„ICE is the new Gestapo.“

„ICE is the new Gestapo.“


HAZ, today

»Auch wenn das für die verarmte Bevölkerung Venezuelas wahrscheinlich besser wäre, ist es nicht Sache der USA, militärisch für einen Wechsel zu sorgen. Damit wird nun endgültig das Recht des Stärkeren in der Weltordnung etabliert, ganz sicher zur Freude von Wladimir Putin, der sich nun in gewisser Weise bestätigt fühlen darf: Warum soll er die Ukraine nicht überfallen dürfen, wenn die USA Venezuela überfallen?«
Es kommt alles wieder. Wie 33. Das wird in diesem Land nicht aufhören.
Ku’damm 63


Die Ukraine lehnt hingegen einen einseitigen Rückzug ab und könnte sich allenfalls mit der Lösung einer entmilitarisierten Zone in dem umstrittenen Raum zufriedengeben – wenn Russland seine Truppen ebenfalls entsprechend zurückzieht. Aus dem Kreml gibt es derzeit keine Signale dafür, dass Putin dazu bereit ist. Im Gegenteil: Der 73-Jährige hatte zuletzt mehrfach öffentlich erklärt, an seinen Kriegszielen festzuhalten und diese notfalls auch militärisch durchzusetzen. Verbunden ist dies mit der Drohung, in dem Fall die Forderungen für einen Friedensschluss noch zu verschärfen.
HAZ, tomorrow

…Republikaner (handverlesene) sind auch Menschen:
Der Gescholtene konterte auf X, wie der britische »Guardian« berichtet . »Stell dir vor, du feierst Weihnachten mit deiner Familie … plötzlich attackiert dich der mächtigste Mann der Welt … dafür, dass du dein Wahlversprechen einhältst, den Opfern helfen zu wollen.«
Unter dem Post bat Massie darum, ihn mit Spenden zu unterstützen. Der Aufruf wirkte offenbar – schon in den ersten zwei Stunden nach Massies Post gingen etliche Zuwendungen ein, ein User schrieb, er habe zum ersten Mal für einen Republikaner gespendet.



Macron protestiert – Merz schweigt
Die US-Regierung hat die Geschäftsführerinnen von HateAid, Josephine Ballon und Anna-Lena von Hodenberg, mit Einreiseverboten belegt. Das sorgt für Kritik – aber nicht überall
Die faschistoide Fratze zeigt sich immer deutlicher bei den Vereinigten Staaten vom Amerika. Es wird wohl nicht mehr lange dauern bis der Artikel 5 des NATO-Vertrag eigentlich ausgelöst wird. Das Problem wird aber sein, dass das diktatorisch Amerika einen verbündeten NATO-Partner angeeift, so dass die Europäer auf sich alleine gestellt sein werden und endlich Einigkeit und Entschlossenheit zeigen müssen.

Vom deutschen Außenminister Johann Wadephul hieß es: »Die durch die USA verhängten Einreiseverbote, darunter gegen die Vorsitzenden von HateAid, sind nicht akzeptabel.« Der von der Regierung der USA kritisierte Digital Services Act (DSA) in der Europäischen Union stelle sicher, »dass alles, was offline illegal ist, auch online illegal ist«.
FALSCHGELD – eine Geheimwaffe im 2. Weltkrieg
„BLÜTEN“ der Hahnemühle so gut wie die englischen Originale
– Damals vor 50 Jahren – Erinnerungen eines Zeitzeugen von Hans Hoffinger, Dassel
GELD ALS MACHT, GELD ALS WAFFE
„Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts“ lautet ein bekanntes Sprichwort, und um Geld – sprich Besitz, Vermögen und Macht – wurden und werden viele Verbrechen begangen.
Dies ist auch das Thema meines Berichtes, welches von Geld – in diesem Falle von Falschgeld – handelt, das vor 50 Jahren im letzten Weltkrieg eine nicht unbedeutende Rolle spielte.
PAPIER – EIN INTERESSANTES MEDIUM
Seitdem man vor 600 Jahren in Europa mit der Herstellung von Papier begann, ist dieses Medium auf der ganzen Welt eines der grundlegenden Kulturmittel geworden.
Ob als Brief zwecks persönlicher Mitteilung, als Schriftstück, Dokument, Buch oder Urkunde, wird Papier nach Beendigung der früher üblichen Münzwährung auf der ganzen Welt von allen Staaten in bedruckter Form und mit umfangreichen Sicher-heitsmerkmalen ausgerüstet, als gesetzliches Zahlungsmittel genutzt.
