Zitat zur Nacht

Karl Lauterbach, SPD-Politiker: Die Bereitschaft zur Gewalt gegen Politiker, die Finanzierung und die Verfügbarkeit von Waffen haben sich ausgeweitet

>Dass die reale Gewalt gegen Politikerinnen und Politiker zunimmt, ist vielfach belegt. Zuletzt hatte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen rund 1500 von ihnen von der kommunalen Ebene bis zur Bundespolitik für eine Studie befragt. Mehr als 60 Prozent gaben an, schon einmal Gewalt erfahren zu haben. Jeder Fünfte teilte mit, das eigene Verhalten daraufhin geändert zu haben. Dazu gehört der Rückzug von öffentlichen Veranstaltungen oder aus Wahlkämpfen. Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, hat immer wieder darauf hingewiesen, dass sich daraus in der Summe eine Gefahr für die Demokratie insgesamt ergebe – wenn sich immer weniger Menschen bereitfänden, politische Verantwortung zu übernehmen.

HAZ, tomorrow
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Zitat am Morgen

Der 9. November steht für drei einschneidende Ereignisse in der deutschen Geschichte: 1918 rief in Berlin Philipp Scheidemann die Republik aus, 1938 setzten die Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht Synagogen und andere jüdische Einrichtungen in Brand und drangsalierten und ermordeten Jüdinnen und Juden, 1989 fiel die Mauer in Berlin.

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Zitat am Nachmittag

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einer Matinee zum 9. November im Schloss Bellevue zur Verteidigung der Demokratie in Deutschland aufgerufen. »Nie in der Geschichte unseres wiedervereinten Landes waren Demokratie und Freiheit so angegriffen«, sagte Steinmeier in Berlin. Diese seien aktuell vor allem bedroht »durch rechtsextreme Kräfte, die unsere Demokratie angreifen und an Zustimmung in der Bevölkerung gewinnen«.

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Zitat am Nachmittag

Gauck übte zugleich Kritik am Vorgehen der Regierung unter Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Gaza. »Natürlich war Israels Verteidigung nach den mörderischen Attacken der Hamas am 7. Oktober gerechtfertigt, aber die Art der Kriegsführung überschreitet das Maß dessen, was ich akzeptieren kann«, sagte das ehemalige deutsche Staatsoberhaupt. Er würde in Israel gern Freunde treffen. »Aber insbesondere die Parteien am rechten Rand, auf die sich Netanyahu stützt, mit einer arroganten Sicht auf die palästinensische Bevölkerung, erzeugen bei mir einen solchen Widerwillen, dass ich froh bin, nicht hinfahren zu müssen.«

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