
Wir waren Sonntag nochmals in List bei der nördlichsten Fischbude Deutschlands. Gut und lecker war es im Knurrhahn mit dem legendären Knurrhahnsalat, der nicht (mehr) auf der Karte steht, aber bei Bestellung gerne serviert wird.
Ich war das erste Mal Ende Juni 1998 für einen Tagesausflug nach Sylt gekommen, weil der Tag gut für eine erste Besichtigung dieser besonderen Insel war. Es war außergewöhnlich, teuer und der Wiederholungsfaktor war aktiviert.
Am letzten Freitag dachte ich darüber nach, ob meine Erinnerung an eine leicht aufgemotzte Fischbude – also Verkaufswagen mit weiteren Zelten – damals richtig ist. Es war eine Zeit, als Fotos sehr bestimmt und wenig erzeugt wurden, denn einen Fotoapparat hatte man auch nicht immer „auf Tasche“, heute einen Internet-Communicator dagegen öfter als den Haustürschlüssel.
Ich fand Jürgen Gosch dann im Knurrhahn hinten auf dem erhabenen Platz sitzend. Ich sprach ihn an, ob er kurz für die Klärung eines geschichtlichen Falls Zeit habe. Er hatte. Er bestätigte mir, dass im Sommer 1998 nur der Verkaufswagen und natürlich das Restaurant Knurrhahn existierten.
Ich bedankte mich und meinte, er hat meinen Sonntag gerettet, korrigierte dann kurz auf: „Vielen Dank, Sie haben meinen Sommer gerettet!“ Er lächelte kurz und ich ging sehr zufrieden mit der Antwort, die sich mit meiner Erinnerung deckt.








