Heise Elektronische Patientenakte: „Für Datensicherheit bleibt kaum Zeit.“
Ein schon älteres Interview zur ePA und dem Gesundheitsdatenraum mit Bianca Kastl, die beruflich digitale Infrastrukturen im öffentlichen Gesundheitswesen betreut und kritisch hinterfragt, was zu ihren beruflichen Aufgaben gehört.
So schön im Sinne von klar darstellend ist Opt-in und -out von ihr skizziert. Auch der Rest zur baldig live gedtellten ePA lohnt, gelesen zu werden.
Da fiel mir der Artikel Schutz vor Luftangriffen: Keine brauchbaren Bunker mehr in Hannover der Wochenendausgabe der HAZ in die Finger.
Dass die Bunker nicht mehr wirklich zum Zivilschutz geeignet sind, habe ich schon live im letzten Jahrtausend gesehen. In dem einen in Misburg bunkern die Parteien ihre Wahlkampfsachen. Meint: Der Bunker war damals schon voll voll.
Was interessant für mich war, ist die Tatsache, dass Hannover über 4 Atombunker verfügt. Gerechnet an der Bevölkerung von 1990 hätten darin 1,77% der hannoverschen Bevölkerung Schutz gefunden. Bei den konventionellen Bunker waren es ca. 7,5%.
Bei einem interstellaren Angriff wären obige Angaben sicher Makulatur gewesen. Dennoch muss festgehalten werden, dass es sich bei den Extraterrestrischen um approximierte Erwartungswerte handelt, denn die Menschheit hat noch keine derartigen Kriege erlebt – sicher ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da wir eben eh schon so viel Bombenpier haben, um den blauen Planeten mehrfach amtlich korrekt aus zu löschender.
In diesem Kontext entstand auch der Begriff „Snapchat-Dysmorphie“ – eine Kombination aus der Körper-wahrnehmungsstörung „Dysmor-phie“ und der Filter-Ursuppen-Plattform „Snapchat“ ‚. Betroffene beschäftigen sich stundenlang intensiv mit angeblichen Schönheits-makeln. Sie werden mit Psychotherapie und teilweise Antidepressiva behandelt. … „Wenn sich alle an einem Schönheitsideal ausrichten, ist das eine große Verein-heitlichung“, sagt Petra Grimm, Professorin für Medienwissenschaft und Leiterin des Instituts für Digitale Ethik in Stuttgart. „Die Differenzierung und Individualität, die uns diese Technologie eigentlich ermöglichen würde, wird dadurch außer Kraft ge-setzt.“
Wir haben uns auf verschiedensten Wegen die Identitäten der Patientinnen und Patienten besorgt (…), wir haben uns auf verschiedensten Wegen die Praxisidentitäten besorgt (…) und damit hatten wir wirklich alles beisammen, um auf (…) alle 70 Millionen Akten zuzugreifen.“
Was Kastl und Tschirsich auf der CCC-Bühne demonstrierten, war ein Angriff auf die privatesten Daten, die Mensch überhaupt haben: die eigenen Gesundheitsdaten. Die beiden Hacker haben diese Angriffe ausprobiert, um Sicherheitslücken aufzudecken – doch schon bald könnten die Schwachstellen auch von Kriminellen ausgenutzt werden. .. Der Chaos Computer Club kommt angesichts der Erkenntnisse zu einem vernichtenden Urteil. Der Verband fordert ein „Ende der EPA-Experimente am lebenden Bürger“.
HAZ, tomorrow
Chapeau! CCC, denn schon vorm Start der elektronischen Patientenakte einen Supergau-Hack. Das zeigt wieder einmal und sehr erwartet: Security made in Germany sucht ihresgleichen in der internationalen IT-Landschaft.
Wenn es nicht so extrem bitter wäre, würde ich glatt drüber lachen.
Dieses Frühjahresfoto von gestern Morgen zeigt einen Blick in das noch zärtlich junge Jahr 2025.
Im Prinzip sind alle Elemente eines normativ-normalen Durchschnittsjahr in den 2000er Jahren dieses Jahrtausends vorhanden.
Es ist der hell bis mittelblaue Himmel, der ein „Wir schaffen das alles“ suggeriert und eine unbequeme Wahrheit geschickt ausblendet.
Dann kommt rechts oben einrahmend oder in anderen Worten gesprochen: Geländegewinne generierend, ein harter schwarzer Bereich, der für eine Operation Z steht, die von immer mehr Despoten und Diktatoren (wohl auch solche aus der Neuen Welt, die sich anschicken, so zu werden) als ultra dark Pattern genutzt wird. Der Treppenwitz am Rande: Die Quellsprache bietet den letzten Konsonanten (im Deutschen) gar nicht an.
Als Gegenspieler ist links das Licht (der Erleuchtung, der Ewigkeit, der Erlösung?) zu sehen. Realitätsecht ist es sehr viel deutlich kleiner als der vorab skizzierte dunkle Bereich rechts.
Möge dennoch 2025 die Chance erhalten, vieles gut, besser zu machen!
Wieder einmal am Jahresbeginn ein “Prosit Neujahr!”, wie es auch die Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti in die Welt hinaus senden. Mögen mir die 2/3 User, die Poweruser aus Down Under (z.T. in der alten Welt) und der Neuen Welt auch mit hinein gerechnet, gewogen bleiben. Auch das Jahr 2025 hat die Chance, ein friedvolleres, gesünderes, glücklicheres und vielleicht besseres zu werden. Geben wir ihm eine Chance. Die geneigten Leser werden erkennen können, dass die Site Impressions um ca. 1,5 Million gesunken sind. Das macht aber nichts und ist kein Beinbruch, denn das Blog war, ist und bleibt werbefrei, so dass etwaige Media Data nur dem eigenen Ego frönen – mehr nicht.
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