Ulrich Siegmund will in Sachsen-Anhalt erster AfD-Ministerpräsident werden. Ob das gelingt, ist ungewiss. Aber: Wie radikal würde er regieren? Sein Werdegang und die Männer in seinem Umfeld geben darauf eine klare Antwort.
Noch lauter wird es, als Siegmund gegen die „Fake News“ vom Leder zieht und verspricht, als erste Amtshandlung den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. Nach seiner kurzen Rede kann er sich vor Selfies kaum retten und signiert reihenweise Spiegel-Cover mit seinem Foto drauf, zusammen mit der Überschrift: „Der gefährlichste Mann Deutschlands“.
Im Saal sitzt zudem Götz Kubitschek, der rechtsextreme Vordenker aus Schnellroda, den Siegmund zuletzt beim AfD-Bundesparteitag in Erfurt breit strahlend begrüßte, ihm auf den Rücken klopfte. Und der der taz erzählt, dass er im Austausch mit der Arbeitsgruppe gestanden habe, die das Wahlprogramm für Siegmunds AfD-Verband verfasst hat.
Martin Reichardt wird als Teil einer möglichen AfD-Regierung gehandelt. Sein frischer, modern-eloquenter Redestil ist glatt aus altem Nazi-Sprech kopiert.




I
