Zitat am Morgen

Warnung des Bundesamts für Verfassungsschutz: Täuschend echte sogenannte Deepfake-Videos oder auch -Stimmaufnahmen sollen Wählerinnen und Wähler täuschen.

Insbesondere zur AfD – an deren Wahlerfolg die russische Staatsführung besonders interessiert ist – unterhalten kremlnahe Akteure enge Verbindungen. AfD-Politiker reisen regelmäßig nach Russland oder treten in russischen Medien auf. „Die Unterstützung der AfD ist eine langfristige Strategie des Kremls“, sagt Julia Smirnova. Seit Jahren besteht auch der Verdacht, dass kremlnahe Akteure einzelne AfD-Politiker finanziell unterstützen. Im April 2024 enttarnte der tschechische Geheimdienst das aus Russland finanzierte Propagandanetzwerk „Voice of Europe“.

HAZ, this weekend
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Es gibt nur einen Olaf Scholz…

Senator Chris Coons und Olaf Scholz sich ähnelnd zusammen auf einem Bild.
Olaf Scholz und der ihm ähnelnde Chris Coons 2024 bei einem Treffen während eines Amerikabesuchs des deutschen Bundeskanzlers. • Senator Chris Coons https://twitter.com/ChrisCoons/status/1755774722443301299/photo/1 • American senator Chris Coons (left) meets with German Chancellor Olaf Scholz in 2024 as part of the latter’s visit to the States. • Gemeinfrei

…und der ist Bundeskanzler.

Mehrfach fand Scholz’ Ähnlichkeit mit dem Senator für den Bundesstaat Delaware Chris Coons Erwähnung. Scholz kommentierte anlässlich eines Treffens im Februar 2024: „Great to see my Doppelgänger again“ (Deutsch: „Schön, meinen Doppelgänger wiederzusehen“).[173][174]

Wikipedia
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Job Crafting – Schritt für Schritt zum Arbeitsalltag, der zu mir passt

Heute ein Gastbeitrag, der mir kostenfrei vom BusinessVillage Verlag angeboten wurde. Ich habe in der Vergangenheit für Rezensionen Bücher des Verlags kostenfrei zum Rezensieren bekommen. Den vorliegenden Beitrag empfinde ich spannend, habe aber das  Buch selber noch nicht gelesen.

 

Logo vom BusinessVillage-Buchverlags.
Job Crafting – Schritt für Schritt zum Arbeitsalltag, der zu mir passt

Von Andrea Barrueto und Eveline Baumgartner Meier

Viele Menschen erleben den Arbeitsalltag als stressig, nervenaufreibend und wenig erfüllend. Doch es gibt Möglichkeiten, den Job aktiv so zu gestalten, dass er besser zu den eigenen Stärken und Bedürfnissen passt. Hier setzt Job Crafting an: ein Ansatz, der es ermöglicht, den eigenen Aufgabenbereich durch kleine, gezielte Anpassungen so zu verändern, dass Arbeit wieder Freude macht und eine Quelle der Lebensqualität wird.

Kürzlich trafen wir eine Bekannte, die uns von ihren Herausforderungen als Assistentin eines Bereichsleiters in einem internationalen Unternehmen erzählte. Sie liebt ihre Arbeit, aber seit einigen Jahren ist sie auch in die Budgetplanung involviert, was sie viel Energie kostet und ihr schlaflose Nächte bereitet. Da sie organisatorisch stark ist, jedoch wenig mit Zahlen anfangen kann, hatte sie bereits versucht, diese Aufgabe abzugeben. Doch organisatorische Hürden liessen das nicht zu. Um den Energieaufwand zu minimieren, hat sie dennoch einige Schritte unternommen, welche die Idee des Job Crafting unterstreichen. Sie analysierte ihre Stärken und Schwächen und sprach mit ihrem Vorgesetzten über die Herausforderung. Schliesslich setze sie ihre organisatorische Stärke ein, um für die Abteilungen eine klare Struktur sowie ein vorgegebenes Format zu entwickeln, was die Abgabe der benötigten Zahlen erleichtern soll. Dieses Format führte sie zusammen mit ihrem Chef an einem Kickoff-Meeting offiziell ein. Während dem Kick-Off konnten auch Fragen und Schwierigkeiten seitens der Abteilungen geklärt werden. Durch diese Massnahmen konnte sie nicht nur ihre Arbeit entlasten, sondern auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit reibungsloser gestalten.

