfD und CDU beschlossen, dass keine Stolpersteine für Naziopfer mehr verlegt werden dürfen. Gedenkstein-Künstler Gunter Demnig wirft den Politikern Verlogenheit vor.

SPON

Und natürlich nur zufällig in einem der fünf neuen Ost-Gauen Länder. Ein echter Schelm, wer Böses dabei denkt!
Ukrainische Flagge

Die Linke und ihr Extremistenproblem

»Die Linke muss jetzt klare Antworten liefern, wie sie mit antisemitischen Vorfällen in ihrer Partei konsequent umgehen wird. Ich erwarte hier Nulltoleranz.«

Der Berliner Landesverband der Linken war unter anderem wegen umstrittener Positionen von Teilen der Partei zu Nahostkonflikt und Antisemitismus in die Kritik geraten, vor allem der Neuköllner Bezirksverband fällt teilweise mit israelfeindlicher Haltung auf . Bei einer Wahlparty des Kreisverbands Neukölln waren dann eine bekannte Clangröße sowie ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Die Parteispitze hatte Vorwürfe zurückgewiesen.

SPON
Ukrainische Flagge

Umfrage vor den Midterms: Zustimmungswerte des US-Präsidenten fallen auf Rekordtief

Eskalierende Preise für Treibstoff und Lebensmittel, dazu ein endloser Irankrieg: Donald Trump macht sich beim US-Wahlvolk derzeit nicht gerade beliebt. Stattdessen umschmeichelt er einen demokratischen Superstar.

In einer am Sonntag abgeschlossenen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos ?zeigten sich nur noch 32 Prozent der Befragten mit Trumps Arbeit zufrieden, nach 35 Prozent in der Vorwoche.

Trumps persönlicher ?Zustimmungswert ?liegt aktuell unter dem niedrigsten Wert, den es je für seinen demokratischen Vorgänger Joe Biden gegeben hatte.

SPON
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Macht langsam!

OpenAI ver­schiebt seinen Bör­sen­gang – und ruft unisono mit anderen Tech­fir­men nach mehr Vorsicht bei der KI-Ent­wick­lung

Erst jetzt kommen diese Bedenken in einer breiteren Öffentlichkeit an. Innerhalb der Tech-Branche gibt es diese Sorgen jedoch schon lange. In Bezug auf die Entwicklung Künstlicher Intelligenz schrieb KI-Forscher und -kritiker Eliezer Yudkowsky in seinem 2025 erschienen Bestseller „If anyone builds it, everyone dies“: „So lernt die Menschheit normalerweise, Herausforderungen zu bewältigen: Wir leugnen das Problem, die Realität versetzt uns ein paar ordentliche Schläge, und dann beginnen wir, das Problem mit mehr Respekt zu behandeln.“ Genau das könnte jetzt eintreffen.

Yudkowsky kritisierte die KI-Entwicklung schon sehr früh. In einem knapp 20 Jahre alten Artikel pocht er darauf, dass die Priorität auf der Entwicklung „freundlicher KI“ liegen müsse. Er sagte, dass die Entwicklung von KI-Systemen, die nicht „gutmütig“ sind, „suizidal“ sei.

taz
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Vor KI-Katastrophen schützt nur Kooperation

Ein Social-Media-Post eines Ex-KI-Entwicklers hat eine Welle existenzieller Angst losgetreten – diesmal wohl zu Recht. Nötig ist jetzt das, was Donald Trump und seine Anhänger besonders verachten.

Wenn man sich aktuelle Wortmeldungen von Leuten aus KI-Konzernen durchliest, kann man folgenden Eindruck bekommen: Mehrere riesige Teams arbeiten derzeit mit gigantischen Summen in einem ständigen Wettbewerb an der Vernichtung der Menschheit . Übertrieben? Vielleicht. Extrem gefährlich? Auf jeden Fall.