So bleibt es natürlich nicht aus, daß immer wieder und überall versucht wird, dieses Zahlungsmittel zu fälschen, um ohne große Anstrengung in den Besitz von Vermögen zu gelangen.
Jedes gesetzliche Zahlungsmittel ist somit der Staatsautorität unterworfen und das Herstellen und die Verbreitung von Münzen und Geldscheinen ist deshalb eine schwere Straftat, wenn es von nicht dazu autorisierten Institutionen oder Personen vorgenommen wird.
Daher war es in der Geschichte bislang in dieser Form und in diesem Umfang einmalig, daß ein Staat im Krieg mit einer anderen Macht als wirkungsvolle Geheimwaffe mit Falschgeld dessen Währung zu erschüttern versuchte, um das Kriegsgeschehen für sich günstig zu beeinflussen.
HITLERS „VERGELTUNGSWAFFE FALSCHGELD“
Bereits im Jahre 1940 reifte bei den Nazigrößen, vorallem bei Heinrich Himmler, dem Reichsinnenminister und obersten Führer der SS, bei Reinhard Heydrich und
später Ernst Kaltenbrunner, den Chefs des Reichssicherheitshauptamtes in Berlin der Plan, englische Banknoten in großen Mengen nachzumachen, um die Währung dieses Feindes zu erschüttern und so den Krieg gegen England durch einen „Feld-zug mit anderen Waffen“ zu gewinnen.
EINE BEDROHLICHE, PERSÖNLICHE ENTDECKUNG
Da ich selber unbeabsichtigt mit dieser damaligen „Geheimwaffe“ konfrontiert wurde und durch meinen ersten Kontakt mit diesem Medium Falschgeld zum Mitwissenden wurde, wenn auch bis zum Kriegsende unerkannt, blieb dieses Erlebnis aus der Kriegszeit und meiner Jugend bis heute in lebhafter Erinnerung, zumal ich später mit den Hauptakteuren des „Unternehmens Bernhard“, wie man vertraulich und insgeheim diese Aktion nannte, jahrelangen engen persönlichen Kontakt hatte.
Durch Hitlers befohlenem „Totalen Krieg“ wurde im Herbst 1944 die Handelsschule, die ich besuchte, geschlossen, um jede Arbeitskraft für den „Endsieg“ einzusetzen.
In der nahegelegenen Büttenpapierfabrik Hahnemühle in Dassel im Kreise Einbeck Es war zwischen Weihnachten und Silvester 1944, als ich zur Reinigung der Rund-sieb-Büttenpapiermaschine eingesetzt wurde. Die Trockenzylinder der Maschine waren genügend abgekühlt und die sonst wegen Geheimauftrags bestehenden strengen Sicherheitsmaßnahmen durch Maschinenstillstand aufgehoben. So kroch ich zur Säuberung zwischen die Zylinder und Trockenfilze und entdeckte dort einen heruntergerutschten getrockneten Papierbogen, der auf acht aufgeteilten zusammenhängenden kleinen Feldern über und über mit komplizierten Wasserzeichen bedeckt war. Ich las in jedem der acht Abschnitte als durchsichtiges Wasserzeichen: „BANK OF ENGLAND“,
„TWENTY“ und „20“. Ich machte mir darüber meine Gedanken und zog daraus den richtigen Schluß, daß ich das große Geheimnis entdeckt hatte, nämlich die hier unter größter Geheimhaltungsstufe stehende Aktion der Falschgeldproduktion von englischen Banknoten. Denn alle mit dieser Aufgabe betrauten Mitarbeiter waren unter Androhung der Todesstrafe zur äußersten Verschwiegenheit verpflichtet worden. Und somit wußte niemand der übrigen Beschäftigten etwas von dieser Als ich gerade den herrlichen, einmaligen Fund zusammenfaltete, um ihn einzu-stecken, hatte der hinzukommende Maschinenführer mir blitzschnell den Papier-bogen entrissen.
Er brachte den Bogen zur Werksleitung, ohne meinen Namen und die Fundumstände zu melden, denn der Maschinenführer war ein Kollege meines Vaters, welcher in der anderen 12-Stunden-Schicht an der gleichen Maschine mit derselben Aufgabe betraut war, die handgeschöpften Papierbogen maschinell zu trocknen.
Mein Vater, selbst zum vereidigten Personenkreis gehörend, bat mich inständig, mit niemandem darüber zu sprechen, da wir sonst um unser Leben fürchten müßten.
Uns waren ja zu dieser Zeit die rigorosen und menschenverachtenden Methoden der Gestapo und der SS nicht mehr unbekannt.