Das ist nur ein Beispiel, wie Job Crafting aussehen kann. In diesem Artikel zeigen wir, wie auch Sie durch Job Crafting Ihren Arbeitsalltag schrittweise verändern und dadurch die Qualität Ihrer Arbeitserfahrungen steigern können.

Die Evolution der Arbeitsgestaltung: Warum wir unsere Jobs verändern wollen

Job Crafting – oder auf Deutsch Arbeitsgestaltung – ist ein natürlicher Prozess, der in unserem Leben eine zentrale Rolle spielt. Die menschliche Neigung, unsere Lebensumstände stetig verbessern zu wollen, begleitet uns seit jeher. In der Evolution streben Organismen danach, sich an verändernde Bedingungen anzupassen, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen. Dieses evolutionäre Prinzip spiegelt sich auch in unserer inneren Fähigkeit wider, uns an externe Gegebenheiten anzupassen und zu analysieren, warum unsere Arbeit in einem bestimmten Moment sinnvoll ist. Es ist wichtig zu erkennen, dass sich diese Wahrnehmung im Laufe der Zeit verändern kann.

Die externe Dimension des Job Crafting spricht unsere Motivation an, unseren Arbeitskontext so zu gestalten, dass wir uns wohler fühlen. Verbesserungen in diesem Bereich können sich sowohl positiv auf unsere Leistung als auch auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und zwischenmenschlichen Beziehungen auswirken. Job Crafting umfasst somit alle Ansätze und Strategien, mit denen wir unsere Arbeit aktiv und bewusst so gestalten können, dass sie unseren Bedürfnissen und Wünschen besser entspricht.

Job Crafting verstehen: Unsere inneren Bedürfnisse als Gestaltungsfaktor

Job Crafting liegen verschiedene Bedürfnisse zugrunde, die sich unterschiedlich auswirken. Zum einen geht es bei den Treibern des Job Crafting um das Kohärenzgefühl, das von Aaron Antonovsky geprägt wurde. Er beschreibt den Zustand oder die Motivation, die den Menschen antreibt, das Leben als verstehbar, handhabbar und sinnvoll zu gestalten. Ein weiteres wichtiges Grundbedürfnis ist das Bedürfnis nach Bindung und Zugehörigkeit, das auch in der Glücksforschung immer wieder im Fokus steht. Dies beschreibt, dass es für die Gesundheit und das Glücksempfinden der Menschen wichtig ist, soziale Kontakte zu pflegen.

Das Bedürfnis nach Kontrolle und Kompetenz hingegen beschreibt den Wunsch der Menschen, ihr Leben so zu beeinflussen, dass sie ihre Werte und Ziele verfolgen können. Wenn uns das gelingt, empfinden wir ein Gefühl von Kontrolle und Kompetenz, das mit dem Teil des Kohärenzgefühls verwandt ist, welches die Handhabbarkeit umschreibt.

Das letzte Bedürfnis in diesem Kontext ist das Streben nach einem positiven Selbstbild. Wir alle entwickeln ein Bild von uns selbst. Wir fragen uns, wer wir sind, was unsere Stärken sind, und wir Menschen sehnen uns danach, positiv wahrgenommen zu werden und wertvoll zu sein. Diese Sehnsucht treibt uns an, unser Selbstbild zu stärken und unseren Selbstwert zu steigern, was natürlich einer ewigen Spirale gleichkommt. Denn in unserer Entwicklung wird sich auch unsere Erwartung an uns selbst immer weiter entwickeln und verändern.

