160.000 gegen Friedrich Merz und die AfD: So war die Demo in Berlin

Bei einer der größten Demonstrationen der vergangenen Jahre sind am Sonntag in Berlin mehr als 160.000 Menschen auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die Zusammenarbeit von CDU-Chef Friedrich Merz und der AfD. Zu den Rednern gehörte auch ein ehemaliges CDU-Mitglied.

Vorwärts

Wählen kann Leben retten!
Ukrainische Flagge

Zitat zur Nacht

Es wäre wichtig, einen zuversichtlichen und einen optimistischen Blick auf Deutschland und seine Möglichkeiten zu richten und nicht den Eindruck zu erwecken, wir wären wirtschaftlich kurz vor einem Schwellenland auf irgendeinem anderen Kontinent.

Merz hat es seiner Partei mit seiner Öffnung zur AfD extrem schwer gemacht, nach der Bundestagswahl Partner zu finden. Er hat sein Wort gebrochen. Ich bin dennoch davon überzeugt, dass die demokratischen Parteien nach der Bundestagswahl so zügig, wie es irgendwie geht, Mehrheiten finden müssen, um eine Regierung zu bilden. Die Frage ist, ob es eine Regierung geben kann mit Herrn Merz. Die Union hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Aber sie hat jetzt auch ein Merz-Problem.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) über die Gefahren des Populismus, HAZ, tomorrow

Wählen kann Leben retten!
Ukrainische Flagge

Noch ein Zitat am Abend

Heinrich Bedford-Strohm, früherer EKD-Ratsvorsitzender: Man macht nicht gemeinsame Sache mit denen, die der Menschenwürde ins Gesicht schlagen, Punkt.

SPD-Kanzler Olaf Scholz sagte, für viele CDU-Parteichefs vor Merz wie Konrad Ade­nau­er, Helmut Kohl oder Angela Merkel sei immer zen­tral gewesen, „dass man nicht mit den ex­tre­men Rechten zusammenarbeitet“, so der SPD-Politiker am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Hamburg. Merz sei dagegen nicht zu trauen, wenn er nach den gebrochenen Versprechungen „jetzt sagt, er würde nicht eventuell auch mit den Stimmen der AfD versuchen, sich in ein Amt wählen zu lassen“. Das sei nicht mehr auszuschließen.

HAZ, tomorrow

Wählen kann Leben retten!
Ukrainische Flagge

Zitat am Abend

„Wir dürfen uns unserer historischen Verantwortung niemals entziehen“, fordert Bas. Und stellt eine alles entscheidende Frage an jeden und jede in diesem Land: „Was bin ich bereit zu tun?“

Haben wir aus unserer leidvollen Geschichte gelernt? Wie steht es um die persönliche Courage, trotz des Schocks über die Mordtaten von Männern, die in Deutschland Schutz bekommen haben, den Rechtsstaat gegen Rechtspopulisten zu verteidigen? Im Alltag, in der Nachbarschaft, im Freundeskreis, in der Familie.

Schwarzman hat den Teufel gesehen. Aber der alte Herr, der ins Land der Mörder der Juden zur Versöhnung kommt, hat zum Teufel eine Botschaft: „Wir überschätzen ihn sehr.“

HAZ am Sonntag

Wählen kann Leben retten!
Ukrainische Flagge

Noch ein Zitat am Nachmittag

Luisa Neubauer über den Stellenwert der Klimakrise im Bundestagswahlkampf: Man möchte die Menschen offenbar für dumm verkaufen.

Der Baggersee, zu dem man immer gefahren und der jetzt ausgetrocknet ist. Der schöne Strand, an dem man sich verlobt hat, der auf einmal abgetragen ist. Es geht gar nicht nur um die monumentalen Katastrophen, sondern um die vielen, vielen kleinen Katastrophen, die uns in eine Realität katapultieren, für die wir gar nicht gemacht sind.
[…]
Sie ist längst in den Köpfen der meisten Menschen angekommen, auch wenn das einige von der CDU nicht wahrhaben wollen.

HAZ am Sonntag

Wählen kann Leben retten!
Ukrainische Flagge

Zitat am Nachmittag

„Ich war genauso groß wie die deutschen Schäferhunde, ich konnte ihnen bei meiner Ankunft in Auschwitz in die Augen sehen“, erzählte die Überlebende Tova Friedman, die im Alter von fünf Jahren mit ihrer Mutter in das Lager verschleppt wurde. Das Mädchen wurde Zeugin, wie jüdische Kinder aus der Baracke nebenan in die Gaskammer geschickt wurden. „Ich dachte: Das ist normal. Wenn du jüdisch bist, musst du sterben.“

HAZ am Sonntag

Wählen kann Leben retten!
Ukrainische Flagge