Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Herrhausen
Nach der Ermordung Herrhausens rief der Vorstand der Deutschen Bank die Mitarbeiter für den 1. Dezember 1989 zu einem Trauermarsch durch die Frankfurter Innenstadt auf. Über zehntausend Menschen beteiligten sich zur Mittagszeit daran, neben Beschäftigten weiterer Banken auch die Vorstandsvorsitzenden der Dresdner Bank und der Commerzbank sowie Politiker. Am 4. Dezember kam es zu einem Schweigemarsch durch Düsseldorf, an dem rund 3.000 Personen teilnahmen. Für Herrhausen wurde am 6. Dezember 1989 eine Totenmesse im Frankfurter Dom abgehalten, an der die politische Führung der Bundesrepublik teilnahm, darunter Kanzler und Präsident sowie Amtsvorgänger, Mitglieder des Bundeskabinetts, Ministerpräsidenten, Henry Kissinger und Wirtschaftsführer. Pater Augustinus leitete die Messe. Horst Burgard hielt als dienstältestes Mitglied des Deutsche-Bank-Vorstands auf Bitte der Witwe die Trauerrede.[111] Herrhausen ist auf dem Waldfriedhof in Bad Homburg vor der Höhebegraben.[51]

Aktueller denn ja

Martin Niemöller (1952) • J.D. Noske / Anefo • CC0
Habe ich geschwiegen
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Eine gute Nachricht des Tages
Der Deutsche Michel

In Wiesbaden zu 25 Jahre Deutsche Einheit – also vor 10 Jahren in 2014. Etwas zum Deutschen Michel, der ja schon ein hohes Alter hat.

Zitat am Abend
Einer der letzten Funksprüche der Armia Krajowa, der kurz vor der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes aufgefangen wurden, endete mit folgenden Worten: „Ein Volk, in dem solche Tapferkeit lebt, ist unsterblich. Denn jene, die starben, haben gesiegt, und jene, die leben, werden weiterkämpfen…“
Der Warschauer Aufstand der „Heimatarmee“ begann am 1. August 1944.

Dietmar Nietan ist der Polen-Beauftrage der Bundesregierung.
Der Artikel beim Vorwärts.

Zitat am Nachnittag

Viele klammerten sich in dieser Situation in irrationaler Weise an Hitlers endzeitliches Gefasel vom Endsieg. Wer gegen Hitler vorging, war folglich ein Verräter. Interessanterweise setzte sich diese Denkweise nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Westen noch Jahrzehnte fort. Widerständler sprachen nicht über ihren Widerstand – oder wurden als Verräter verachtet. Und alte Nazis durften sich als Opfer gerieren.
HAZ am Sonntag

Zitat am Morgen

Opposition gegen die gewählte Regierung und gegen Mehrheitsentscheidungen innerhalb der rechtsstaatlichen Demokratie dürfe „nicht mit Widerstand gegen eine totalitäre Diktatur gleichgesetzt oder verwechselt werden“. Die Stiftung verwahre sich „explizit gegen die Verdrehung des Widerstandsbegriffs, wie er durch rechtspopulistische radikale Gruppierungen und Teile der AfD praktiziert wird“, sagt Riedesel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
[..]
Bei einer Demonstration in Chemnitz am Mittwochabend gegen das „Compact“-Verbot bezeichnet ein Teilnehmer die Bundesinnenministerin als „Faschistin“, die Polizei als „SA“ und fordert, man müsse Politiker „standrechtlich erschießen“. Es ist anscheinend keine Minute zu spät in diesem krisenhaft verstörten Land, dass der Widerstandsbegriff wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird.
HAZ, today

Sich erhöhen und auf andere runterschauen.
Das passiert jeden Tag, überall auf der Welt, aber wir Deutsche haben ein Patent darauf – seit 1933.

Zitat am Abend

Das Massaker von Oradour-sur-Glane war das – bezogen auf die Zahl der Opfer – verheerendste Kriegsverbrechen, das deutsche Soldaten während des Zweiten Weltkriegs in Westeuropa an der Zivilbevölkerung verübten. Binnen weniger Stunden töteten rund 150 Angehörige einer Einheit der Waffen-SS insgesamt 643 Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes. Sie zwangen die Männer in Scheunen und erschossen sie; dann zündeten sie die Kirche an, in der sie zuvor Frauen und Kinder zusammengetrieben hatten.
HAZ am Sonntag
