Videoandacht 375 am 25.10.2026 · 21. Sonntag nach Trinitatis · Friesenkapelle, Sylt
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Videoandacht 374 am 18.10.2026 · 20. Sonntag nach Trinitatis · Friesenkapelle, Sylt
Eine neue Studie zeigt die Lieblingsformulierungen von KI-Modellen. Oft mit dabei: Übertreibungen und platte Floskeln. Der einst beliebte Gedankenstrich wird inzwischen aber deutlich seltener eingesetzt.
Bei Autorinnen und Autoren wurde in den vergangenen Jahren ein anderes Phänomen zum Running-Gag: In Texten von KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini werden nämlich ganz besonders häufig Gedankenstriche ver-wendet. Jeder, der das Satzzeichen also in seinen eigenen Texten nutzt, steht neuerdings im Ver-dacht, KI benutzt zu haben – auch, wenn man den Text selbst geschrieben hat.
Die Modellfamilie von Anthropics Claude nutzt die Formulierung „less X, more Y“(weniger X, mehr Y) 105-mal häufiger als in menschlichen Texten. Auch neigen die Modelle zu Superlativen wie „single most“ (das Einzige, größte) und „arguably the most“ (wohl der Meiste), „every single“ (jeder Einzelne) und „enor-mously“(enorm), die bei vergleichbaren ChatGPTModellen teils gar nicht oder nur sehr selten vorkommen.
Musik, die per Künstlicher Intelligenz generiert wurde, weist ebenfalls typische Merkmale auf, etwa platte Phrasen in Lyrics und eine hörbar schlechtere Tonqualität als von Menschen gemachte Songs. Typisch für KI-Musik sind kleine Artefakte in Vocals und Instrumenten sowie eine Art blechiger Klang, der manchmal an eine niedrig komprimierte mp3-Datei erin-nert. Und dennoch gilt, wie bei Texten, Grafiken und Bildern: Oftmals ist sie kaum noch als KI-generiertes Produkt erkennbar.
HAZ, this weekend
Da kommt mir der Befriff „Platte Raubkopie“ in den Sinn. Ein Schelm, wer…
Zu beachten:
Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.
Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!
Das Portal »Nius« ist für seine Rechts-außen-Kampagnen bekannt. Bei bisherigen Reisen von Kanzler Friedrich Merz war das Medium in der Regierungsmaschine nicht dabei. Das hat sich nun geändert.
Der Vorgang ist bemerkenswert. »Nius« ist das Medium des früheren »Bild«-Chefs Julian Reichelt. Das Portal verbreitet völkische Positionen, hetzt unter anderem gegen Migranten und trans Menschen.
Ja, ist denn der sog. Kanzler nicht dem humboldschen Bildungsideal hinterher gehechelt? Ausgerechnet »Nius«!
Das ist ja wie Frisch, Max Frisch, „Biedermann und die Brandstifter“ und ein Querbezug kommt da in den Sinn: Unlängst ist Hijacking und Terroranschlag vereitelt worden, weil der Pilot noch die Cockpittür öffnen konnte und die beherzten Passagiere schlimmeres verhindert haben, sonst hätte es einen rassistischen-terroristischen Anschlag gegeben. Und dann solche „Passagiere“ in der deutschen Maschine?
Erzähle mir etwas über das Portal »Nius«. Sein politische Ausrichtung, die Art von Journalismus/Berichterstattung. An wen adressiert es, wem gehört es, wer finanziert es und welche politischen Strömungen profitieren davon?
Kurz gesagt: NIUS ist ein kommerzielles Nachrichten- und Meinungsportal, das sich als Gegenstimme zu etablierten Medien präsentiert. Medienwissenschaftler und Journalistengewerkschaften ordnen es überwiegend als rechtskonservativ bis rechtspopulistisch ein. Das ist eine Einordnung seiner redaktionellen Linie, keine neutrale Selbstbeschreibung des Portals.
