Zitat am Morgen

Zutat zu 2 Stunden Informatik ab neuem Schuljahr in Niedersachsen

HAZ, today

Informatik kommt in die Schulen als Pflichtfach. Wie immer ist dabei die unterschiedlichen Interessenlagen zu sehen: Auf der einen Seite der Wunsch nach „Stöckelschuhausbildung“ (Office-Geklimper eines Westküstensoftwareanbieters) und auf der andern Seite etwa Algorithmik, Internet und Hardware. Klar, Informatik ist schnelllebig. Wer aber nicht die Basics verstanden hat, wird die Zukunft eh nie verstehen.

Die klassischen Sortieralgorithmen unter COBOL gelehrt, ist in diesem Zusammengang kein Anachronismus, sondern praktische Informatik mit Sortieralgorithmen und einer einfachen prozeduralen Sprache Dass daneben auch Apps-Entwicklung mit MVC-Pattern, MFA zur Zugangsbeschränkung und ein modernes Backend betrachtet und in Ansätzen entwickelt werden kann, steht außer Frage. Die Apps-Entwicklung dann sicher per Flutter erfolgen, damit nicht die Hardware-Barriere Apple im Weg steht.

Ich selber hatte Informatik damals ab der 9. Klasse als Wahlfach und im Abi als P4 (2. mündliche Prüfungsfach). Wir waren der erste Abi-Jahrgang 1989, der Informatik im Ani haben durfte. Zu Beginn des Kurssystems war die Kultusministerentscheidung noch offen, so dass wir auch ein „normales“ P4-Fach belegen mussten. Unser Informatikbuch in der Oberstufe war übrigens:

Buchcover Niklaus Wirth Algorithmen und Datenstrukturen: Pascal-Version
Ukrainische Flagge

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Schwarz-Weißbild aus der Luft des Atompilz von „Little Boy“ über Hiroshima (6. August 1945) von dem amerikanischen Soldaten George R. Caron fotografiert.
Atompilz von „Little Boy“ über Hiroshima (6. August 1945) • George R. Caron • Public domain

Es jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima heute und am 09.08. auf Nagasaki durch die US Armee zum 78. Mal. auf das faschistoide Japan. Sehr, sehr viel Elend und Leid brachte dieser Realrest von Oppenheimer’s deadly toy. Die Amerikaner öffneten die Büchse der Pandora für einen Echttest der schlimmsten Waffengattung, die die Menschheit bis jetzt ersonnen hat.

Die Japaner lagen de facto am Boden. Der große Bruder Nazideutschland war längst platt, besiegt und hatte kapituliert. Die Amis hätten in einer punktgenauen Special Forces Luftlandeaktion den Kaiser liquidieren und so Japan in die Knie zwingen können. Oder einfach aushungern – ist ja eine Insel, wenn man nicht mit konventioneller Kriegsführung das sehr daniederliegende Inselvolk besiegen wollte.

Es mußte das Ausprobieren des Hyperwaffe sein. Die kleinen Tests in Nevada zeigten ja nicht, wie gut sich damit auf einen Schlag, Gegner, Zivilisten und alles, was dort war, vaporisieren ließ. Auch die Zerstörung der Infrastruktur läßt sich in einer kleinen amerikanischen Wüste nicht simulieren.

100.000 Menschen sofort tot, von sehr vielen gab es nicht mal mehr Spuren, einige wenige „fand“ man als „Schatten“ danach an noch vorhandenen Mauern. 130.000 Menschen starben bis Ende 1945. Wer das „Glück“ hatte entsprechend weit vom Einschlagspunkt zu sein, konnte wegen der Strahlenschäden Krebs und andere todbringende Krankheiten bekommen. Bis heute kommt es zu Genschäden bei Nachkommen und daraus resultierenden Krankheiten. Die nach wie vor gegebene Strahlenbelastung einmal nicht betrachtet.
Ukrainische Flagge