Culture eats strategy for breakfast.

Peter Ferdinand Drucker • Jeff McNeill • CC BY-SA 2.0
Culture eats strategy for breakfast.

Peter Ferdinand Drucker • Jeff McNeill • CC BY-SA 2.0
Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Heinrich Heine
So gesehen im ÜSTRA-Fernsehen.
Sitzen ist das neue Rauchen.
Ja, aber Sitzen ist billiger.
Ich bin als Kind durch diese stillgelegten U-Bahnhöfe in der geteilten Stadt auf dem Weg zur Schule gefahren. Das hatte so etwas Irreales und düster Beklemmendes. Ich habe mich dann immer schuldig gefühlt, obwohl ich ja als Kind nichts dafürkonnte. Und andererseits meinte ich, man müsste etwas tun, aber gleichzeitig haben wir uns auch taub und stumm gefühlt, weil es nicht in unseren Händen lag, etwas zu ändern.
Nicolette Krebitz, Schauspielerin in HAZ@Sonntag, heute (aus „Warum haben Sie den Mauerfall verschlafen, Nicolette Krebitz?“)

Pilgern ist auch immer die Reise zu sich selbst und das Wandern manchmal wichtiger als das Ankommen.
Mindestens haltbar bis, nicht tödlich ab.
Danke für diesen guten Morgen
1. Danke für diesen guten Morgen, / danke für jeden neuen Tag. / Danke, dass ich all meine Sorgen / auf dich werfen mag.
2. Danke für alle guten Freunde, / danke, o Herr, für jedermann. / Danke, wenn auch dem größten Feinde / ich verzeihen kann.
3. Danke für meine Arbeitsstelle, / danke für jedes kleine Glück. / Danke für alles Frohe, Helle / und für die Musik.
4. Danke für manche Traurigkeiten, / danke für jedes gute Wort. / Danke, dass deine Hand mich leiten / will an jedem Ort.
5. Danke, dass ich dein Wort verstehe, / danke, dass deinen Geist du gibst. / Danke, dass in der Fern und Nähe / du die Menschen liebst.
6. Danke, dein Heil kennt keine Schranken, / danke, ich halt mich fest daran. / Danke, ach Herr, ich will dir danken, / dass ich danken kann.
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.
1. Korinther, 13,4


Willy Brand (1980) • Reineke, Engelbert • CC BY-SA 3.0 de
Wir wollen mehr Demokratie wagen.
Der Bundestag wählte Brandt am 21. Oktober 1969 zum vierten Bundeskanzler in der Bundesrepublik.
[…]
Für seine Ostpolitik erhielt Brandt 1971 den Friedensnobelpreis. In seiner Vorlesung in der Universität Oslo am 11. Dezember 1971 erklärte Brandt, es gehe darum, „Kriege abzuschaffen, nicht nur, sie zu begrenzen, […] weil der Unfriede ein anderes Wort für die extreme Unvernunft geworden ist. Krieg ist nicht mehr die ultima ratio, sondern die ultima irratio.“[44] Mit dieser „Neuen Ostpolitik“, die Willy Brandt gemeinsam mit Walter Scheel gegen den entschiedenen Widerstand der Mehrheit der CDU/CSU-Opposition durchsetzte, bemühte er sich um eine „Entspannung in Europa“.




Bronzetafel am Denkmal des Kniefalls auf dem Willy-Brandt-Platz in Warschau • Public Domain


Willi Brandt setzte sich sehr für das Franco-gebeutelte Spanien ein. Erinnerungen an ihn an der Strandpromenade von Jandia, Fuerteventura, Spanien.














Es gibt Zeiten wie diese, da schäme ich mich, ein Deutscher zu sein: Anschlag von Halle.
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Weit nach Mitternacht machten wir uns auf den Fußmarsch nach Hause, durchgefroren und erschöpft, zugleich aber durchdrungen von diesem einmaligen Abend. […] In diesen Stunden war die Einheit der beiden halben Deutschlands mit Händen greifbar, sie war da. Wie traurig, dass es uns nicht gelungen ist, sie festzuhalten.
Stefanie Gollasch in Sonntag@HAZ, today