Im letzten Kriegsjahr 1945 wurde bis Anfang April in der Hahnemühle gearbeitet, einschließlich der Geheimsache Pfundnotenpapier, bis das Kriegsgeschehen und das Heranrücken der alliierten Armee den Stillstand erzwang.
In den letzten Kriegstagen kam ich nun zum zweitenmal mit dem „besonderen“ Papier in Berührung, als wir mit ansehen konnten, wie die vielen fertigen falschen Banknoten-Papiere im Kesselhaus ein Fraß der Flammen wurden.
Das große Geheimnis war nun für alle gelüftet.
Die englischen Offiziere, denen wir die Papierfabrik nach der Wiederaufnahme der normalen Papierproduktion nach Kriegsende zeigten und ihnen von dem Geheim-unternehmen erzählten, konnten diese Geschichte kaum glauben, waren doch die englischen Banknoten bislang die sichersten der Welt.
Wie bekannt ist, hat bis Kriegsende weder die englische Regierung, noch die Bank von England von dieser für sie bedrohlichen deutschen Aktion etwas erfahren.
Glück somit für die Papierfabrik Hahnemühle und die damaligen Beschäftigten, denn andernfalls wäre es in den letzten Kriegsjahren den über Deutschland fliegenden englischen Bomberverbänden leicht möglich gewessen, die wenigen infragekommenden kleineren Spezialpapierfabriken in ganz Deutschland in Schutt und Asche zu legen.
DIE HAHNEMÜHLE – SPEZIALIST FÜR DAS BESONDERE PAPIER
Die Büttenpapierfabrik Hahnemühle in Dassel im südhannoverschen Raum gelegen, in der ich 43 Jahre als Kaufmann beschäftigt war, gilt unter den in- und ausländischen Papierfabriken als Spezialist für besonders hochwertigeBüttenpapiere, wie für die Aquarellmalerei, für bibliophile Sonderausgaben, spezielle Filtrier-papiere für Analysen und bis heute für handgeschöpfte Bütten.
Das war der Grund dafür, daß man in Berlin beim Sicherheitshauptamt im Jahre 1941 die Hahnemühle für die geeignetste Stätte hielt, hier das äußerst schwierig zu imitierende Wasserzeichenpapier für das Falschgeld produzieren zu lassen.
Die Hahnemühle wurde dieser „besonderen“ Aufgabe voll gerecht, denn in kurzer Zeit wurde unmöglich erscheinendeserreicht, Banknotenpapier zu erzeugen, welches vom Original nicht zu unterscheiden war. Dies im besonderen, als es sich bei den Pfundnoten aus England um ein dünnes Papier von nur 40 g/qm Flächengewicht handelt, (Schreibpapier hat etwa 80 g/qm) welches über die ganze Papierfläche mit einem Wasserzeichen feinster Rippung und unterschiedlicher Drahtstärke und gegenläufigem Rippungsverlauf bei wellenförmiger Ausführung versehen war.
Auch die Zusammensetzung des in England verwendeten Rohstoffes wurde bald gefunden und die notwendigen Faserstoffe, vorallem die dünne und feste Ramie-Faser von der ostasiatischen Nesselpflanze Chinagras und erstklassige Leinen-fasern im Ausland beschafft und durch viele Versuche bei der Kochung, Bleichung und Mahlung des Rohstoffes zu den Eigenschaften geführt, die die Originale in bezug auf die hohe Reißfestigkeit und Faltbarkeit aufwiesen. Auch die bei Tageslicht nicht sichtbaren Sicherheitsmerkmale, wie eine besondere Fluoreszenz bei ultraviolettem Licht wurden erkannt und originalgetreu eingearbeitet.
Das alles wäre ohne die handwerklichen Fähigkeiten und dem technischen Spezialwissen der Papiermacher dieses Betriebes nicht möglich gewesen.
Dies im besonderen durch einen Mann, dem Betriebsleiter Robert Bartsch, für den auch nach dem Krieg in seinem Werk die Arbeit mit dem Medium Papier bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1978 eine Lebensaufgabe war.
Ich hatte das Glück, mit ihm in über 30 Jahren als sein Assistent und Korrespondent zu arbeiten.
Nach den umfangreichen zwölfmonatigen Versuchen gelang es ihm bereits 1942, eine Spitzenqualität der Banknoten herzustellen, die sich auch unter den kritischsten Prüfungen nicht von den englischen Originalen unterschieden.
Daraufhin wurde nun an 3 Handschöpfbütten produziert, mit einer Handpresse die Oberfläche egalisiert, auf der Rundsiebpapiermaschine getrocknet, manuell mit einer tierischen Oberflächenleimung versehen und nochmals maschinell getrocknet.
