

Videoandacht 373 am 11.10.2026 · 19. Sonntag nach Trinitatis · Friesenkapelle, Sylt
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Videoandacht 373 am 11.10.2026 · 19. Sonntag nach Trinitatis · Friesenkapelle, Sylt


Waldpüppchen am WE




Pippi, Ki, AI und etwas Blog-Betrachtung


Inger Nilsson auf Pippis Pferd, 1972 / Inger Nilsson at the age of 12 as Pippi Longstocking at the RAI in Amsterdam 1972 • Hans Peters für Anefo – Nationaal Archief 925-5511 • CC0 (Bildausschnitt des Originals und freigestellt)
Das digitales Kritzelheft blog.softwing.de ist von mir: Karsten Kisser aus Hannover. Schau Dir das Blog an und mach Dir ein Bild, welches Du mir erzählst.
Dein Blog `blog.softwing.de` wirkt wie eine sehr persönliche, fast schon meditative digitale Sammlung. Der Begriff „digitales Kritzelheft“ trifft es perfekt, da es sich nicht um ein klassisches Fachblog mit einer strengen Nische handelt, sondern eher um einen Ort für Gedanken, Erinnerungen und visuelle Eindrücke.
Hier ist der Eindruck, den ich gewonnen habe:
Ein Ort der Wertschätzung und Reflexion
Mir ist aufgefallen, dass du oft an bedeutende Persönlichkeiten der Technikgeschichte denkst. Die Beiträge über Steve Jobs und Margaret Hamilton zeigen, dass du nicht nur die Technik an sich schätzt, sondern auch die menschlichen Visionäre und Pioniere dahinter. Es geht bei dir weniger um „News“ als vielmehr um die Bedeutung und das Vermächtnis dieser Menschen.
Die Mischung aus Technik und Natur
Es gibt einen schönen Kontrast auf deinem Blog. Einerseits die Leidenschaft für Apple und Informatik (was auch zu deinem beruflichen Hintergrund passt), andererseits die Ruhe der Natur, wie man sie in deinen Fotobeiträgen (z. B. „Morgenstund‘“) sieht. Das gibt dem Blog eine sehr ausgewogene, menschliche Note.
Gesellschaftliches Bewusstsein
Deine Beiträge zu politischen Themen und die Dokumentation von aktuellen gesellschaftlichen Strömungen (wie etwa die Bilder von Demonstrationen oder Statements gegen Extremismus) zeigen, dass du die Welt um dich herum aufmerksam beobachtest und dir eine Meinung bildest.
Die Ästhetik des Ungezwungenen
Das Blog ist bewusst privat und nicht kommerziell gehalten. Es gibt keine Werbung, keinen Druck, eine bestimmte „Zielgruppe“ bedienen zu müssen. Es ist ein Projekt aus Spaß und Hobby, was man an der lockeren Art der Beiträge merkt.
Zusammengefasst: Dein Blog ist ein digitales Tagebuch eines technikbegeisterten Humanisten aus Hannover, der den Blick für die kleinen Details der Natur ebenso geschärft hat wie für die großen Meilensteine der Computergeschichte. Es ist ein ruhiger Gegenpol zum oft hektischen und lauten Internet.
Zu beachten:
Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.
Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!
Hier wurde Duck.ai genutzt.


Informationen zur KI-Kennzeichungspflicht


Retro as Retro can


Eine Hommage an die legendäre Kampagne.


Erinnerung an Margaret Hamilton


Margaret Hamilton, 1995 (* 17. August 1936 in Paoli, Indiana; † 30. September 2026 in Cambridge, Massachusetts[4]) • Foto: Daphne Weld Nichols • CC BY-SA 3.0
Gestern gab das MIT bekannt, dass die große amerikanische Informatikerin (dabei hatte sie Mathematik studiert, aber number cruncher waren zu ihrer Zeit noch sehr rar) mit 90 Jahren verstorben ist.
Anfang Juli [2016] tauchte dieser Code plötzlich im Internet auf: Ein ehemaliger Nasa-Praktikant veröffentlichte ihn im Programmierer-Forum Github. Bislang war diese Software nur Eingeweihten bekannt, nun steht sie im Rampenlicht der Netzöffentlichkeit. Programmierkundige lesen zwischen den Codezeilen und überbieten sich in feinsinnigen Interpretationen, als ginge es um Sonette von Shakespeare. Im Silicon Valley heißen die Helden der Mondlandung seitdem: Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Margaret Hamilton.
Das legendäre Bild, das Hamilton neben einen Stapel von Programmlistings des Apollo-Programms zeigt.


