Zitat am Abend

Nach je­der ih­rer vier Wah­len zur Bun­des­kanz­le­rin im Deut­schen Bun­des­tag schwor An­ge­la Mer­kel die Ei­des­for­mel, dass sie ihre Kraft »dem Woh­le des deut­schen Vol­kes wid­men« und »Scha­den von ihm wen­den« wür­de. Es wäre nun un­red­lich, An­ge­la Mer­kel vor­zu­wer­fen, sie hät­te die­sen Eid ge­bro­chen. Es ist nur so, dass sie die Ei­des­for­mel in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten un­merk­lich um un­sicht­ba­re Fuß­no­ten oder ecki­ge Klam­mern er­wei­tert hat, die das wuch­ti­ge und be­din­gungs­lo­se Ver­spre­chen des Amts­eids im­mer vor­sich­ti­ger, mut­lo­ser und schwä­cher ha­ben klin­gen las­sen.

DER SPIEGEL 12/2021

Der Super-GAU „3/11“

Heute vor 10 Jahren. Wikipedia.de, Heise.de

Ich habe mir mal sagen lassen, dass die Notstromaggregate/USVen in den Kellergeschossen abgesoffen sind, da die Annahme war, eine Tsunamiwasserwelle werde niemals höher als die Schutzdämme sein. Leider ein fataler Irrtum.

Der Unfall im AKW Fukushima Daiichi wurde auf die höchste Stufe 7 „Katastrophaler Unfall“ auf der internationalen Meldeskala INES eingestuft, die bis dahin nur der Super-GAU von Tschernobyl im April 1986 erreicht hatte.

Heise.de

Der damalige Heise-Artikel zur Reaktorkatastrophe.

Aus der Debatte zur
energiepolitischen Neuausrichtung des Bundestages im Sommer 2011.

Steinmeier zitierte eine Bundestagsrede des früheren SPD-Abgeordneten Hans-Jochen Vogel vom 14. Mai 1986, drei Wochen nach dem Super-GAU von Tschernobyl: „Es ist […] ein Gebot der Vernunft, die Energiepolitik, insbesondere die Kernenergiepolitik, in der Bundesrepublik […] von Grund auf neu zu überdenken. […] Die Nutzung der vorhandenen Kernkraftwerke ist nur noch für eine Übergangszeit zu verantworten.“ Es habe 25 Jahre gedauert, bis die heutige Regierung an diesem Punkt angekommen seien, merkte Steinmeier an. „Das ist eine bemerkenswerte Lernkurve, Frau Merkel. Dazu gratuliere ich.“

Heise.de

Good morning America

Sonntag@HAZ, today

Amerika ist wieder in der Realität angekommen. Es kehrt Normalität ein, kein Twitter-Hasstiraden-Gewitter und Unwahrheiten. Nein, demokratischer Alltag. Früher einmal als langweilig vorschnell abgetan, aber lange Zeit sehr herbeigesehnt. Die Nachrichten aus dem Weißen Haus sind wieder planbarer geworden und dadurch auf eine beruhigende Weise auch etwas langweiliger.

Amerika, willkommen zurück in der Realität!

„Deutschland ist zu träge geworden“

Nur wenn der Wandel hin zu einer digitalen und klimaneutralen Wirtschaft gelingt, wird Deutschland auch in Zukunft zu den wichtigsten Industrienationen gehören. Dazu bedarf es einer entschlossenen Führung durch die Politik. Das heißt: aktiv gestalten statt nur verwalten. Was wir in der kommenden Legislaturperiode versäumen, werden wir nicht mehr aufholen können.

Olaf Scholz im HAZ-Interview, HAZ@this weekend