Eine überaus genaue Sortierung der fertigen Bogen mit den acht Nutzen in den jeweiligen Werten von 5, 10, 20 und 50 Pfund Sterling war Voraussetzung für die Lieferung an die Druckerei im Konzentrationslager Sachsenhausen.
UNTERNEHMEN BERNHARD – MEISTERFÄLSCHER BERNHARD KRÜGER ALS KOLLEGE
Im Jahre 1949, vier Jahre nach Kriegsende – ich war nach Beendigung meiner Lehre nun in der Hahnemühle als Kalkulator tätig -, kam ein neuer Kollege in unsere Abteilung, dem unsere Geschäftsleitung durch die erteilten lukrativen Produktions-aufträge während des Krieges viel zu verdanken hatte.
Es war der ehemalige Leiter des Referates VI-F-4 im Reichssicherheitshauptamt Berlin, SS-Sturmbannführer Bernhard Krüger, verantwortlicher Organisator für die gesamte Falschgeldproduktion von 1941 bis 1945.
Hitlers genialer Geldfälscher im Staatsauftrag war bei uns aufgetaucht.
Krügers Familie lebte während der letzten Kriegsjahre wegen der Bombardierung Berlins bereits in Dassel in der Nähe der Papierfabrik. Nun waren in unserem Betrieb die beiden Falschgeldexperten Robert Bartsch als „Papiermacher“ und Berhard Krüger als Organisator und Fälscher zusammen.
Von nun an bis 1956 war Bernhard Krüger im Büro mein
Gegenüber und als Kollege
und Vertrauter erfuhr ich aus erster Hand viele Einzelheiten über die Geschichte des Unternehmens Bernhard.
Ich erfuhr, daß er sich nach Kriegsende den Alliierten gestellt hätte und in französischer Gefangenschaft und Internierung in Rastatt war. Daß er nicht als Kriegsverbrecher eingestuft wurde, verdankte er dem Umstand, daß alle ihm unterstellten 140 KZ-Häftlinge aus der Druckerei des Konzentrationslagers Sachsenhausen durch seinen Befehl und Initiative Anfang Mai 1945 die Freiheit erlangten.
Später erfuhr ich, daß alle KZ-Häftlinge nach einer aufregenden Odyssee bis ins KZ Ebensee in Österreich nur durch glückliche Umstände während der letzten Kriegs-
In Rastatt saß er einige Zeit mit dem Konstrukteur des Volkswagens, Prof.
Ferdinand Porsche in einer Zelle. Porsche war ja auch als der führende Chef-konstrukteur für die Wehrmachtspanzer bekannt und wurde daher einige Zeit von den Franzosen interniert. Krüger erzählte gern die Geschichte, daß Porsche für die Franzosen ein Gegenstück zum Volkswagen konstruieren mußte. Dies geschah dann in Form des bekannten Renault R4CV, welcher aber von Porsche absichtlich als sehr „hecklastig“ konzipiert wurde, um keine Konkurrenz für seinen VW-Käfer zu werden.
Da den Behörden und der Polizei der Aufenthaltsort Krügers bekannt war, erlebte ich es mehrere Male, daß die Kripo vom Falschgelddezernat Hannover oder Göttingen in der Hahnemühle auftauchte, um von Robert Bartsch und Bernhard Krüger Au-skunft darüber zu bekommen, ob aufgetauchte englische Banknoten noch aus der Nazipro-
duktion stammten. Doch beide Herren konnten ihnen nicht helfen, gab es doch keinen Unterschied zwischen den „Bernhard“-Noten und denen der Bank von England.
Uns amüsierten die damals in den Zeitungen und der Boulevardpresse angestellten Spekulationen, wo Hitlers Meisterfälscher wohl mit seinen Millionen abgeblieben sei. Daß er jedoch durch die Wirren der letzten Kriegstage nicht die Möglichkeit hatte, Vermögen in Form „seiner“ Banknoten beiseite zu schaffen, zeigte sich an seiner nun zwangsläufig bescheidenen Lebensweise, die einem als Arbeitskollege nicht verborgen blieb.
FALSCHGELD ALS WAFFE DER PSYCHOLOGISCHEN KRIEGSFUHRUNG
Die spektakuläre Falschgeldproduktion erreichte beachtliche Dimensionen.