Job Crafting: Ein Gewinn für Mitarbeitende, HR und Führungskräfte

Das Wissen über Job Crafting ist besonders spannend für jene Mitarbeitenden, die merken, dass ihre Arbeit sie unzufrieden macht, erschöpft oder genervt zurücklässt und die bereit sind, etwas aktiv zu verändern. Job Crafting bietet ihnen Möglichkeiten, die Arbeits- und Beziehungsgestaltung selbst in die Hand zu nehmen, um Zufriedenheit, Engagement und Leistung zu steigern.

Angesichts des Fachkräftemangels und der Suche nach motivierten Mitarbeitenden ist das Verständnis von Job Crafting auch für HR-Fachkräfte von grosser Bedeutung. Durch gezielte Anpassungen können HR-Verantwortliche nicht nur Stellenprofile attraktiver gestalten, sondern auch die individuellen Stärken und Bedürfnisse von Mitarbeitenden besser berücksichtigen, was zu höherer Mitarbeiterbindung und reduzierten Fluktuationsraten führen kann. Ein solcher Ansatz fördert zudem ein gesundes Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeitende die Freiheit haben, ihre Rollen aktiv zu formen, was das Unternehmensimage stärkt und eine positive Unternehmenskultur unterstützt.

Für Führungskräfte ist Job Crafting insofern von zentralem Wert, weil es ihnen hilft, die Zusammenarbeit in ihren Teams zu stärken und Mitarbeitende individuell zu fördern. Wenn Mitarbeitende ihren Arbeitsbereich aktiv an ihre Stärken und Bedürfnisse anpassen können, führt dies oft zu einer produktiveren und harmonischeren Teamdynamik. Führungskräfte, die Job Crafting nicht nur aktiv unterstützen, sondern auch vorleben, tragen dazu bei, das Potenzial und die Motivation ihrer Teams zu steigern und das allgemeine Arbeitsklima nachhaltig zu verbessern.

Job Crafting konkret: Praktische Schritte für den Arbeitsalltag

Nachdem wir die Bedeutung und die Vorteile von Job Crafting beleuchtet haben, geht es nun um die konkrete Umsetzung. Hier sind einige Schritte, mit denen Sie Job Crafting gezielt anwenden und Veränderungen einleiten können, die Ihnen helfen, Ihre Arbeit besser mit Ihren individuellen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

#Schritt 1: „Ein Blick auf die innere Balance“

Machen Sie sich Ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente bewusst. Bei welchen Arbeiten kommen diese zum Tragen und welche Aufgaben machen Sie nicht gerne? Überlegen Sie sich aber auch, welche der beschriebenen Grundbedürfnisse aktuell befriedigt sind und welche eventuell gerade zu kurz kommen.

#Schritt 2: „Wo drückt der Schuh am stärksten?”

Überlegen Sie sich, welchen Aspekt Ihrer Arbeit Sie verändern müssten, damit der grösste Leidensdruck wegfallen würde. Alternativ können Sie sich auch fragen, mit welcher Veränderung Sie am schnellsten mehr Wohlbefinden erfahren könnten. Was kostet Sie (zu) viel Energie? Welche Gedanken im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit belasten Sie am stärksten? Das kann einen inhaltlichen Teil Ihrer Arbeit oder eine Arbeitsbeziehung betreffen.

#Schritt 3: “Was packe ich an?”

Picken Sie sich nun den Aspekt Ihrer Arbeit heraus, den Sie verändern möchten. Wie genau möchten Sie diese verändern? Was soll in Zukunft anders sein? Was wäre ein erster logischer Schritt in diese Richtung? Halten Sie Ihr Ziel – und seine verschiedenen Etappen – schriftlich fest.

#Schritt 4: “Wer wird von Ihren Entscheidungen berührt?”

Wir leben in einer komplexen Welt und sind stark mit anderen Menschen verbunden. Verändern wir etwas in unserem Leben, hat das möglicherweise Auswirkungen auch auf andere. Überlegen Sie sich deshalb, welche Personen von Ihrer Veränderung betroffen sein könnten. Gibt es eventuell Menschen, die Sie über Ihr Vorhaben informieren müssten?