Ausrichtung und Berichterstattung: NIUS setzt stark auf zugespitzte, emotionale Schlagzeilen, Kommentare und Videoformate. Häufige Themen sind Migration und Asyl, Kritik an Grünen und linker Politik, Klima- und Energiepolitik, öffentlich-rechtliche Medien sowie „Wokeness“ und sogenannte Cancel Culture. Das Portal stellt sich selbst als Korrektiv zum medialen „Mainstream“ dar. Kritiker bemängeln selektive Faktenauswahl, irreführende Überschriften und eine Tendenz zur Skandalisierung und Empörung. Es gibt auch konkrete Fälle, in denen Gerichte oder Medienaufsicht sich mit strittigen Behauptungen und journalistischer Sorgfalt befasst haben; deshalb sollte man bei einzelnen Meldungen Überschrift, Belege und unabhängige Berichte besonders sorgfältig vergleichen.
An wen richtet es sich? Vor allem an ein konservatives bis rechtes Publikum, das etablierten Medien und insbesondere dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk misstraut oder mit der Politik der Mitte unzufrieden ist. Die Ansprache ist nicht nur an überzeugte Rechte gerichtet: Mit Themen wie Migration, staatlicher Regulierung und Meinungsfreiheit versucht NIUS auch, konservative und bürgerliche Debatten zu beeinflussen. Der Anspruch, „die Mehrheit“ zu vertreten, ist dabei ein Slogan des Portals und kein Beleg dafür, dass seine Leserschaft repräsentativ wäre.
Eigentümer und Finanzierung: Betreiber ist die VIUS SE & Co. KGaA; kontrolliert wird das Unternehmen maßgeblich vom Unternehmer Frank Gotthardt, Gründer von CompuGroup Medical. Chefredakteur ist Julian Reichelt, früher Chefredakteur der *Bild*-Zeitung. Gotthardt hat NIUS als konservatives Medienprojekt begründet und es mit erheblichen Summen finanziert; öffentlich zugängliche Berichte beschreiben das Vorhaben bislang als verlustreich und stark von seinem Kapital abhängig.
Wer profitiert politisch? Am unmittelbarsten profitieren rechte und rechtspopulistische Positionen: NIUS setzt Themen und Deutungen, die häufig mit der AfD und der Neuen Rechten übereinstimmen, und macht sie in konservativen Debattenkreisen sichtbarer. Auch Teile der Union, die sich schärfer gegen Migration, Klima- und Gesellschaftspolitik positionieren, können von dieser Verschiebung des öffentlichen Diskurses profitieren. Das heißt nicht automatisch, dass NIUS organisatorisch einer Partei untersteht oder jede seiner Positionen mit der AfD identisch ist.
Eine faire Einordnung ist daher: NIUS ist nicht bloß ein neutrales Nachrichtenportal mit konservativer Themenauswahl, sondern ein deutlich meinungsstarkes, kampagnenorientiertes Medium. Seine Beiträge sollte man als journalistische Inhalte mit klarer politischer Stoßrichtung lesen und wichtige Tatsachenbehauptungen unabhängig gegenprüfen.
Das ist eine arg konservative Darstellung. »Nius« propagiert, verbreitet und stellt rechtsextreme Positionen dar. Es agiert deutlich im vom Verfassungsschutz zu beobachtenden Raum.
Du hast recht, meine vorige Antwort war zu weich gezeichnet. Die Formulierung „rechtskonservativ bis rechtspopulistisch“ hat den Charakter von NIUS verharmlost: Sie stellte es wie ein gewöhnliches konservatives Medium mit zugespitztem Stil dar, statt die Rolle als rechtsaußen positioniertes Agitations- und Verbreitungsmedium klar zu benennen.
Präziser wäre: NIUS verbreitet und normalisiert wiederholt Narrative und Positionen, die auch in rechtsextremen Milieus anschlussfähig sind. Der Politikwissenschaftler Markus Linden beschreibt es als „rechtspopulistisches Agitationsformat mit journalistischem Anstrich“ und als Scharnier, das Inhalte aus der extremen Rechten in breitere Debatten trägt. Das stützt deine Kritik an der politischen Wirkung des Portals.