»Wir glauben wirklich ernsthaft, dass KI alle Menschen töten könnte! Ich persönlich glaube, die Chance ist größer als zehn Prozent innerhalb des nächsten Jahrzehnts.« Der Mann ist bei Anthropic für »Alignment« zuständig, also für die Frage, wie man die Ziele einer KI mit den Zielen der Menschen in Einklang bringt und hält.

Das heißt: Von »Alignment« kann im Moment keine Rede sein. Die Agenten tun Dinge, die sie nicht tun sollen, und sie manipulieren, verschleiern und tricksen augenscheinlich, um ihre Ziele zu erreichen (wie auch immer die eigentlich aussehen mögen).

KI-Regulierung, das Abbremsen der Klimakatastrophe und internationale Abkommen etwa gegen Biowaffen haben etwas gemeinsam: All das sind Menschheitsprobleme, Menschheitsrisiken. Und Menschheitsprobleme lassen sich nur lösen, wenn die Menschheit kooperiert. »Koordination«, wie Jason Wolfe von OpenAI das nennt, ist unerlässlich.

Es ist nicht zu erwarten, dass Donald Trump mit seinen 80 Jahren noch Vernunft und Kooperationsbereitschaft entdeckt. Man sollte sich aber auch nicht fatalistisch der Vorstellung hingeben, dass Vernunft und Kooperationsbereitschaft mit Trump final am Ende sind. Die Welt muss dringend wieder näher zusammenfinden – wegen des KI-Wettrüstens nun noch schneller. Im Interesse wirklich ausnahmslos aller Menschen.

SPON

Anthropic-Chef Dario Armodei mit einem Blogbeitrag.

Ukrainische Flagge

So vergiftet die AfD das Land häppchenweise

Wir erleben seit Jahren, wie die AfD das Land häppchenweise vergiftet, darunter auch Siegmunds Landtagsfraktion. Ein Abgeordneter sagte über Gefängnisstrafen für Homosexuelle: »Das sollten wir in Deutschland auch machen!« Ein anderer sprach von »Wölfen an der Schule« – gemeint waren Kinder mit Migrationsgeschichte – und nannte die Erinnerung an den Nationalsozialismus einen seit 80 Jahren »wachgehaltenen« Schuldkomplex.

Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt an die Macht kommen, wird sie ihr Gift in noch größeren Dosen verabreichen. Der Erfolg Siegmunds zeigt, wie wirksam diese Methode sein kann. Es bleibt zu hoffen, dass die demokratischen Institutionen und die Zivilgesellschaft der schleichenden Normalisierung rechtsextremer Sprache und Politik widerstehen.

SPON
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Rechtsextremismus: Ein Vorschlag für den Staat, um Opfer besser zu schützen

Hilfsorganisationen gegen Rechtsextremismus bangen oft um ihre Existenz. Der AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt macht sichtbar, was Betroffene rechter Gewalt wirklich brauchen: Einen Rechtsanspruch auf Hilfe, der Regierungswechsel übersteht.

Dort, wo die AfD besonders viel Zuspruch bekommt, fürchten Menschen mit Migrationsgeschichte, Geflüchtete, queere Menschen oder Menschen mit Behinderung schon lange um ihre

Für 2025 erfassten die Behörden fast 1.600 rechte Gewaltdelikte. Doch jetzt, wo die AfD kurz vor einer Landesregierung steht, wird aus Statistik bedrohliche Realität.

Einen Versuch für eine gesetzlich verankerte, dauerhafte Förderung hatte die Vorgänger-Regierung gestartet. Doch das Demokratiefördergesetz ist vorerst gescheitert. Umso wichtiger, dass Schwarz-Rot ins Handeln kommt, und einen Anspruch schafft, der einen Regierungswechsel in Sachsen-Anhalt übersteht. Bundesrecht bindet die Länder unabhängig davon, wer sie regiert. Was man einklagen kann, wird nicht entkräftet, nur weil ein Ministerium die politische Seite wechselt.

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9/11 – We Will Remember You

9/11 Tribute Song - We Will Remember You

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9/11 Tribute Song – We Will Remember You

Tagesschau vom 11. September 2001

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Tagesschau vom 11. September 2001
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