#Schritt 5: “Schauen Sie regelmässig zurück und feiern Sie Ihre Erfolge”

Reservieren Sie in Ihrer Agenda bewusst Zeit für Reflexion und überprüfen Sie Ihre Fortschritte. Welche besonderen Erfolge haben Sie auf Ihrem Weg bereits erlebt? Nehmen Sie sich Zeit, diese zu feiern. Möglicherweise traten aber auch unerwartete Schwierigkeiten auf. Überlegen Sie, wie Sie diese Hürden überwinden können, und ziehen Sie bei Bedarf eine vertraute Person für einen Austausch hinzu.

Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Im Job Crafting Prozess ist es wesentlich, einen (kleinen) Schritt nach dem anderen zu gehen und diesen geduldig und beharrlich zu verfolgen, anstatt hastig voranzueilen. Sobald Sie die erste Anpassung erfolgreich umgesetzt und in Ihren Arbeitsalltag integriert haben, können Sie sich dem nächsten Schritt widmen. So vermeiden Sie, dass Sie Ihren Veränderungsplan vorschnell aufgeben. Denken Sie immer daran: Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

 

Die Autorinnen

Portrait Dr. Andrea Barrette
Dr. Andrea Barrueto verfolgt die Vision einer Welt mit mehr Menschlichkeit. Als Coach, Dozent und Beraterin engagiert sie sich für persönliche, teamorientierte und kulturelle Entwicklungen. Ihre Stärke liegt in der Erfassung komplexer Zusammenhänge und der Integration verschiedener Perspektiven. Sie hat in nachhaltiger Entwicklung promoviert, sich in Change Management weitergebildet und ist Integraler Mastercoach. Privat ist sie in den Bergen anzutreffen und lebt mit ihrer Familie in der Schweiz.
» https://barrueto.ch

Portrait Eveline Baumgartner-Meier
Eveline Baumgartner Meier ist seit über 20 Jahren als Arbeits- und Organisationspsychologin, Atemtherapeutin und Coach tätig. Sie begleitet Menschen in beruflichen sowie privaten Veränderungssituationen und legt dabei besonderen Wert auf die Stärkung der Resilienz, um Herausforderungen besser zu meistern. Ihr Ansatz kombiniert psychologische und körperorientierte Methoden, um tiefgreifende, nachhaltige Veränderungen zu unterstützen. In ihrer Praxis bietet sie Laufbahn- und Outplacement-Beratungen, Assessment und Development Center sowie Atemkurse an. Eveline Baumgartner Meier lebt mit ihrer Familie im luzernischen Rothenburg.
» www.potenziale-erkennen.com

 

Das Buch zum Artikel


Andrea Barrueto, Eveline Baumgartner Meier
Job Crafting
Arbeit besser gestalten

1. Auflage BusinessVillage 2024
232 Seiten

ISBN               978-3-86980-768-3  34,95 Euro
ISBN-PDF      978-3-86980-769-0  33,95 Euro
ISBN-EPUB    978-3-86980-770-6  33,95 Euro

 

Über BusinessVillage

BusinessVillage ist der Verlag für die Wirtschaft. Unsere Themen sind Beruf & Karriere, Innovation & Digitalisierung, Management & Führung, Kommunikation & Rhetorik und Marketing & PR. Unsere Bücher liefern Ideen für ein neues Management und selbstbestimmtes Leben. BusinessVillage macht Lust auf Veränderung und zeigt, was geht. Update your Knowledge!

BusinessVillage GmbH
Jens Grübner
Reinhäuser Landstraße 22
37083 Göttingen

E-Mail: redaktion@businessvillage.de
Tel: +49 (551) 20 99 104
Fax: +49 (551) 20 99 105

Geschäftsführer: Christian Hoffmann, Handelsregisternummer: 3567, Registergericht: Amtsgericht Göttingen

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Kinotag „Augen auf“: Wie Filme für Rechtsextremismus sensibilisieren sollen

Packende Geschichten von früher als Warnung für die Generation von heute: Beim Kinotag „Augen auf“ am 27. Januar werden in mehreren Städten aktuelle Filme über die Zeit des Nationalsozialismus gezeigt. Sie sollen gerade junge Menschen für die Gefahren des erstarkenden Rechtsextremismus sensibilisieren.

