491 Tage, dann stellte ihn die Hamas auf eine Bühne in Deir al-Balah, kurz bevor er freigelassen wurde. Die Terroristen fragten, ob er sich auf seine Familie freue. Ja, er freue sich. Die Hamas wusste es, die Menschen in Israel wussten es, weltweit war an Eli Sharabis Schicksal Anteil genommen worden. Nur er, er wusste nicht, dass es keinen Grund zur Freude gab.
Wer den Zoo Hannover besucht hat, kennt Mulkewapp, den Spielplatzbereich in Zoo. Nach einem der Bücher Heines benannt und mit den Figuren aus dem Buch ausgeschmückt, die zusammen mit den Geschichten diesen besonderen Reiz bei Groß und Klein auslösen, was nicht viele der schreibenden uns illustrierenden Zunft können.
Seine Figuren füllte er mit Leben, ohne dass die Details später im Buch vorkamen. »Was für Musik würde Waldemar hören, was für Bücher würde Johnny Mauser lesen?«, fragte Heine sich. Erst eine Figur mit allen gedachten Facetten werde dann auch beim Malen authentisch.
»Ich weiß, dass meine Lebenszeit begrenzt ist, dafür bin ich dankbar, denn sie lässt mich bewusster leben«, war Heines Philosophie. Sein Leben nannte er eine Bilderbuch-Karriere. »Ich weiß, dass alles Leben aus dem Sternenstaub entstand. Der Tod wird diesen Prozess nicht beenden.«
Joachim Maier Psychologische Sicherheit durchgespielt Dramafreie Zusammenarbeit im psychologisch sicheren Kreisen schaffen
234 Seiten BusinessVilage 2025 29,95 EUR Taschenbuch, 28,95 EUR Digitalausgabe ISBN 976-3-86980-780-5 (Druckausgabe) ISBN 978-3-86980-782-9 (E-Book, epub)
Psychologische Sicherheit ist eines dieser neueren Buzzwords. Es erscheint völlig klar, dass ein jedes Team in Unternehmen der freien Wirtschaft wie der öffentlichen Hand quasi diese psychologischen Sicherheit erlangt hat und sehr souverän damit agieret. Die Wirklichkeit sieht in etwa so aus wie in diesem Teilbereich, dass nahezu jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, voll im Agilen angekommen ist und ggfls. – je nach Größe – ein entsprechendes Unternehmensskallierungsframework noch dazu einsetzt. Dass aber gerade der gegenteilige Trend zum Mikromanagement, Spuntwandhochfahren und Tracken nach all den ganzen KPIs erfolgt, so dass das Pendel in die Richtung des klassischen Projektmanagement wieder umschlägt, sollte mittlerweile an vielen Stellen angekommen sein.
Hier setzt Joachim Maier an, denn er bietet in 6 Kapiteln die Chance, psychologische Sicherheit im Team zu erlernen und bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Beispielen (gute wie schlechte), Hilfsmitteln und Aufgaben (Settings genannt) an, um Schritt für Schritt in dem Umfeld Fuß zu fassen und das Wissen zu festigen. Dieses von ihm Babysteps genannten kleinen Lernschritte ermöglichen es, das Neue wirklich lernen zu können.
Er beginnt mit „Angstfreie Organisation“ der Professorin Amy Edmondson der Harvard Business School. Ihr Standardtest zur Feststellung, ob im Team psychologische Sicherheit vorherrscht (4 Fragen bzw. erweitert 7 Fragen) ist frappierend einfach zu bewerkstelligen, um schnell eine Antwort zu bekommen. Die Antwort Maiers dazu: Das sollte man nicht manchen. Sehr viel zielerreichender ist es, sich wirklich mit der Materie auseinander zu setzen. Da kommt dann die Aristoteles-Studie von Google, die nun bereits über eine Dekade alt ist, aber sehr deutlich herausstellte, dass bei erfolgreichen Teams psychologische Sicherheit das wichtigste Merkmal ist und dieses die mächtigste Gewichtung hat.
Es ist eine Entwicklung, um psychologische Sicherheit im Team zu erlagen. Maier bringt einige Metaphern mit (Wildpferde, Pingpong, Schlange unter dem Teppich, die Arche). Es finden sich in der Regel immer psychologisch sichere Kreise, manche Kreise überlappen, einige Personen sind nicht in diesen Kreisen enthalten und zusammen bilden diese Kreise das Team oder sind teamüberlappend:
„Psychologisch sichere Kreise entstehen dort, wo sich innere Sicherheit („Wie sicher fühle ICH mich in der Gruppe?“) und psychologische Sicherheit („Wie sicher fühlt sich DIE GRUPPE für mich an?“) überschneiden. Die Überlagerung schafft den Raum für ein Zusammenarbeiten, in dem Defensivreaktionen überflüssig werden. Eine offene und angstfreie Kommunikation wird möglich.“
Level 1: Psychologische sichere Kreise statt Drama: Wie sicher ist euer Gruppenklima?, S. 23
Auf sehr emotionale, berührende Weise schildert Maier seine Stolpersteine. Hier schreibt er sehr offen und authentisch aus dem Privaten wie Beruflichen. Eine derartige Offenheit in Fachbüchern habe ich bisher nie erlebt. Natürlich ersetzt das Lesen eines Buches keine echte Begegnung und Teilnahme an einem Seminar. Durch seine eigene Geschichte wirkt das Gesagte deutlich mehr auf mich. Hier bekommt die Vokabel Lernkultur (statt des negativen Fehlerkultur-Ausdrucks) eine echte Bewandtnis. „Psychologische Sicherheit im Team beginnt immer auch bei uns selbst.“ (Level 3: Arbeitsfeld „Innere Sicherheit“, S. 90).