Eine wichtige begriffliche Unterscheidung bleibt aber: „Agiert im vom Verfassungsschutz zu beobachtenden Raum“ ist eine politische beziehungsweise analytische Bewertung; das ist nicht dasselbe wie eine bestätigte behördliche Beobachtung von NIUS selbst. In den von mir geprüften aktuellen Treffern finde ich keine Belege dafür, dass NIUS als Medium oder Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Das hätte ich in meiner ersten Antwort deutlicher sagen müssen, statt die Frage nach den politischen Folgen so allgemein zu beantworten.
Was soll ich sagen? Maschine mit Silikon Silizium – kein wacher Geist!
Zu beachten:
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Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!
Die AfD hat die zuständige Landesdatenschutzbeauftragte nach dem Hack ihrer Mail-Postfächer offenbar deutlich zu spät informiert. Die für Bundesparteien zuständige Berliner Datenschutzbeauftragte teilte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit, die Partei habe ihr am Dienstag, dem 20. Oktober um 18.59 Uhr, einen Datenschutzvorfall gemeldet.
Der Hack war der AfD nach eigenen Angaben aber schon kurz nach dem Vorfall im September bekannt – lange vor der Veröffentlichung von rund 421.000 E-Mails und Zehntausenden weiteren Dateien im Internet an diesem Montag.
HAZ, today
Meldung von Datenschutzverletzungen nach Artikel 33 DSGVO
Im Fall einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten meldet der Verantwortliche im Sinne von Artikel 4 Nummer 7 DSGVO diese unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden nach Kenntnisnahme der gemäß Artikel 55 DSGVO zuständigen Aufsichtsbehörde.
Anlässlich der ersten Sitzung des Landtags in Schwerin hat der AfD-Abgeordnete Tommy Thormann ein Video auf Instagram veröffentlicht. Am Ende macht er eine mehrdeutige Geste. SPD, Grüne und Linke verlangen Konsequenzen.
Was bei Tauchern einfach nur »Okay« bedeutet, ist in rechtsextremen Kreisen ein Symbol für »White Power«, ein Schlüsselbegriff für eine angebliche Vorherrschaft weißer Menschen. Politiker von SPD, Grünen und Linken werfen nun dem AfD-Abgeordneten Tommy Thormann vor, die Geste im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gezeigt zu haben.
Die SPD forderte nach dem Vorfall den sofortigen Ausschluss Thormanns aus der Landtagsfraktion. »Die AfD belegt einmal mehr, wie tief der Rechtsextremismus in ihren Reihen verankert ist«, teilt SPD-Fraktionschef Julian Barlen mit. »Da sitzen keine sachorientierten Abgeordneten, die das Leben der Menschen in MV verbessern wollen. Da sitzen Rechtsextremisten, die sich im Parlament ganz bewusst als solche zu erkennen geben. Das ist nicht tolerierbar und eines deutschen Landesparlamentes unwürdig.«
Ich dachte, ich lese noch richtig, als ich den Heise-Artikel und die Ausführungen im CERT-EU heute las.
Ich dachte ja erst, dass mein Webkrauter sich damit vielleicht Zeit nimmt, zu viel Zeit.
Dann in WordPress nachgeschaut und alles ist schon fein.
Da ist mein Webhoster eben doch schnell unterwegs, denn zwei CVSS mit je 9.2 sind eben kritisch.
Setting Webhoster: Hier IONOS SE verglichen in Deutschland, Europa, USA und der Welt mit Mitbewerbern wie GoDaddy oder Host Europe. IONOS gehört zur United Internet Gruppe. Wenn deren andere Hoster wie z.B. Strato mit herangezogen werden, wie verändert sich das ursprüngliche Ranking auf Hoster in Deutschland, Europa, USA und der Welt? Nicht miteinbeziehen werden die Hyperscaler in dieser Betrachtung.