Vorwörts

Dr. Andrea Despot Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ: Filme haben eine große gesellschaftliche Kraft. Als niedrigschwelliges Angebot bieten sie einen emotionalen Zugang zu komplexen Zusammenhängen und Themenwelten. Kinofilme laden ein, sich interessiert vertiefend mit der NS-Geschichte auseinanderzusetzen - denn Film berührt.
Augen auf!
, die Webseite zum Augen-auf-Kinotag am 27. Januar.
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Positiv führt!

Buchcover von Positiv führt!
Positiv führt!
Mit Positive Leadership Teams und Organisationen empowern
Elke Katharina Meyer, Frank Wesemann, Thomas Achim Werner
294 Seiten
34,95 EUR Taschenbuch, 33,95 EUR Digitalausgabe
BusinessVillage 2024
ISBN 978-3-86980-753-9 (Druckausgabe)
ISBN 978-3-86980-754-6 (E-Book, PDF)
ISBN 978-3-86980-755-3 (E-Book, epub)

Diese scheinbar kleine Fibel, da DIN a 5 im Querformat, schickt sich an, das positive Führen in Unternehmen einzuführen – diese also zu empowern. Dabei steht die Positive Psychologie von Martin Seligmann (US-amerikanischer Psychologieprofessor) und die positiven Aspekte des Menschseins im Mittelpunkt und deren Anwendung in Unternehmen durch bessere Führung.

Das Werk gliedert sich in 3 Teile. Zunächst wird die Basis geschaffen, was Positive Leadership ausmacht, es folgt der Praxisteil und endet mit dem Ausblick, wohin Positive Leadership führt.

Die Autoren starten mit ein paar Hard Facts im ersten Kapitel:

  • Bloß jeder 4. Arbeitnehmer ist mit der eigenen Führungskraft hochzufrieden.
  • 38% der Beschäftigten sehen ein Nachholbedarf bei ihrer Führungskraft.
  • 2018 wollten noch 78% der Befragten ein Jahr später noch bei ihrem jetzigen Arbeitgeber sein.
  • 2024 sind es auf die selbe Frage bezogen nur noch 55%.

(S. 28f)

Neben den steigenden Krankentagen Beschäftigter – hier insbesondere auf Grund von psychischen Belastungen – verlangen die Autoren auch klar, dass Führungskräfte klar neben ihrem angestammten Tun als Manager auch echte Leader sein müssen, um Mitarbeitenden inspirieren und positive wie auch nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. 

Die Lösung dazu ist Positive Leadership. Dieser Führungsansatz basiert auf den folgenden Säulen: der Positiven Psychologie:

  • positive Emotionen
  • Engagement
  • positive Beziehungen
  • Sinn/Bedeutung
  • Zielerreichung

Laut Studien zeigt sich bei Anwendung des Positiven Leadership, dass einen höhere Qualität des Führungsverhaltens klar mit Empowerment, Stressreduktion und verringerter Burn-Out-Gefärhrdung korreliert  sowie einem besseren Wohlbefinden. 

Barbara Fredrickson, renommierte US-amerikanische Psychologin: »Welchen Unterschied macht es, wenn ich die Dinge positiv betrachte?‹ Ich kann es Ihnen sagen: Die neueste Wissenschaft zeigt, dass unsere täglichen emotionalen Erfahrungen den Verlauf unseres Lebens beeinflussen.«

Aus „3.1 Positive Emotionen – die stille Kraft“, S. 53 • Fredrickson ist Professorin an der University of North Carolina at Chapel Hill

Die Studie von 2023 des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gallup für Deutschland: Nur rund 31% der Mitarbeitenden sind engagiert bei der Arbeit, gut 59% der Mitarbeitenden machen eher „Dienst nach Vorschrift“ oder haben „innerlich gekündigt“.

