Abfindung sichern oder Kündigung abwarten?

Tobias Werner, Fachanwalt für Arbeitsrecht: Die meisten Verfahren enden trotz Klage mit einer gütlichen Einigung und einer Abfindung.

Stellenabbau verbinden Unternehmen oft mit attraktiven Angeboten für ein freiwilliges Ausscheiden.

Trotz des Fachkräftemangels planen und verkünden immer mehr Unternehmen Stellenkürzungen. Ob Volkswagen, SAP, Commerzbank, Bosch oder Deutsche Bahn – derzeit haben zahlreiche große, aber auch kleine Firmen Programme zum Personalabbau gestartet.

„Es besteht viel Unsicherheit auf dem Markt“, beschreibt er die derzeitige Situation. „Viele Unternehmen versuchen schon seit Längerem, mit Freiwilligenprogrammen Personalkosten zu sparen. Das bringt häufig Unruhe in die Belegschaft – und viele, die davon betroffen sind, suchen nun nach einer guten Strategie.“

Ein häufiger Fehler ist laut Slaghuis: „Viele sind zu voreilig mit ihrer Entscheidung. Oft befürchten sie, dass das Abfindungsangebot morgen nicht mehr gültig ist, und willigen deshalb zu schnell ein. Doch wenn die Reorganisation im Unternehmen ansteht, haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gute Verhandlungschancen. Diese sollte jeder für sich optimal nutzen.“

HAZ, this weekend
Ukrainische Flagge

Behörden verhindern Anschlag auf Moschee in Wilhelmshaven

Axel Brockmann, Landespolizeipräsident: Wir müssen in Alarmbereitschaft sein. Rechtsterro-rismus ist keine abstrakte Gefahr.

Innenministerin Daniela Behrens und Landespolizeipräsident Axel Brockmann warnen vor Rechtsterrorismus – und berichten vom geplanten Amoklauf eines 15-Jährigen

Die Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelt gegen den Jugendlichen wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Offenbar hatte der Beschuldigte die Moschee bereits ausgespäht.

HAZ, today
Ukrainische Flagge

Hinrichtungen nehmen zu

Julia Duchrow, Amnesty International Deutschland: Die Todesstrafe Ist grausam, diskriminierend und wirkungslos.

Amnesty dokumentiert 2707 Fälle im vergangenen Jahr, so viele wie seit 1981 nicht mehr

Die Organisation teilte mit, im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl um 78 Prozent angestiegen. Die dramatische Zunahme gehe vor allem auf wenige Staaten zurück, „die die Todesstrafe gezielt als Instrument der Einschüchterung einsetzen, allen voran China, Iran und Saudi-Arabien“. Tatsächlich dürfte die Zahl der Hinrichtungen deutlich höher liegen als im Bericht dokumentiert. „Nicht erfasst sind Exekutionen in China, wo entsprechende Daten als Staatsgeheimnis gelten“, teilte die Menschenrechtsorganisation mit. „Jährlich werden in China Schätzungen von Amnesty International zufolge tausende Personen und damit die meisten Menschen weltweit hingerichtet.“

HAZ, today
Ukrainische Flagge