So wurden in der Hahnemühle etwa 1,4 Millionen Bogen produziert, die zur Hälfte druckfähig waren und mit den vier verschiedenen Notenwerten in etwa 70 Millionen englische Pfund Sterling ergaben. Beim damaligen Kurs von 20 Reichsmark für ein Pfund Sterling also ein Wert von 1,4 Milliarden Reichsmark, wovon bis Kriegsende im KZ Sachsenhausen ca. 10 Millionen Pfund Sterling in Ia-Qualität, also den
wurden. Eine harte, internationale Fremdwährung stand somit der Kriegsführung für Spionagezwecke, wie im international bekannt gewordenen Fall des Meisterspions Cicero, für den Kauf von wichtigen Rüstungsgütern auf dem Weltmarkt und letztlich zur Erschütterung der englischen Währung zur Verfügung.
Nur ein Teil der Falsifiskate gelangte über verschiedene Kanäle in den Währungs-kreislauf und damit kam die von den Nazis geplante Waffe der psychologischen Kriegsführung viel zu spät zum Einsatz.
Erst 1947 wurden daraufhin in England neue Banknoten in den Verkehr gebracht und über lange Jahre danach gegen die bisherigen Noten, auch denen aus der deutschen Produktion, umgetauscht.
Obwohl man Anfang 1945 in Krügers Fälscherwerkstatt auch mit dem Druck von falschen Dollar-Noten in einwandfreier Imitation beginnen konnte, wurde dies durch das Kriegsende verhindert. Krüger erzählte mir, dass er die komplizierte Verschlüsselung der Banknoten-Numerierung, die ein Teil der Fälschungssicherheit von Dollar-Noten war, damals auch „geknackt“ hatte. Doch dies alles nützte nichts mehr, um den längst verlorenen, mörderischen Krieg noch weiterführen zu können.
DAS KZ ALS VERSTECK FÜR DIE FÄLSCHERWERKSTATT
In der Nähe Berlins, in Oranienburg-Sachsenhausen befand sich ein KZ, in dem innerhalb des streng gesicherten Lagers ein nochmals abgeteilter Block von zwei Baracken als Fälscherwerkstatt eingerichtet wurde. Es wurden außer falschen Pässen, Dokumenten und Briefmarken zu Propagandazwecken hier die falschen Pfund-noten gedruckt. Da bei den englischen Banknoten vorallem das äußerst schwer reproduzierbare Wasserzeichenpapier die Fälschungssicherheit garantierte, war der einfachere Druck im Buchdruckverfahren und die Codierung der Seriennummern nicht mit solchen Schwierigkeiten behaftet. Eine überaus strenge Sortierung der fertigen Druckerzeugnisse und die Weiterbehandlung zu einer nicht druckfrisch erscheinenden, also einer optisch bereits im Umlauf befindlichen Banknote, war die Aufgabe der ausgewählten KZ-Häftlinge, worallem jüdischer Herkunft.
KZ-HÄFTLING ADOLF BURGER – EIN UBERLEBENDER DES HOLOCAUST
Auf einer Vortragsreise durch Deutschland lernte ich einen der letzten noch lebenden ehemaligen KZ-Häftlinge kennen, der in der Fälscherwerkstatt der SS als Typograph arbeiten musste. In mehreren Auftritten im Deutschen Fernsehen und in seinem Tatsachenbericht „Unternehmen Bernhard – Die Geldfälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen – Zum Fälschen gezwungen“, welches als Buch erschienen ist, schildert Adolf Burger die erschütternden Verhältnisse vom KZ Auschwitz über Sachsenhausen bis zur Befreiung am 6. Mai 1945 im KZ Ebensee in Üsterreich.
FALSCHGELD – AUCH HEUTE EIN PROBLEM
Stolz waren die europäischen Staaten bei der Einführung der neuen Euro-Währung auf die fälschungssicheren neuen Euro-Banknoten, die sicherer sein sollten als alle Banknoten der bisherigen europäischen Länder.
Trotz weiterer Sicherheitsmerkmale werden jedoch in letzter Zeit bereits gut hergestellte gefälschte Euronoten im Euroland in Umlauf gebracht, die auf den ersten Blick nicht als Falsifiskate zu erkennen sind.
Meines Erachtens gibt es nur eine Lösung dieses Problems in der Form, wie sie die englischen Banknoten bis 1947 besaßen, nämlich durch ein äußerst kompliziertes Wasserzeichen in einem dünnen, handgeschöpften Papier.
Zusätzlich könnte man den heute üblichen Sicherheitsfaden einarbeiten.
Denn welche nichtautorisierte Papierfabrik in der Welt könnte heute eine solche Falschgeldproduktion durchführen, wie dies mit dem „Unternehmen Bernhard“ im Staatsauftrag unter größter Geheimhaltung gelungen ist, ohne entdeckt zu werden?
Die Rechte an diesem Text liegen bei Hans Hoffinger, der freundlicher Weise die Genehmigung zum Erscheinen im Blog gab.
