Zitat zur Nacht

Portrait von Anne Applebaum mit schwarzem Shirt und schwarzem Blszer. Anne Applebaum (2013) • Hb19821970 • CC BY-SA 3.0

Anne Applebaum, Publizistin und Historikerin: Russland ist der letzte Imperialstaat in Europa, der letzte Staat, der glaubt, dass er das Recht hat, Nachbarn anzugreifen und sich dort einzunisten.

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Applebaum wurde heute mit dem jährlich vergebenen Friedenspreises der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche in Frankfurt am Main  ausgezeichnet.

Sie spricht sich schon lange deutlich für Waffenlieferungen für die Ukraine aus, da sonst der Landgewinnungsdrang des diktatorischen russischem Regimes nicht enden wird.

Sie kritisierte 2016, Donald Trump sei rückwärtsgewandt, habe ein imaginäres Amerikabild, bediene sich autoritärer Sprache, eines Personenkults, Misstrauens und Rachsucht. Damit untergrabe er die Verfassung, das Justizsystem und die Pressefreiheit. Gleichzeitig drohe wegen der Schwäche der Europäischen Union ein finsteres und intolerantes Europa.[27]

Wikipedia.de
Ukrainische Flagge

„Verstehen ist immer eine Reise in das Land des anderen.“

Das heißt, wenn ich einen Menschen verstehen möchte, dann muss ich mich mit ihm auseinandersetzen, mit seiner Denkweise und seinen Handlungen. Und ich muss vorher wissen: Kann ich es ertragen, dass er nicht das will, was ich ihm auferlegen möchte?
[…]
In Deutschland wird immer nach Schuldigen gesucht. Es geht aber gar nicht um Schuld, es geht um Verantwortung. Es hilft doch niemandem, zehn Jahre darüber zu reden, was alles falsch gelaufen ist. Wir sollten jetzt darüber reden, was wir tun können.

Naiel Arafat, Psychiater und Traumatologe: Sie wollen gar keine Therapie. Sie wollen nur mit jemandem reden, der sie versteht.
HAZ, tomorrow
Ukrainische Flagge

Erinnerung an Oskar Schindler

Schwarz-Weiß-Portrait von Oskar Schindler
Oskar Schindler in Argentinien nach Ende des Zweiten Weltkrieges • Autor/-in unbekannt • Public domain

Oskar Schindler war eine schillernde Figur seiner Zeit. Als Spion fast hingerichtet und nur durch den Einmarsch der Hitlertruppen in die Tschechoslowakei dem Tod entgangen, in die NSDAP dann eingetreten, war überzeugter Nazi, Kriegsgewinnler mit seiner Emaillienfabrik, deren jüdische Vorbesitzer enteignet waren. Dazu Weiberheld und Säufer. Und nach dem Krieg versagte sein unternehmerisches Gespür in Argentinien und dann in der Bundesrepublik. Er war aus der öffentlichen Wahrnehmung fasst ganz verschwunden. Dieses kann auch mit dem in Deuschland gelebten Umgang mit der braunen Vergangenheit zu tun haben (Stichwort: Persil, „Unter den Talaren Muff von tausend Jahren.“ oder auch „Die Justiz ist auf dem rechten Auge blind.“).

Doch dann Steven Spielberg mit der Verfilmung von Schindlers Lebensabschnitt und der Rettung von 1200 Junden vor dem drohenden Tod durch die KZ-Vernichtungslager.

Sein Fokus richtet sich zunehmend darauf, seinen jüdischen Mitarbeitern zu helfen, sie zu schützen – ungeachtet aller Kosten und Gefahren. Er selbst äußerte sich dazu später nur knapp: „Was gibt es da zu sagen? Ich würde es immer wieder tun – denn ich hasse Grausamkeit und Intoleranz.“
…
In Brünnlitz wiederum müssen die Schindlers nicht nur die Unterbringung und Versorgung der Juden bezahlen, sondern auch die des SS-Wachpersonals – Schindlers neue Fabrik gilt formal als KZ-Außenstelle. Längst geben die Schindlers mehr Geld aus, als sie verdienen. Auf rund 26 Millionen Euro nach heutiger Kaufkraft werden Historiker später die Summe an Bestechungsgeldern und Extraausgaben beziffern.
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Schindler verbringt in den nächsten Jahren einen Teil seiner Zeit dort [in Israel], wird von „seinen“ Juden finanziell unterstützt. Auch wenn einige murren, Schindler werde das Geld wohl „wieder versaufen“ – die Mehrheit will ihm helfen. Moshe Bejski, einer der Überlebenden, sagt später über Schindlers Charakter: „Wäre er ein Durchschnittsmensch gewesen, wäre er sicher nicht fähig gewesen, das zu tun, was er für uns getan hat.“

HAZ, tomorrow

John Williams wollte den Soundtrack zu “Schindlers Liste” eigentlich nicht schreiben. “Steven, du benötigst einen besseren Komponisten, als ich es bin.” Daraufhin antwortete der Regisseur: “Ich weiß! Aber die sind alle tot.” So schritt er zur Tat und spielte es später Spielberg am Klavier vor und entschied sich auf dessen Anregung hin, den weltberühmten jüdischen Geiger Itzhak Perlman zu bitten, es für die Aufnahme einzuspielen

John Williams: Schindler's List Theme | Itzhak Perlman & Los Angeles Philharmonic (Gustavo Dudamel)

•••• Mit Klick auf die Abspielschaltfläche wird das Video im eingebetten IFrame gestartet. Das Vorschaubild kann schon auf diesem Blog vorhanden sein, so dass erst beim Abspielen eine Verbindung mit YouTube aufgebaut wird und Daten übertragen werden. ••••

John Williams: Schindler´s List Theme – Itzhak Perlman

„Wer auch immer ein einziges Leben rettet, der ist, als ob er die ganze Welt gerettet hätte“

aus dem Talmud

Ukrainische Flagge