Interessant sind die Übungen (Settings, hier Setting 7 „Selbstregulation dank Double-Push-Atmung, S. 117). Diese als Profivariante vorgestellte Übung wird in der Antiterrorausbildung eingesetzt, um sehr schnell und sehr zielgerichtet, das autonome Nervensystem, also Sympathikus (Flucht- oder Kampfreaktion) zu zähmen und Vagusnerv zu stimulieren.
Es werden noch Themen aus der Akupressur, asiatischer Kampfkunst, Yoga und aus dem Zen vorgestellt. Steve Jobs war in jungen Jahren – semisponsored by Atari – damals nach Indien aufgebrochen, um seinen Meister zu finden und zu lernen. Er hätte das fast mit seinem Leben bezahlt. Dem Zen Buddhismus ist er allerdings sein gesamtes Leben treu geblieben.
Klar ist, das hat erwähnter Firmenlenker gewußt, psychologische Sicherheit beginnt und kommt aus dem Inneren. Das Selbstregulieren in den z.T. überaus herausfordernden Situationen schafft es, dass das Arbeiten im Team weiterhin klappen kann (die beschriebenen Wildpferde, die beim kleinsten Ungemach reißaus nehmen).
„Psychologische Sicherheit ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck erfolgreicher – weil dramafreier – Zusammenarbeit und gelingender Lernprozesse.“
Level 4: Arbeitsfeld „Teamintervention“, S. 127
Maier hat für das sicherlich nicht unhäufig auftretende Phänomen der ungleichen Redeanteile in Team eine frappierend einfach Lösung. Mittels des Liberating Structure 1-2-4-All wird sichergestellt, dass sich alle bei Gruppenaufgaben beteiligen, denn das Einbringen in kleineren Teilgruppen ist oftmals einfacher als vor dem gesamten Team zu sprechen. Die als Dark Patten anzusehende Meinung „Jeder, jede hat die Chance sich einzubringen. Es muss nur gemacht werden.“ ist sicher nicht zielführend, denn gerade Teams, die noch auf dem Weg zur psychologischen Sicherheit sind, laufen sonst Gefahr, Mitglieder der Teams dadurch auszugrenzen bzw. einzelne Mitglieder könnten sich auch aktiv ausgrenzen, weil das als die persönlich sinnenhafteste Variante gesehen wird, die eigene Komfortzone nicht zu verlassen, was aber einem eigenen Lernen im Wege steht.
Als wirklich Goodie kommen die Lesenden die „Arche“ als Webseite, wo nach Anmeldung ein interaktives Tool zur Verfügung steht, um psychologische Übungen durchführen zu können. Diese Übungen sind für das gesamte Team gedacht. Diese Software ist unter der GPLv3 als freie Software veröffentlich und steht bei GitHub zur Verfügung, so dass sie angepasst oder auf den eigenen (Unternehmens-)Servern betrieben werden kann. Die Nutzung der Software ist kostenfrei, denn Maier argumentiert, dass viele Gruppen keine marktüblichen Beratertageshonorare bezahlen können und ihm ist es ein Anliegen, dazu beizutragen, dass die Welt psychologisch sicherer wird. Dadurch, dass das Feedback anonym gesammelt und dargestellt wird, ist dieses ein Schutzraum für das Ausprobieren, Der Fokus ist klar auf kleine Veränderungen (Babysteps) gelegt.
Es schließt sich ein vierseitiges Literaturverzeichnis an sowie eine zweiseitige Übersicht über die Settings. Dr. Joachim Maier hat mit dem Trainingsbuch für psychologische Sicherheit ein spannendes Werk geschaffen, dass es locker schafft, die Thematik in Babysteps nahezubringen, durch die eingestreuten Übungen (Setting) eine Leichtigkeit erzeugt, die durch die sehr nahbaren und emphatischen Schilderungen des Autors eine Offenheit zu Tage fördern, die so bisher nie gekannt war. Das alleine ist es wert, Maiers Ausführungen zur psychologischen Sicherheit zu ergründen. Die „Zugabe“ der digitalen Arche als webbased Training für Teams ist da ein absolutes Sahnehäubchen und bietet Teams die Möglichkeit, sich im geschützten Raum auszuprobieren – also ein digitaler Save Space zur angstfreien Kommunikation.
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