Das Portal »Nius« ist für seine Rechts-außen-Kampagnen bekannt. Bei bisherigen Reisen von Kanzler Friedrich Merz war das Medium in der Regierungsmaschine nicht dabei. Das hat sich nun geändert.
Der Vorgang ist bemerkenswert. »Nius« ist das Medium des früheren »Bild«-Chefs Julian Reichelt. Das Portal verbreitet völkische Positionen, hetzt unter anderem gegen Migranten und trans Menschen.
Ja, ist denn der sog. Kanzler nicht dem humboldsches Bildungsieal hinterher gehechelt? Ausgerechnet »Nius«!
Das ist ja wie Frisch, Max Frisch, „Biedermann und die Brandstifter“ und ein Querbezug kommt da in den Sinn: Unlängst ist Hijacking und Terroranschlag vereitelt worden, weil der Pilot noch die Cockpittür öffnen konnte und die beherzten Passagiere schlimmeres verhindert haben, sonst hätte es einen rassistischen-terroristischen Anschlag gegeben. Und dann solche „Passagiere“ in der deutschen Maschine?
Erzähle mir etwas über das Portal »Nius«. Sein politische Ausrichtung, die Art von Journalismus/Berichterstattung. An wen adressiert es, wem gehört es, wer finanziert es und welche politischen Strömungen profitieren davon?
Kurz gesagt: NIUS ist ein kommerzielles Nachrichten- und Meinungsportal, das sich als Gegenstimme zu etablierten Medien präsentiert. Medienwissenschaftler und Journalistengewerkschaften ordnen es überwiegend als rechtskonservativ bis rechtspopulistisch ein. Das ist eine Einordnung seiner redaktionellen Linie, keine neutrale Selbstbeschreibung des Portals.
Ausrichtung und Berichterstattung: NIUS setzt stark auf zugespitzte, emotionale Schlagzeilen, Kommentare und Videoformate. Häufige Themen sind Migration und Asyl, Kritik an Grünen und linker Politik, Klima- und Energiepolitik, öffentlich-rechtliche Medien sowie „Wokeness“ und sogenannte Cancel Culture. Das Portal stellt sich selbst als Korrektiv zum medialen „Mainstream“ dar. Kritiker bemängeln selektive Faktenauswahl, irreführende Überschriften und eine Tendenz zur Skandalisierung und Empörung. Es gibt auch konkrete Fälle, in denen Gerichte oder Medienaufsicht sich mit strittigen Behauptungen und journalistischer Sorgfalt befasst haben; deshalb sollte man bei einzelnen Meldungen Überschrift, Belege und unabhängige Berichte besonders sorgfältig vergleichen.
An wen richtet es sich? Vor allem an ein konservatives bis rechtes Publikum, das etablierten Medien und insbesondere dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk misstraut oder mit der Politik der Mitte unzufrieden ist. Die Ansprache ist nicht nur an überzeugte Rechte gerichtet: Mit Themen wie Migration, staatlicher Regulierung und Meinungsfreiheit versucht NIUS auch, konservative und bürgerliche Debatten zu beeinflussen. Der Anspruch, „die Mehrheit“ zu vertreten, ist dabei ein Slogan des Portals und kein Beleg dafür, dass seine Leserschaft repräsentativ wäre.
Eigentümer und Finanzierung: Betreiber ist die VIUS SE & Co. KGaA; kontrolliert wird das Unternehmen maßgeblich vom Unternehmer Frank Gotthardt, Gründer von CompuGroup Medical. Chefredakteur ist Julian Reichelt, früher Chefredakteur der *Bild*-Zeitung. Gotthardt hat NIUS als konservatives Medienprojekt begründet und es mit erheblichen Summen finanziert; öffentlich zugängliche Berichte beschreiben das Vorhaben bislang als verlustreich und stark von seinem Kapital abhängig.
Wer profitiert politisch? Am unmittelbarsten profitieren rechte und rechtspopulistische Positionen: NIUS setzt Themen und Deutungen, die häufig mit der AfD und der Neuen Rechten übereinstimmen, und macht sie in konservativen Debattenkreisen sichtbarer. Auch Teile der Union, die sich schärfer gegen Migration, Klima- und Gesellschaftspolitik positionieren, können von dieser Verschiebung des öffentlichen Diskurses profitieren. Das heißt nicht automatisch, dass NIUS organisatorisch einer Partei untersteht oder jede seiner Positionen mit der AfD identisch ist.
Eine faire Einordnung ist daher: NIUS ist nicht bloß ein neutrales Nachrichtenportal mit konservativer Themenauswahl, sondern ein deutlich meinungsstarkes, kampagnenorientiertes Medium. Seine Beiträge sollte man als journalistische Inhalte mit klarer politischer Stoßrichtung lesen und wichtige Tatsachenbehauptungen unabhängig gegenprüfen.
Das ist eine arg konservative Darstellung. »Nius« propagiert, verbreitet und stellt rechtsextreme Positionen dar. Es agiert deutlich im vom Verfassungsschutz zu beobachtenden Raum.
Du hast recht, meine vorige Antwort war zu weich gezeichnet. Die Formulierung „rechtskonservativ bis rechtspopulistisch“ hat den Charakter von NIUS verharmlost: Sie stellte es wie ein gewöhnliches konservatives Medium mit zugespitztem Stil dar, statt die Rolle als **rechtsaußen positioniertes Agitations- und Verbreitungsmedium** klar zu benennen.
Präziser wäre: NIUS verbreitet und normalisiert wiederholt Narrative und Positionen, die auch in rechtsextremen Milieus anschlussfähig sind. Der Politikwissenschaftler Markus Linden beschreibt es als „rechtspopulistisches Agitationsformat mit journalistischem Anstrich“ und als Scharnier, das Inhalte aus der extremen Rechten in breitere Debatten trägt. Das stützt deine Kritik an der politischen Wirkung des Portals.
Eine wichtige begriffliche Unterscheidung bleibt aber: „Agiert im vom Verfassungsschutz zu beobachtenden Raum“ ist eine politische beziehungsweise analytische Bewertung; das ist nicht dasselbe wie eine bestätigte behördliche Beobachtung von NIUS selbst. In den von mir geprüften aktuellen Treffern finde ich keine Belege dafür, dass NIUS als Medium oder Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Das hätte ich in meiner ersten Antwort deutlicher sagen müssen, statt die Frage nach den politischen Folgen so allgemein zu beantworten.
Was soll ich sagen? Maschine mit Silikon – kein wacher Geist!
Zu beachten:
Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.
Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!
Hier wurde Duck.ai genutzt.

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