GPT-6 Luna
Kurz gesagt: Wenn Sie die Marken des Konzerns zusammenfassen, steigt United Internet im Ranking deutlich — aber der Effekt ist je nach Region verschieden. Für die globale Rangfolge gibt es einen aktuellen, direkt vergleichbaren Messwert; für Deutschland und Europa lässt sich aus den gefundenen Daten keine belastbare neue Platzierung berechnen.
Als Vergleichsmaß eignet sich hier der Anteil an Websites, die einen Hoster verwenden. W3Techs weist für den 21. Oktober 2026 United Internet mit 2,5 % aus. Das ist ein Konzernwert, nicht der IONOS-Einzelwert; dieser liegt bei 1,7 %. W3Techs gruppiert Marken desselben Eigentümers ausdrücklich, damit die Marktanteile auf Unternehmensebene vergleichbar sind. Strato dürfte daher bereits im United-Internet-Wert berücksichtigt sein: IONOS plus Strato nicht nochmals addieren, sonst würden Websites doppelt gezählt.
Weltweit: Im W3Techs-Ranking steht United Internet mit 2,5 % auf Rang fünf der gelisteten Anbieter, hinter Shopify, Hostinger, Amazon und Wix. GoDaddy Group liegt ebenfalls bei 2,5 %; die angezeigte Rundung reicht nicht, um eine eindeutige Reihenfolge zwischen beiden festzustellen. Hyperscaler wie Amazon sind in dieser Rangliste enthalten; wenn Sie sie ausschließen, rückt United Internet entsprechend nach vorn.
Deutschland und Europa: Hier ist die Richtung klar, die genaue Rangnummer aber nicht: Die Zusammenfassung von IONOS und STRATO stärkt United Internet, besonders in Deutschland, wo beide starke Marken sind. Ein älterer, auf HostAdvice-Daten beruhender Überblick nennt für Deutschland IONOS mit 25,79 % und STRATO mit 14,42 % — das deutet auf ein erhebliches gemeinsames Gewicht hin, ist aber kein aktueller, sauber vergleichbarer Konzernwert. Für Europa finde ich keine aktuelle, gleichartig abgegrenzte Rangliste, aus der sich eine belastbare Platzierung ableiten ließe.
USA: Der Konzernwert weltweit belegt keine US-Platzierung. IONOS ist zwar auch in den USA aktiv, aber aus den vorliegenden Zahlen lässt sich nicht ermitteln, wie viele US-Websites auf United-Internet-Marken entfallen. Eine regionale Rangnummer wäre daher Spekulation.
Wichtig für die Auswertung: „Ranking“ kann Website-Nutzung, Kunden, Umsatz oder registrierte Domains meinen; diese Kennzahlen ergeben unterschiedliche Reihenfolgen. Außerdem muss die Hyperscaler-Ausnahme konsequent angewendet werden: Je nachdem, ob etwa Amazon und Google aus der Vergleichsgruppe entfernt werden, verschieben sich alle Rangplätze. Fazit: Auf Konzernebene ist United Internet global ein Anbieter mit 2,5 % Website-Nutzung und gehört in Deutschland durch die Markenbündelung klar in die Spitzengruppe; exakte regionale Plätze sollten nur mit einer einheitlichen, aktuellen Länder-Datengrundlage angegeben werden.
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Wie zur diesjährigen TUI HV bereis zum Orcas-Umgang des Superschwergewichtes berichtet: Entfernen, abbügeln und weiter im vorproduziertem HV-Einheitsbrei.
Setting: Reisegigant TUI aus Hannover und dessen Beibehalten von Delphin- und Orcas-Shows. Während die Konkurrenten wie DERTOUR (zweitgrößte Reisekontern der Welt und zu Rewe gehörend) diese Shows nicht mehr anbieten, findet TUI kein Ende, obwohl durch PETA und andere Aktivisten dem hannoverschen Konzern auf der diesjährigen Hauptversammlung oder bei der ITB starker Gegenwind in Form von Störenden entgegenschlägt. Was sind TUIs Beweggründe, denn es sieht wirtschaftlich, psychologisch und menschlich schlecht aus?