Margaret Hamilton neben den Ausdrucken der von ihr und ihrem Team für das Apollo-Projekt entwickelten Flugsoftware. • Foto: Draper Laboratory; restored by – This is a retouched picture, which means that it has been digitally altered from its original version. Modifications: dust and scratches removed; curves tweaked to bring out shadows, approximately 3 pixels cropped from bottom in order to remove a border. See upload history of the PNG for version without colour tweaks. The original can be viewed here: Margaret Hamilton.gif: . • Public Domain
»Zu sagen, Margaret Hamilton sei eine Pionierin gewesen – zu sagen, sie sei ihrer Zeit voraus gewesen –, wäre eine dramatische Untertreibung«, sagte der Leiter des Fachbereichs für Luft- und Raumfahrttechnik am MIT, Olivier de Weck.
Sie setzte sich auch dafür ein, dass die Entwicklung von Software den gebührenden Respekt erhielt. »Deshalb begann ich, den Begriff ›Software-Engineering‹ zu verwenden, um es von Hardware und anderen Ingenieursdisziplinen abzugrenzen«, sagte sie im Jahr 2018. »Als ich diesen Begriff zum ersten Mal verwendete, wurde er als ziemlich amüsant angesehen. Lange Zeit war er Gegenstand von Witzen. Man neckte mich gern wegen meiner radikalen Ideen.«
Als Hamilton im Jahr 2003 mit dem »Exceptional Space Act Award« der Nasa ausgezeichnet wurde, war ihr Laudator überrascht: »Ich habe mich gewundert, dass sie nie in aller Form für ihre bahnbrechende Arbeit geehrt worden ist.«
Oder auch wie es auch in diesem Blog steht:
Dennoch leitet sie eine sehr wichtige Abteilung, denn keine On-Board-Flugsoftware für das Apollo-Raumfahrtprogramm, dann auch keine Landung. Dass sie und ihr Team den Arsch in der Hose hatten und die fehlerhaften (Fehler-)meldungen ignorierten, die vom für die Landung nicht erforderlichen Rendezvous-Radar-System erzeugt wurden, weil ein Zähler aktualisiert wurde, was unnötig Rechenzeit verbrauchten, gehört zu den wenigen Meilensteinen vom klugen und überlegten Handeln in der Geschichte.
Das MIT Instrumentation Laboratory suchte Menschen, die Software entwickeln sollten, um Astronauten zum Mond zu bringen. Hamilton bewarb sich und wurde 1965 als erste Programmiererin für die Apollo-Software am MIT eingestellt, zugleich als erste Frau unter den Programmierern im Projekt. 1968 war sie als stellvertretende Direktorin für den Bereich des Kommando- und Servicemoduls zuständig. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten mehr als 400 Menschen an der Apollo-Software. Die Teams entwickelten Software für das Kommandomodul und die Mondlandefähre und spielten mögliche Missionsabläufe und Bedienhandlungen durch.
Hamilton drängte darauf, auch unwahrscheinliche Bedienfehler ernst zu nehmen. Ihre damals vierjährige Tochter Lauren hatte bei einem Besuch im Labor am Simulator des Kommandomoduls mitten im simulierten Flug unabsichtlich das Startvorbereitungsprogramm P01 aufgerufen und den Simulator zum Absturz gebracht. Hamilton wollte verhindern, dass ein solcher Fehler auf einer echten Mission möglich wurde.
Kurz vor der Mondlandung im Juli 1969 zeigte der Computer der Landefähre die Alarme 1202 und 1201 an: Zusätzliche Aufgaben überlasteten ihn. Die prioritätengesteuerte Software konnte weniger wichtige Arbeiten zurückstellen und die für die Landung nötigen Berechnungen fortsetzen. Diese Architektur war eine Teamleistung, an der auch andere Entwickler maßgeblich beteiligt waren, allen voran J. Halcombe Laning, der das prioritätengesteuerte Konzept erdacht hatte. Hamiltons Verdienst lag nicht in einem einzelnen rettenden Tastendruck, sondern darin, die Entwicklung robuster Bordsoftware mit voranzutreiben und zu leiten.
Einem breiten Publikum wurde Hamilton auch durch ein Foto aus der Apollo-Zeit bekannt, auf dem sie neben einem hohen Stapel ausgedruckten Programmcodes steht. Eine Darstellung von ihr mit den Codeausdrucken erschien auch im Lego-Set „Women of NASA“. Sie zählt zu den Frauen, die die Technikgeschichte entscheidend mitprägten. Ein weiterer Rückblick ordnet Hamilton neben Pionierinnen wie Ada Lovelace und Grace Hopper ein. Ihr Vermächtnis reicht über Apollo hinaus: Sie half zu zeigen, dass Software für kritische Systeme nicht nur für den erwarteten Ablauf geschrieben werden muss, sondern gerade auch für das Unerwartete.
Die Alarme 1201 und 1202 haben es augenscheinlich nicht ins kollektive Neardbewußsein geschafft, wie vielleicht das Layer-8-Problem, aber Margaret Hamilton wird als echte Größe in der IT in Erinnerung bleiben, die zu einer Zeit Bahnbrechendes schaffte, als lediglich Reinigungsfachfrauen in ihrem Umfeld waren, aber keine weiteren Informatikerinnen.
Software muss auch das Unerwartete erwarten. Margaret Hamilton ist genau die Persönlichkeit, die die Think different Kampagne als Motiv hätte nehmen können, denn das „Denke das Andersartige“ ist genau das „enwickele Software, die das Unbekannte = Andersartige kennt und darauf sinnvoll reagiert“.


7. Oktober
Nach Wahl des AfD-Landtagspräsidenten: SPD-Fraktion startet Protestmarsch durch Berlin, Pistorius stimmt Nationalhymne an
Die Wahl eines Rechtsextremen zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt macht viele in der SPD wütend. Die Bundestagsfraktion hat in Berlin nun ein Zeichen gesetzt.
Ein Rechtsextremer wird an die Spitze eines deutschen Parlaments gewählt: Der AfD-Politiker Tobias Rausch ist der neue Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt. Die Wahl macht SPD-Politiker aus ganz Deutschland wütend – auch weil offenkundig CDU-Abgeordnete für Rausch stimmten. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich nun spontan zu einem Protestmarsch mitten in Berlin versammelt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius: »Das ist der Tag von Wut, das ist der Tag von Enttäuschung darüber, dass Demokratinnen und Demokraten offenbar nichts gelernt haben aus der Geschichte und die Geschichte sich wieder wiederholen lasen. Wer das zugelassen hat, hat sich an der Demokratie unseres großartigen Landes vergangen.«
Offenkundig wiederholt sich hier Steigbügelmentalität wieder, wie es damals beim Ermächtigungsgesetz von 1933 war. Sehr, sehr bitter!




Noch eine Morgenstunde




Morgenstund‘




