Zitat am Morgen

Holocaustüberlebender Leon Weintraub

»Man darf nie zulassen, dass die AfD die Macht ergreift«

Leon Weintraub überlebte vier Konzentrationslager. Als er befreit wurde, wog er nur noch 35 Kilo. Heute ist Weintraub 100 Jahre alt und kämpft weltweit gegen Extremismus. Ein Gesprächsauszug zum Holocaust-Gedenktag

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Warten

AUDREY HEPBURN: Erst wenn kein Kind, kein Mensch mehr hungern muss, ist unser Kampf zu Ende!
Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens. Die dann erfolgende Geschichte ordentlich dokumentiert und erscheint aus der Sicht des 21. Jahrhunders in das nullte Jahrhundert zurückgeschaut wie ein Wunder – eben auch wie obiges Zitat von Audrey Hepburn, das mir die Tage entgegen leuchtete vom Briefpapier. Doch Wunder geschen immer wieder, wie schon in Schlager besungen, wir müssen nur daran glauben.
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Zitat am Abend

491 Tage, dann stellte ihn die Hamas auf eine Bühne in Deir al-Balah, kurz bevor er freigelassen wurde. Die Terroristen fragten, ob er sich auf seine Familie freue. Ja, er freue sich. Die Hamas wusste es, die Menschen in Israel wussten es, weltweit war an Eli Sharabis Schicksal Anteil genommen worden. Nur er, er wusste nicht, dass es keinen Grund zur Freude gab.

HAZ am Sonntag
Eli Sharabi „491 Tage“, Suhrkamp Verlag

Sharabi’s memoir Hostage was named by Time magazine as one of the 100 „must-read“ books of 2025.[1]

Wikipedia.org
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Videoandacht 323 am 23.11.2025 · Ewigkeitssonntag · Totensonntag · Friesenkapelle, Sylt

Videoandacht 323 am 23.11.2025 · Ewigkeitssonntag · Totensonntag · Friesenkapelle, Sylt

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Videoandacht 323 am 23.11.2025 · Ewigkeitssonntag · Totensonntag · Friesenkapelle, Sylt

Schwestern und Brüder, Sylt ist eine Metapher für diesen besonderen Tag im Kirchenjahr, an dem viele von uns wieder schmerzhaft daran denken, von wem wir Abschied nehmen auf Erden. Heute denken wir an die Menschen, dienicht mehr unter uns sind. Menschen, die unser Leben geprägt haben mit ihrer Liebe, mit ihrer Art, ihrem Lachen, manchmal auch mit ihrer Eigenheit. Sturheit und auch ihrer Stärke. Jeder Name, an den wir denken, trägt eine Geschichte. Ein ganzes Leben mit Höhen und Tiefen, mit Licht und Schatten. Wenn wir in diesem Gottesdienst Kerzen entzünden für die Verstorbenen, ist jedes Licht ein Licht gegen das Vergessen und auch gegen die Vergänglichkeit. Denn für viele von uns sind Liebe und Geschichten, die sich mit den Namen verbinden, nicht vergangen, sondern ein lebendiger Teil von uns selbst. Die Kerzen leugnen das Dunkel nicht, aber sie erhellen es. Sie bewahren die Gesichter der Namen. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Liebe nicht aufhört, auch da nicht, wenn ein irdisches Leben zu Ende geht. Die Worte des Psalm: „Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Sie beschreiben dieses. So singt und betet
einer, der die Endlichkeit kennt und sie annimmt. Denn das Nachdenken über den Tod ist kein düsteres Thema, sondern eine Chance, das Leben tiefer zu verstehen.
[…]
Schwestern und Brüder, der Horizont ist keine Grenze, sondern ein Übergang. Und so kann man vielleicht auch über den Tod denken, nicht als Ende, sondern als Übergang, nicht sichtbar für uns, aber eingebettet in ein größeres Licht. Darin liegt für mich ein Trost an diesem Sonntag. Wir dürfen die Verstorbenen loslassen und zugleich bewahren, was uns verbindet. Wir dürfen trauern und zugleich dankbar sein für das, was war und bleibt. Und wir dürfen lernen, das Leben bewusster zu leben, weil wir wissen, dass es kostbar ist. Ewigkeits Sonntag. Manche sagen auch Totensonntag, ein Tag des Gedenkens, ein Tag der Stille und dann auch ein Tag des Lebens. Denn jeder Gedanke an einen Menschen, der uns fehlt, ist auch ein Zeichen dafür, dass die Liebe stärker ist als der
Tod. Für mich ist das am Ende aller Worte, aller Psalmen, aller Fragen das einzige, was bleibt. Die Liebe, die wir empfangen haben, die wir weitergeben können und die uns trägt über das Ende, über die Grenze hinaus.
So sei es.
Amen.

Pastor Rainer Chinnow
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Erinnerung an einen großen Buchautoren und Illustrator – nicht nur für Kinder

Schwarzweiß-Portrait von Helme Heine
Helme Heine (2014) • HelmeHeineArt • CC BY-SA 4.0

Wer den Zoo Hannover besucht hat, kennt Mulkewapp, den Spielplatzbereich in Zoo. Nach einem der Bücher Heines benannt und mit den Figuren aus dem Buch ausgeschmückt, die zusammen mit den Geschichten diesen besonderen Reiz bei Groß und Klein auslösen, was nicht viele der schreibenden uns illustrierenden Zunft können.

Seine Figuren füllte er mit Leben, ohne dass die Details später im Buch vorkamen. »Was für Musik würde Waldemar hören, was für Bücher würde Johnny Mauser lesen?«, fragte Heine sich. Erst eine Figur mit allen gedachten Facetten werde dann auch beim Malen authentisch.

»Ich weiß, dass meine Lebenszeit begrenzt ist, dafür bin ich dankbar, denn sie lässt mich bewusster leben«, war Heines Philosophie. Sein Leben nannte er eine Bilderbuch-Karriere. »Ich weiß, dass alles Leben aus dem Sternenstaub entstand. Der Tod wird diesen Prozess nicht beenden.«

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Zitat am Morgen

Der 9. November steht für drei einschneidende Ereignisse in der deutschen Geschichte: 1918 rief in Berlin Philipp Scheidemann die Republik aus, 1938 setzten die Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht Synagogen und andere jüdische Einrichtungen in Brand und drangsalierten und ermordeten Jüdinnen und Juden, 1989 fiel die Mauer in Berlin.

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