Die wahrscheinlichste Erklärung ist eine unternehmerische Fehleinschätzung, nicht ein überzeugender wirtschaftlicher Zwang. TUI hält an einer anderen Grundannahme fest als DERTOUR: TUI sagt, man könne Tierwohl durch Audits und strengere Standards in den bestehenden Einrichtungen verbessern; DERTOUR hat sich entschieden, solche Angebote grundsätzlich nicht mehr zu verkaufen. TUI erklärt selbst, dass es für Wale und Delfine keine speziellen ABTA-Richtlinien gebe und deshalb ein eigenes, überarbeitetes Prüfverfahren nutze. Das soll unter anderem Wildfänge, kommerzielle Zucht, Verhaltensmedikamente und Futterentzug ausschließen. Kritiker halten diesen Ansatz für unzureichend, weil er die Gefangenschaft und die Vorführungen selbst nicht beendet.
Was TUI konkret an Beweggründen hat, lässt sich von außen nicht sicher wissen. Die öffentlich erkennbare Logik dürfte aber aus mehreren Teilen bestehen:
–Ein Erlös- und Angebotsinteresse: Tickets und Ausflüge ergänzen das Urlaubsangebot. Vermutlich ist das nicht der entscheidende Umsatzposten eines Konzerns dieser Größe; ein belastbarer öffentlicher Nachweis, wie viel TUI damit verdient oder wie profitabel es ist, liegt in den gefundenen Quellen nicht vor. – „Verbessern statt aussteigen“ als Unternehmensansatz: TUI argumentiert, Audits und Zusammenarbeit könnten Bedingungen vor Ort beeinflussen. Nach eigener Darstellung werden bei festgestellten Mängeln Änderungen verlangt und bei ausbleibender Verbesserung Verkäufe gestoppt. – Unterschätzung des Reputationsrisikos: Der Konzern scheint den Nutzen, ein vertrautes Familienangebot im Programm zu behalten, höher zu gewichten als den inzwischen sichtbaren Schaden für sein Tierwohl- und Verantwortungsimage. Das ist eine plausible Deutung des Verhaltens, aber kein von TUI bestätigtes Motiv.
Der Vergleich mit DERTOUR macht die Entscheidung schwerer zu verteidigen: DERTOUR kündigte 2025 an, Angebote mit in Gefangenschaft gehaltenen Walen und Delfinen zu beenden – einschließlich Shows und Delfinschwimmen. TUI vertritt dagegen weiterhin die Position, dass geprüfte Einrichtungen angeboten werden können.
Für TUI ist der Widerspruch besonders heikel: Nach Berichten von Tierschutzorganisationen stehen die verkauften Einrichtungen teils im Konflikt mit TUI-eigenen Kriterien, etwa wegen Zucht. TUI weist diese Kritik nicht einfach mit einem Ausstieg zurück, sondern setzt auf sein Auditmodell. Die Organisationen kritisieren genau diese Lücke zwischen Anspruch und Praxis.
Kurz gesagt: TUI scheint auf eine kontrollierte Fortsetzung zu setzen – mit der Begründung, Tierwohl vor Ort verbessern zu können. Das kann intern als pragmatischer Kompromiss erscheinen; nach außen wirkt es angesichts des Gegenbeispiels DERTOUR und der anhaltenden Proteste zunehmend wie ein Festhalten an einem Angebot, dessen Reputationskosten den wirtschaftlichen Nutzen übersteigen könnten. Die Störungen bei der Hauptversammlung im Februar 2026 zeigen, dass das Thema die Unternehmensführung erreicht hat; für sich genommen beweisen sie aber nicht, dass TUI seine Kalkulation bereits geändert hat.
Zu beachten:
Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.
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