Ich sitze gerade im ICE nach FRA zur Macoun. Die Landschaft ist noch mit Nebelschwaden verhangen und zusammen mit dem Licht wirkt das Ganze sehr gedämpft, so dass „Danke für diesen guten Morgen“ als musikalische Untermalung sehr passend erscheint.
Macoun 2015: Das versprechen wieder zwei total spannende Tage am Main-Ufer zu werden.
Die Vorträge hören sich spannend an. Dabei sind neben Standardthemen im Objective-C-Umfeld und immer mehr Swift auch die Neuen mit an Bord: Entwickeln für watchOS und tvOS.
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„On January 24th, Apple Computer will introduce Macintosh. And you‘ll see why 1984 won‘t be like ‚1984‘.“
Wer kennt ihn nicht den legendären Werbespot von Apple? Dass Big Brother im Spot nicht Microsoft, sondern IBM war, ist durch Steve Jobs hinlänglich bekannt. Dass aber Apple lange, sehr lange Zeit immer Underdog (und dabei fast auch einmal pleite) war, ist ebenso bekannt.
Um so erstaunlicher ist, dass Geschichte doch (manchmal) auch gerecht sein möchte und kann:
Big Blue schmeißt die Lenovos (waren einmal Big Blue eigen) raus und ersetzt sie durch Macs!
Der „Switch“ zum Mac geht aber noch weiter. Im Sommer hatte IBM-CIO Jeff Smith mitgeteilt, dass IBM pro Jahr zwischen 150.000 und 200.000 Macs kaufen will. Bis zu 75 Prozent aller IBM-Mitarbeiter sollen mit OS-X-Geräten arbeiten vor allem mit mobilen Macs.
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Anki Overdrive – seinerzeit auf der WWDC vorgestellt und nun bald auch bei uns.
Wieder darauf aufmerksam geworden bin ich durch Rob Vegas.
Apple erachtet Datenschutz als „fundamentales Menschenrecht“. [..] „Unsere Kunden sind nicht unsere Produkte“, möglichst viele Daten zu sammeln, sei nicht Apples Geschäftsmodell.
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Der Hauptbahnhof war relativ leer und recht gelassen, ein Fernsehteam des NDR hetzte durch die Reihen und ein Arbeiter fuhr mit einer Ameise durch die Bahnhofshalle – ein Unterfangen, das sonst nur zu nachtschlafender Zeit geht.
Der ICE sollte zunächst wie angeschlagen nur aus einem Zugteil bestehen, wurde dann aber doch noch gekoppelt und fuhr recht voll mit wenig Verspätung los.
Steve Wozniak auf der Apps World in einem Kamingespräch mit Patrick Beuth von Zeit Online zu erleben, war schon sehr beachtenswert. Das schöne war, dass 30 Minuten Interview-Zeit gegeben war und danach das Publikum die gleiche Zeit die Chance hatte, Fragen an Woz zu stellen.
Auf die Frage einer jungen Frau, ob Steve Jobs nicht seinen (also Woz) Erfolge durch seine Person und Aura im Wege stand, antwortete Woz ausführlich und gelassen, dass er insgesamt 3 Steve Jobs kennen gelernt habe. Den Steve der jungen, wilden Jahre (an dieser Stelle sei nur an die von Atari semigesponsorte Pilgerreise des jungen Jobs nach Indien erinnert) oder die Abenteuer mit dem Bau und Verkauf von Blue Boxes (vor Apple Zeiten), die das Gespann fast mit dem Leben bezahlt hätte.
Der zweite Jobs war einer, der es verstand, Innovationen voranzutreiben und daraus ein Business zu machen. Das war ihm möglich, weil er Geschäftsführer (in mehreren Firmen) war und somit über die nötigen Mittel verfügte. Wenn das in den Anfangstagen auch nicht immer zum Erfolg führte (Woz führt an, dass der Mac kein Erfolgsrezept war).
Der späte Jobs ist jemand, der nicht das am besten und meisten verkaufte Produkt erschaffen wollte, sondern er wollte etwas schaffen, das durch seine alleinige Anwesenheit das Bedürfnis schaffte, dieses und Folgeprodukte (gerne genannt: iPod & iTunes als Bundle für den Verkauf digitaler Medien) zu erwerben, zu nutzen und zu lieben.
Ganz klar stellt Woz heraus, dass Steve Jobs ihm gegenüber niemals (bis auf eine durch die Presse lancierte Aktion) unfair war. Er stellte ihn als fordernden, aber fairen Partner dar (ähnlich dem Grundtenor in „Becoming Steve Jobs“ von Brend Schlendert und Rick Tetzeli).
Für den Ingenieur und Lehre war es immer wichtig, tolle Produkte zu erschaffen und andere zu unterrichten. Viel Geld verdienen stand und steht bei ihm nicht im Focus. Das macht ihn auf eine charmante Art und Weise sehr sympathisch.
Eines sei an dieser Stelle noch erwähnt. Viele von Steve Wozniak aufgestellten Thesen und Betrachtungen haben sich in der Rückschau als sehr treffsicher und richtig erwiesen. Beim Themenkomplex Moore’s Law, künstliche Intelligenz und die Macht der Computer (und die Ohnmacht der Vernunft, um einen Klassiker zu nennen) war es ihm wichtig, dass die von ihm skizzierte Dystopie der Macht der Computersystem über den Menschen, nicht Wirklichkeit wird. Da aber der Turing Test noch nie bestanden wurde, bleibt zu hoffen, dass Woz‘ Dystopie uns nie erreichen wird.
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