Das ist ein gewichtiger Grund, warum Führung neu gedacht werden muss. Das Autorengespann bringt immer wieder im Werk Definitionen und deren Urheberschaft und das Jahr plakativ zur Geltung. Im Quellen- und Literaturverzeichnis finden sich – sofern dann noch notwendig – die weiteren Angaben zum Auffinden des Genannten. S. 67f

Durch die immer wieder eingestreuten Erfahrungen von Einzelpersonen oder auch von Teams eines Unternehmens, seien es gute oder weniger gute, wird von den Autoren für Lesende eine Nähe geschaffen, da eben bei nicht so guten „Erlebnissen“ klar wird: Aller Anfang ist schwer bzw. auch aufgezeigt wird, warum manches nicht sinnig ist beizubehalten. Die konkreten Fragen an die Lesenden zu einem Thema können hilfreich sein, wenn die Beantwortung erfolgt. Hier kann eine Schriftlichkeit helfen, wenn nach einer gewissen Zeit das Niedergeschriebene mit der aktuellen Haltung verglichen wird, um Veränderungen (welcher Art auch immer) feststellbar machen zu können. Als Anregung sei darauf hingewiesen, dass das Buch hier „Ausfüllseiten“ anbieten könnte, damit alles (Buch und Antworten) an einem Ort vorliegen.

Es wird von vielen Dingen berichtet, die durchaus bekannt sind, aber in der geballten Form dieses Werkes daherkommen, etwa Signaturstärken und erlernte Stärken sowie das damit verbundene Overusing und Underusing, intrinsische und extrinsische Motivation. Es wird auch im Rahmen der offenen Kommunikation für ein tägliches Stand-Up-Meeting geworben, welche in der Agilen Entwicklung (so auch in Scrum) sehr etabliert ist. Mit Bezug auf psychologische Sicherheit von Teams wird der Begriff High Quality Connections (Dutton 2003) genannt. Diese Verbindungen schaffen ein Gefühl von Lebendigkeit, bauen Energie auf und die Art, wie Respekt gelebt wird – unabhängig von Stellung (im Unternehmen) oder anderen Unterschieden.

Die Sinnpyramide (ähnlich der Maslowschen Bedürfnispyramide aufgebaut) von Steger et al. wird eben so angeführt wie Achtsamkeit und das „Erlauben“, dass Mitarbeiter bei der Arbeit über ihre Gefühlslage sprechen dürfen. Diese neuere Sinneswandlung ist bei größeren Unternehmen (meist im Konzernumfeld) bereits angekommen, was helfen kann, die Basisparameter wie psychologische Sicherheit im Unternehmen vom to do ins gelebte Machen umzusetzen.

Handybeispiel im Schulunterricht und Leistung sinkt.
Aus „“3.3 Relationships – positive Beziehungen als Quelle für gemeinsame Entwicklung“, S. 93

Darauf hat auch Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer in seinem Buch Digitales Unbehagen hingewiesen (u.a. hier im WDR).

Dass Positive Leadership im Unternehmen angewandt durchaus Wirkung zeigen kann (der wissenschaftliche Versuchsaufbau: Nachgehen der Fragestellung, wie ein Positive Leadership Training (PLT) mit sechs Trainingstagen über sechs Monate verteilt, auf Führungskräfte und ihre Teams wirkt), legen die Autoren an einer großen Studie beim Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin dar. Eine stattliche Zahl von 129 Mitarbeitenden des Jobcenters nahm daran teil (Wesemann 2023).

Eines muss klar herausgestellt werden. Das Werk der drei Autoren kann auf gut dreihundert Seiten nicht jede vorgestellte Methodik bis ins kleinste Detail darstellen. Als Beispiel aus dem Kapitel 5 für grundlegende Führungsskills Die Tuchman Uhr oder Phasenmodell nach Tuckmann. Die vier Phasen werden vorgestellt (je nach Modelljahr können es auch fünf oder sechs sein), was einen ersten Überblick gibt. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass sich Führungskräfte in professioneller Besprechungsmoderation weiterbilden sollten.

