Dass ein mutmaßliches Attentat auf einen so ranghohen Militärangehörigen möglich ist, zeigt eklatante Schwachstellen der russischen Sicherheitsbehörden – nicht zum ersten Mal. Aleksejew ist der vierte Fall innerhalb eines Jahres. Allein zwei Militärangehörige kamen durch Autobomben ums Leben. Noch ist vieles unklar und vieles wird wahrscheinlich auch unklar bleiben. Russlands Außenminister Sergej Lawrow machte jedoch Kyjiw für die Schüsse verantwortlich.
Auch wenn man das Wort »Krieg« verbietet, heißt es nicht, dass er einem vom Leib bleibt.
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Zitat zur Nacht

„Vergleichen Sie die Beamten von ICE oder der Grenzschutzbehörde nicht mit den Nazis. Das ist ein unfairer Vergleich“, schien Late-Night-Satiriker Stephen Colbert zu widersprechen – um dann nachzulegen: „Die Nazis waren bereit, ihr Gesicht zu zeigen.“ Das Publikum johlte. Die Todesschüsse gegen friedliche Bürger in Minneapolis und die zunehmend autoritäre Herrschaft Trumps haben in den Vereinigten Staaten eine Welle von Nazi-Analogien ausgelöst. Was einigen unangemessen scheint, hat Forschern zufolge nicht nur Tradition, sondern auch eine soziale Funktion.
Die historische Dimension des gegenwärtigen Moments wird dadurch unterstrichen, dass die amerikanische Sängerlegende Bruce Springsteen den Protestsong „Streets of Minneapolis“ veröffentlicht hat. Die Hymne des Widerstands drückt aus, was viele Amerikaner gerade fühlen: Dass der Faschismus in ihrem Land Fuß fasst. Das verleiht Analogien zu Nazi-Deutschland aus Sicht des renommierten amerikanisch-deutschen Philosophen Jason Stanley mehr Legitimität. Die ICE-Truppen seien Trump treu, nicht der US-Verfassung, meint er: „Es ist Nazi-Ideologie. Es ist die Ideologie der weißen Vorherrschaft. Es ist deutscher Faschismus, den wir sehen.“
HAZ, tomorrow

Der Beginn des Falls
Wahlsiege der Demokraten im traditionell republikanischen US-Bundesstaat Texas sorgen vor den Zwischenwahlen im Herbst landesweit für Aufmerksamkeit. Der Demokrat Taylor Rehmet gewann eine Sonderwahl für den texanischen Staatssenat in einem Wahlbezirk rund um Fort Worth, der bei der Präsidentschaftswahl 2024 noch deutlich an Donald Trump und die Republikaner gegangen war
HAZ, today
Midterms awaited!

Zitat am Morgen

Erstellt mit Artsmart.ai.

Faschismus des 21. Jahrhunderts
Tausende Trump-treue Einsatzkräfte gehen in Minneapolis gegen die liberale Großstadtgesellschaft vor. Wie ordnet sich das autokratische Gehabe des US-Präsidenten historisch ein? Und welche Vorbilder spielen gerade im liberalen Widerstand eine Rolle?
keinen Zweifel mehr geben, die Bilanz ist nach einem Jahr seiner zweiten Amtszeit mehr als klar. Der Straßenterror von maskierten Bundesschergen in unmarkierten Fahrzeugen in liberalen Großstädten, die tödlichen Schüsse auf Renee Good und Alex Pretti in Minneapolis – das waren nur die letzten, deutlichsten Zeichen.
HAZ am Sonntag
Nur nebenbei: Lesen bildet.


Quelle

Und noch ein weiteres Zitat am Morgen
Walz sprach auch von einem »Wendepunkt« für die USA: »Wenn wir uns nicht alle einig sind, dass es falsch ist, einen US-Bürger zu diffamieren (…) und uns zu bitten, nicht zu glauben, was wir gesehen haben, dann weiß ich nicht, was ich Ihnen noch sagen soll.«
Noch ein Zitat am Morgen
ICE-Gewalt
Obama warnt nach tödlichen Schüssen in Minneapolis vor Angriff auf US-Werte
Der gewaltsame Tod von Alex Pretti soll »ein Weckruf für alle Amerikaner« sein, sagt der frühere US-Präsident Barack Obama. Gemeinsam mit seiner Frau Michelle ruft er zu friedlichen Protesten auf.
Zitat am Morgen

Der Ideengeber zum Grönland-Plan
Wie kam Trump auf die Idee, Grönland übernehmen zu wollen? 2018 soll der heute 81-jährige Milliardär Ronald Lauder seinem alten Studienfreund Trump dafür begeistert haben. Lauder hat auf der Insel viel Geld investiert.
Genauer gesagt ging es um Geld und Macht – Geld, das Lauder mit der dänischen Insel inzwischen im großen Stil macht. Die Geschichte sagt einiges darüber aus, wie beliebig in Trumps Kosmos Großraumpolitik umgesetzt wird – mit dramatischen Folgen.
HAZ am Sonntag

Weiteres Zitat am Morgen

Foto mit Artsmart.ai erstellt.
Spätestens zum Beginn dieses Jahres hat Donald Trump in der Außenpolitik den Turbo angeworfen – die ganze Welt reibt sich zunehmend die Augen. Aus Venezuela will er das Öl haben, in Grönland möchte er wertvolle Hightech-Metalle abbauen und einen „Goldenen Dom“ zur Verteidigung gegen feindliche Raketen errichten. Und von Norwegens Regierung verlangt er den Friedensnobelpreis – ungeachtet der Tatsache, dass die gar nicht darüber entscheidet.
Der 79-Jährige will so offen in die Souveränität anderer Länder eingreifen wie kein anderer amerikanischer Präsident vor ihm, und er verbindet jeden seiner Wünsche mit der Androhung von Gewalt. Doch auch nach zehn Jahren an der Spitze der US-Politik bleibt der programmatische Kern des Republikaners seltsam unklar.
HAZ, this weekend

Zitat am Morgen

Es wird wieder über Frieden verhandelt
Die ersten direkten Gespräche seit Langem zwischen Ukrainern und Russen laufen in Abu Dhabi. Derweil leiden immer mehr Ukrainer unter dem Mangel an Strom, Wasser und Wärme.
Die Vorsitzende der Allianz Ukrainischer Organisationen in Deutschland, Oleksandra Bienert, rief unterdessen zu Spenden auf. „Die Lage ist schrecklich“, sagte sie dem RND und verwies auf Wohnungen, in denen das Thermometer auf minus fünf Grad abgesunken sei
HAZ, this weekend

Zitat am Nachmittag

Foto mit Artsmart.ai erstellt.
Weltordnung im Umbruch
Das eine Wort, das dabei hilft, Trump besser zu verstehenEine Jubiläumskolumne von Sascha Lobo
Venezuela, Epstein, Grönland, Zölle – was US-Präsident Donald Trump umtreibt, erscheint oft willkürlich. Dabei gibt es ein Konzept, das die verschiedenen Teile seiner Politik schlüssig verbindet und erklärt.