
Auf den Spuren Anne Franks
Familien- und Weltgeschichte: Leyb Elias aus dem hannoverschen Schauspielensemble ist Enkelkind des Lieblingscousins des berühmten NS-Opfers. Für eine Dokumentation geht es jetzt auf Spurensuche.
„Was heißt Erinnerungskultur in der dritten Generation, aber auch in einem Heute, da viele Überlebende nicht mehr da sind?“, fragt Elias. „Was können wir wirklich aus der Geschichte von Anne Frank lernen? Wie können wir den Transfer leisten dahin, wo es heute Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Hass und Hetze gibt? In dem Moment, in dem wir Gruppierungen ausgrenzen, haben wir ein Problem in dieser Gesellschaft.“
„Anne Frank war letztlich ein Mensch wie du und ich”, sagt Leyb Elias. „Man muss sich klar machen: diskriminiert zu werden, passiert so vielen Menschen auf dieser Welt. Wenn wir aus ihr nur dieses Phänomen, dieses Idol machen, vergessen wir, wie menschlich sie war.“
HAZ, today
Der 8. Mai 1945, im Englischen VE-Day genannt, war die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und der Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland. In der BRD hatte sich der abgeschwächte Begriff des Kriegsendes eingebürgert.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden Schätzungen zufolge über 65 Millionen Menschen getötet. Es kamen mehr Zivilisten um als Soldaten bei Kampfhandlungen. Am stärksten betroffen war die Sowjetunion mit etwa 27 Millionen getöteten Menschen, davon ungefähr die Hälfte als Soldaten, von denen drei Millionen in deutscher Kriegsgefangenschaft starben. In den sowjetischen Opferzahlen sind die etwa 650.000 getöteten Soldaten der 1939/40 von der UdSSR annektierten baltischen Staaten enthalten.
Burkhard Asmuss veröffentlichte 2002 eine Aufstellung mit teilweise gröberen Schätzungen.[143] Insgesamt erhärtete sich dabei eine Gesamtopferzahl von mindestens 5,6 bis zu 6,3 Millionen ermordeten jüdischen Menschen. Dazu kommen Zahlen für Verletzte und Vertriebene. Im von ihm herausgegebenen Handbuch des Antisemitismus bezifferte Benz die Gesamtzahl der Holocaust-Opfer auf „mindestens sechs Millionen“.[144]
Die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem nannte im November 2025 fünf Millionen Opfer in ihrer Personenkartei namentlich, sie sind also identifiziert. 2,8 Millionen dieser Namen wurden von Angehörigen oder Freunden übermittelt. Die anderen Namen wurden durch die Auswertung von Dokumenten in den Archiven ermittelt.[145]
•••• Mit Klick auf die Abspielschaltfläche wird das Video im eingebetten IFrame gestartet. Das Vorschaubild kann schon auf diesem Blog vorhanden sein, so dass erst beim Abspielen eine Verbindung mit YouTube aufgebaut wird und Daten übertragen werden. ••••
John Williams: Schindler´s List Theme – Itzhak Perlman

