Mauer

Heute vor 59 Jahren noch immer aktuell, denn die Verleugner und Weglüger werden leider nicht weniger. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"

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„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“

Die Journalistin Annamarie Doherr von der Frankfurter Rundschau hatte dort damals die Frage gestellt:

„Ich möchte eine Zusatzfrage stellen. Doherr, Frankfurter Rundschau: Herr Vorsitzender, bedeutet die Bildung einer freien Stadt Ihrer Meinung nach, dass die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird? Und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allen Konsequenzen Rechnung zu tragen?“

Walter Ulbricht antwortete:[26]

„Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? Mir ist nicht bekannt, dass [eine] solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft dafür voll ausgenutzt wird, voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

Quelle: Wikipedia

Starke Frauen

Hamilton neben Ausdrucken der Apollo-Flugsoftware (Bildausschnitt) * Public Domain

Margaret Hamilton geb. Heafield ist eine US-amerikanische Informatikerin und Mathematikerin. Sie war Direktorin der Softwareentwicklungs-Abteilung des Instrumentation Laboratory (jetzt Draper Laboratory) am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo die On-Board-Flugsoftware für das Apollo-Raumfahrtprogramm entwickelt wurde. Die Entwicklungen Hamiltons und ihres Teams am MIT verhinderten 1969 den Abbruch der Apollo-11-Mondlandung. Drei Minuten, bevor die Landefähre die Mondoberfläche erreichte, wurden mehrere Computerwarnungen ausgelöst. Der Computer wurde von den eingehenden Daten überlastet, weil das für die Landung nicht erforderliche Rendezvous-Radar-System einen Zähler aktualisierte, was unnötig Rechenzeit verbrauchte.

Wikipedia.de

Die dritte Schuld

Die erste Schuld während des Nazi-Regimes ist die industriellen Ermordung von Millionen Juden und anderen Menschen, die aus dem Rassenwahnraster der Nazis fielen.

Die zweite Schuld begann in der jungen, aufstrebenden Bundesrepublik, die von Ralph Giordano so beschrieben wurde: „Jede zweite Schuld setzt eine erste voraus hier: die Schuld der Deutschen unter Hitler. Die zweite Schuld: die Verdrängung und Verleugnung der ersten nach 1945“, so Giordano, der die zweite Schuld 1987 als „den großen Frieden mit den Tätern“ bezeichnete.

Die „dritte Schuld“ im Kontext mit Auschwitz ist die Gedankenlosigkeit über statt mit Juden zu sprechen in der Art eines Gutmenschen. Eben das Unwesen, über Juden zu befinden diesmal nicht aus Vernichtungswillen, sondern aus vermeintlich hehren Motiven. Es ist das Reden „über“ Juden, darüber, was Antisemitismus ist oder was nicht: Die Täterkinder oder mittlerweile die Täterenkel und auch schon -urenkel nehmen den Nachfahren der Opfer die Deutungshoheit über die eigene Vernichtungsgeschichte.

Das Mädchen mit dem roten Mantel aus „Schindlers Liste“ im Warschauer Ghetto. John Williams wollte den Soundtrack zu „Schindlers Liste“ eigentlich nicht schreiben. „Steven, du benötigst einen besseren Komponisten, als ich es bin.“ Daraufhin antwortete der Regisseur: „Ich weiß! Aber die sind alle tot.“ So schritt er zur Tat und spielte es später Spielberg am Klavier vor und entschied sich auf dessen Anregung hin, den weltberühmten jüdischen Geiger Itzhak Perlman zu bitten, es für die Aufnahme einzuspielen.


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Itzhak Perlman spielt Schindlers Liste

Der 27. Januar ist der internationale Gedenktag der Oper des Holocaust. http://auschwitz.org/en/visiting

Inspiriert durch und zitiert aus Sonntag, dem Wochenendteil der HAZ vom 25./26.01.2020

Steinmeier zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Bundespräsident Steinmeier spricht in Yad Vashem

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Steinmeier spricht in Yad Vashem

Die bösen Geister zeigen sich heute in neuem Gewand.

Ich wünschte, sagen zu können: Wir Deutsche haben für immer aus der Geschichte gelernt, aber das kann ich nicht sagen, wenn Hass und Hetze sich ausbreiten.

Natürlich: Unsere Zeit ist nicht dieselbe Zeit. Es sind nicht dieselben Worte. Es sind nicht dieselben Täter. Aber es ist dasselbe Böse. Und es bleibt die eine Antwort: Nie wieder! Niemals wieder! Deshalb darf es keinen Schlußstrich unter das Erinnern geben.