Manchmal sind es nicht die großen bahnbrechenden Methoden oder Kniffe, die Wohlbefinden erzeugten oder helfen, die Positive Leadership umsetzen zu können. Ein originelles und doch sehr einfaches Tuen, sind die Mini-Urlaube. Hier soll man einige kurze Aktivitäten zusammenschreiben, die Spaß bereiten und zwischen 10 bis 30 Minuten dauern. In der Woche sollen dann mehrmals Termine hierfür geblockt werden, um diese Mini-Urlaube erleben zu können, welche etwa Spazieren gehen, kochen oder sich kurz mit Freunden austauschen. Reflektiert werden sollen die Mini-Urlaube nach einer Woche.

Wie immer gilt auch bei der in „Positiv führt!“ eingeführten Positive Leadership, dass neben all dem Nützlichen durchaus auch Ansichten existieren, das ganze kritisch zu hinterfragen – dieses gilt u.a. auch für den zitierten Digitalmedien-Kritiker Spitzer im Zusammenhang mit „Handy auf dem Schülertisch: Schon ist der Pennäler nur noch auf Oberschulniveau unterwegs.“

Das von Seligmann geschaffene Psychologiebild ist nicht unumstritten. Kritiker werfen diesem „positiven Menschenbild“ in Art einer Ideologie vor, dass nach Studien keine evidenten Verbesserungen etwa bei depressiv erkrankten Menschen vorlagen. Zudem wird angemerkt, dass wissenschaftlich unsaubere Arbeitsweisen wie das Vereinfachen der zugrundeliegenden Konzepte von Optimismus und Pessimismus beim komplexen Zusammenspiel der menschlichen Persönlichkeiten und dem sozialen Umfeld vorliegen, in dem sie sich bewegen. Der Mensch wird als Ressource im Arbeitseinsatz gesehen und durch die Methodik zu hohen und höchsten Leistungen angetrieben. Das setzt einen starken Fokus aus betriebswirtschaftliche Nutzfaktoren und reduziert das Individuum Mensch mit seinen vielfältigen Aspekten sehr stark auf Ökonomie und Shareholder Value.

Die 294 Seiten im DIN a 5 Querformat lesen sich gut und schnell weg. Gezieltes Suchen von Inhalten gelingt dank des Inhaltsverzeichnisses, das zunächst eine Inhaltsübersicht auf Teil- und Kapitelsicht bietet, und daran anschließend des mehrseitigen Inhaltsverzeichnisses sehr gut.

Das Quellen- und Literaturverzeichnis umfaßt 10 Seiten und bietet damit eine sehr guten Ausgangshub, um weitere und tiefergehende Erfahrungen mit dem Thema zu bekommen.

Die drei Bereiche Vorstellen, die Praxis und der Zukunftsausblick sind gut gestaltet, die sehr vielen eingestreuten Definitionen, Praxisbeispiele, Inhaltstabellen sorgen für eine sehr ausgewogene Mischung aus Fachlesestoff und ergänzenden Einschüben. Der erste Teil „Die Basis: Was ist Positive Leadership?“ und der zweite Teil „Die Praxis: Wie kann ich Positive Leadership umsetzen?“ halten sich von der Seitenanzahl fast die Waage. Der dritte Teil „Die Zukunft: Wohin führt Positive Leadership?“ ist hingegen kürzer gestaltet.

Auf der Seite des Verlages kann ein kostenfreies Downloadangebot genutzt werden über den Shop von BusinesVillage. Dieses beinhalte Arbeitsblätter, Checklisten und weiteres.

Als Führungskraft durchaus ein sehr interessantes Werk, wenn der Anspruch besteht, sich stetig weiter zu entwicklen, was ja das eigene Team eben genauso einschließt. Für Mitarbeiter, und nicht nur jene, die gerne den Blick hinter den Tellerrand wagen, ein gutes Buch, da eigentlich alles von der Führungs- auch auf die geführte Ebene übertragen werden kann, denn sich etablierte psychologische Sichtweisen machen nicht an Hierarchieebenen halt. Die Mitarbeitenden (führende wie geführte Mitarbeiter) sollen aber immer auch einen kritischen Blick auf das Ganze werfen, was ab und an auch noch mit „den gesunden Menschenverstand walten lassen“ umschrieben wird. Auch der Zeitraum für Kulturveränderungen, der realistischer Weise bei vier bis fünf Jahren liegt, lässt erkennen, dass das Vorhaben der Unternehmensentwicklung und Führung nach Positive Leadership nicht mit einem „Schnipp“ des Zauberstabs dieser Abteilung erfolgen wird – mit „Positiv führt!“ liegt aber ein Buch vor, dass hier sehr gute Anleitung wie Unterstützung bietet.
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„Streetlife“ von Bernd Reinert

