Das Wort am Ostersonntag

Wir sollen nicht im Dunkeln bleiben und das Finstere gestalten. Wir sollen ins Helle gehen und wir sollen im Licht leben. Ganz konkret an diesem Corona-Osterfest, zwar sollen wir die Worst-Case-Szenarien kennen, aber nicht in ihnen verharren. Wir sollen uns vielmehr auf die Zukunft vorbereiten, auf die Zeit danach, auf die Zeit, in der das Leben wieder anfängt. Wir sollen jetzt und heute darüber nachdenken, wie wir miteinander leben, wie wir füreinander da sein können und wie wir denen Hoffnung machen, die weiter im Dunkeln verharren

Pastor Rainer Chinnow, Friesenkapelle in Wenningstedt auf Sylt (aus der Dialogpredigt von Pastor Hartung und Pastor Chinnow)

Als wäre es gestern

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Brahms 1: Ein hoffnungsvoller Gruß in die Welt

Brahms 1: Ein hoffnungsvoller Gruß in die Welt | NDR Elbphilharmonie Orchester

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Brahms 1: Ein hoffnungsvoller Gruß in die Welt | NDR

Mit dem 4. Satz aus Johannes Brahms‘ optimistischer Sinfonie Nr. 1 sendet das NDR Elbphilharmonie Orchester Mut, Kraft und Gesundheit in diesen schweren Zeiten hinaus in die Welt.

Videoandacht 12.04.2020 Ostersonntag aus der Friesenkapelle auf Sylt

Videoandacht 7 am 12.04.2020 · Ostersonntag · Friesenkapelle, Sylt

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Videoandacht 7 vom 12.04.2020 Ostersonntag aus der Friesenkapelle auf Sylt.

Sylt. Videoandacht am Ostersonntag aus der Friesenkapelle in Wenningstedt auf Sylt. Mit einer Dialogpredigt von Pastor Hartung und Pastor Chinnow. Musik: Oliver Strempler.


Wer einmal in der Friesenkapelle war, dort vielleicht einen Gottesdienst besucht hat oder eine Strandtrauung oder -taufe, der behält das im Gedächtnis. Bei uns wird die Erinnerung immer gerne wieder aufgefrischt. So freuen wir uns schon auf 2020!

Friedrich Schiller – An die Freude

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
was der Mode Schwerd getheilt;
Bettler werden Fürstenbrüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.

Seid umschlungen Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder überm Sternenzelt
muß ein lieber Vater wohnen.

Wem der große Wurf gelungen,
eines Freundes Freund zu seyn;
wer ein holdes Weib errungen,
mische seinen Jubel ein!
Ja wer auch nur  e i n e  Seele
 s e i n  nennt auf dem Erdenrund!
Und wer‘s nie gekonnt, der stehle
weinend sich aus diesem Bund!

Was den großen Ring bewohnet
huldige der Simpathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo der  U n b e k a n n t e  tronet.

Freude trinken alle Wesen
an den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
folgen ihrer Rosenspur.
Küße gab sie  u n s  und  R e b e n ,
einen Freund, geprüft im Tod.
Wollust ward dem Wurm gegeben,
und der Cherub steht vor Gott.

Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahndest du den Schöpfer, Welt?
Such‘ ihn überm Sternenzelt,
über Sternen muß er wohnen.

Freude heißt die starke Feder
in der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
in der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
die des Sehers Rohr nicht kennt!

Froh, wie seine Sonnen fliegen,
durch des Himmels prächtgen Plan,
Laufet Brüder eure Bahn,
freudig wie ein Held zum siegen.

Aus der Wahrheit Feuerspiegel
lächelt  s i e  den Forscher an.
Zu der Tugend steilem Hügel
leitet  s i e  des Dulders Bahn.
Auf des Glaubens Sonnenberge
sieht man  i h r e  Fahnen wehn,
Durch den Riß gesprengter Särge
 s i e  im Chor der Engel stehn.

Duldet mutig Millionen!
Duldet für die beßre Welt!
Droben überm Sternenzelt
wird ein großer Gott belohnen.

Göttern kann man nicht vergelten,
schön ists ihnen gleich zu seyn.
Gram und Armut soll sich melden
mit den Frohen sich erfreun.
Groll und Rache sei vergessen,
unserm Todfeind sei verziehn.
Keine Thräne soll ihn pressen,
keine Reue nage ihn.

Unser Schuldbuch sei vernichtet!
ausgesöhnt die ganze Welt!
Brüder überm Sternenzelt
richtet Gott wie wir gerichtet.

 F r e u d e  sprudelt in Pokalen,
in der Traube goldnem Blut
trinken Sanftmut Kannibalen,
Die Verzweiflung Heldenmut
Brüder fliegt von euren Sitzen,
wenn der volle Römer kraißt,
Laßt den Schaum zum Himmel sprützen:
Dieses Glas dem guten Geist.

Den der Sterne Wirbel loben,
den des Seraphs Hymne preist,
Dieses Glas dem guten Geist,
überm Sternenzelt dort oben!

Festen Mut in schwerem Leiden,
Hülfe, wo die Unschuld weint,
Ewigkeit geschwornen Eiden,
Wahrheit gegen Freund und Feind,
Männerstolz vor Königstronen,
Brüder, gält‘ es Gut und Blut
Dem Verdienste seine Kronen,
Untergang der Lügenbrut!

Schließt den heilgen Zirkel dichter,
schwört bei diesem goldnen Wein:
Dem Gelübde treu zu sein,
schwört es bei dem Sternenrichter!

Rettung von Tirannenketten,
Großmut auch dem Bösewicht,
Hoffnung auf den Sterbebetten,
Gnade auf dem Hochgericht!
Auch die Toden sollen leben!
Brüder trinkt und stimmet ein,
Allen Sündern soll vergeben,
und die Hölle nicht mehr seyn.

Eine heitre Abschiedsstunde!
süßen Schlaf im Leichentuch!
Brüder einen sanften Spruch
Aus des Todtenrichters Munde!

Frühe Fassung von 1785

Steinmeiers Osterrede

DIE GANZE CORONA-REDE: Steinmeier ruft zu Geduld und Solidarität in Corona-Krise auf

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DIE GANZE CORONA-REDE: Steinmeier ruft zu Geduld und Solidarität in Corona-Krise auf

Noch nicht überm Berg

Es gibt die avisierten Milliarden, aber übern Berg ist TUI dennoch noch nicht. Wenn gleich der Kurs sich langsam und stetig erholt – allerdings auf einem niedrigen Niveau.

Dann möchte ich mir wünschen, dass bald wieder viele Menschen ihren smile discovern, denn dann sind wir das der Pandemie-Krise so ziemlich raus.

Aus Goethes „Faust“ Osterspaziergang

Vor dem Tor

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)