Noch ein Zitat zur Nacht

MAGA sind nicht die USA“, notierte dieser Tage Thomas Jäger, Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln, und postete einen Link, der auf Stephen Colbert verweist, den Moderator der „Late Show“ im Fernsehsender CBS, einen Mann mit Millionenpublikum.

Colbert gehört zu jenen, die die MAGA-Bewegung („Make America Great Again“) als alles andere denn als großartig empfinden. Die Riege, die Donald Trump um sich versammelt habe, versage jämmerlich, lautet Colberts Botschaft – auch und gerade dann, wenn man sie an ihren eigenen Ansprüchen messe. Zuletzt machte sich Colbert über die Chat-Affäre um versehentlich preisgegebene Daten bevorstehender amerikanischer Luftangriffe im Jemen lustig – in brillanter Weise, wie viele Zuschauer und Zuschauerinnen innerhalb und außerhalb der USA fanden.

HAZ am Sonntag
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Zitat am Morgen

»Das sind keine normalen Zeiten in unserer Nation«, sagte Booker während seiner Ausführungen. »Und sie sollten nicht als solche gehandhabt werden.« Innerhalb von nur 71 Tagen habe US-Präsident Donald Trump der Sicherheit der Amerikaner schweren Schaden zugefügt; außerdem der finanziellen Stabilität und den Grundfesten der US-Demokratie. »Es geht nicht um links oder rechts«, sagte Booker. »Es geht um richtig oder falsch.«

SPON
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Zitat zur Nacht

Igor Levit, Pianist: Ich habe 90 Prozent meines Telefonbuchs verloren.

Das Land verlassen möchte Igor Levit jedenfalls nicht. Kurz habe er mal darüber nachgedacht, sein Bundesverdienstkreuz zurückzugeben, dann sei er durch begeisterte Zuhörer bei einem Konzert aber wieder davon abgekommen. Solche Menschen, die ihn nach Konzerten begeistert feiern würden, seien eben auch Deutschland. Und: „Ich bin auch dieses Land.“
Info Am 25. Mai gibt es

Igor Levit im Schauspiel Hannover in der Reihe „Wir müssen reden“, HAZ, today
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Pack den Ami bei den Eiern#5

Hakeem Jeffries, Mehrheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus: Hegseth ist der am wenigsten qualifizierte Verteidigungsminister in der amerikanischen Geschichte.

Im Chat-Skandal geht es nicht allein um die versehentliche Beteiligung eines Journalisten an einem Gedankenaustausch in der Regierung. Die Beteiligten an der Chat-Gruppe – allen voran der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz, Hegseth und Vizepräsident J.D. Vance – werden in den anstehenden Anhörungen im Kongress vor allem erklären müssen, warum sie überhaupt den für alle Welt zugänglichen Messengerdienst Signal genutzt und damit auf die speziell verschlüsselten Systeme ihrer Regierung verzichtet haben. Das Verteidigungsministerium selbst warnt in internen Memos vor der Nutzung von Signal und verweist auf Risiken durch russische Hacker.

HAZ, today

Hegseth ist Fernsehmoderator. Impulsiv, inkompetent und fachlich für die sehr sensible Aufgabe eines Verteidigungsministers der Vereinigten Staaten von Amerika nicht geeignet. Zudem gibt es den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen ihn.

Betroffen sind der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz, Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Mobilnummern, teilweise verknüpft mit Messengerdiensten oder Social-Media-Konten, E-Mail-Adressen, zugehörige Passwörter – das alles findet sich öffentlich abrufbar im Netz, aufzufinden über kommerzielle Personen-Suchmaschinen oder Leaks von Kundendaten.
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»Es ist absolut verstörend zu sehen, wie wenig sich hochrangige US-Regierungsvertreter um die Sicherheit ihrer Kommunikation zu scheren scheinen«, sagt unser Investigativ-Koordinator Jörg Diehl. »Für ausländische Nachrichtendienste muss diese Unprofessionalität ein einziges Fest sein. Selten wohl war es für sie leichter, an sensibelste Informationen zu gelangen.«

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