Kurz Vorab: Ich habe selten eine Ausstelkung gesehen, die mich derart gepackt, geflashed hat. Bernd Reinert schafft es spielend mich als Betrachter nicht nur vor die Szenerie zu stellen, nein es ist derart anregend, dass ich quasi mit hineingezogen werde in das Geschehen.

Ich bin kein ausgewiesener Kenner, habe dennoch schon Häuser besucht, die einen Nimbus des Kunsthaften haben wie etwas die Deichtorhallen, das Museum of Modern Art oder die Tate Modern.

Das alles sind großartige Stätten der Kunst, etabliert und haben einen sehr gute, zuweilen brachialen Eindruck auf mich gehabt. Was ich meine, ist der Umstand, dass hier im KunstGang diese Bilder in einem Gang aneinandergereiht sofort Wirkung ausüben, dass ich sofort den Satz im Geiste formte:

Das sind außergewöhnlich gute Bilder!

Postkarte zur Ausstellung Streetlife von Bernd Reinert mit einem Motiv der Ausstellung.
Kartenrückseite mit Angaben zur Ausstellung und MHH-Lageplan um den KundtGang der MHH gut zu finden.
KunstGang-Schild mit Angabe des Fotovereins und URL wirsindfoto.com.
Blick auf der KunstGang von vorne nach hinten.
Blick auf der KunstGang von hinten nach vorne.
Street Life Geoßbild mit Inhaltsangabe links und Moriv rechts, der Schatten des Fotografen auf dem Boden.
Großbild mit Street Life Aufschrift in gelb, Fotografennennung und zwei gevannten Persoben (m + w).
Schild mit dem Wunsch, den Verein mit einer Spende zu unterstützen.
Schild mit der Frage, ob die Ausstelkung Gefallen fand und dem Wunsch, das im Gästebuch kund zu tun.
Foto von mir im Spiegel der FotoGang-Scheibe der gegenüberliegenden Seite mit ein paar der Fotos der Ausstwlkung hinter mir.

Ein paar Bildimpressionen, die das Besondere der Bilder „hörbar“ machen sollen:

– Die Braut im schulterlosen weißen Kleid küßt ihren Uniformierten auf einem treppenartigen Aufgang. Ein Fotograf unten hält die Szene fest.
– Der Kahlrasierte mit Runnen auf dem Hinterkopf von hinten am Strand gezeigt. Balonfiguren um ihn rum, eines, eine Windrose, in Symbiose mit seinen Kopftatoos
– Die weiße Verkleidung mit schwarzen Schatten und das ebenso gehaltene Kleid der Frau im Vorsergrund.
– Die wütende Demonstrantin, die ein Plakst mit einem parodierten Putin hoch hält mit der Aufschrift: „Welche Drogen hast Du eigentlich genommen??“ Groß im Hintergrund wacht mit erhobenem Arm Martin Luther.
– Das große unifarbene Plakat mit der Aufschrift: „Hass ist tödlich.“ Im Hintergrund zwei Feauen mit Covidmasken und gekleidet mit langen Gewändern und Kopftuch bei der älteren.
– Das küssende, junge Paar. Er auf dem Fahrrad. Im Hintergrund ein weißes Kleid eines Geschäfts.

Ausrichter: Fotografie & Kommunikation e.V.
Fotograf: Bernd Reinert

Vielleicht noch eine abschließende Anmerkung:

Der KunstGang in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist eine der größte Ausstellungsflächen in Niedersachsen.
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