Die Landesschülersprecherin von Sachsen-Anhalt durfte mit Siegmund reden. Eine halbe Stunde dauerte das Gespräch. Der AfD-Politiker nutzte die Plattform, um auch über seine Schulpläne zu reden. Indirekt empfahl er, im Geschichtsunterricht die Gräuel der Nationalsozialisten weniger genau zu behandeln. »Wir können uns nicht immer nur für unsere Geschichte schämen. Wir haben keine Schuld da dran«, so Siegmund.
Und dann nur kurz eingeschoben von einer aufrechten Deutschen:
Aus Margot Friedländers bekannter Rede im Europäischen Parlament:
„Seid Menschen! Menschen haben es getan, weil sie Menschen nicht als Menschen anerkannt haben. Man kann nicht alle Menschen lieben, aber Respekt gebührt jedem. Es gibt kein christliches, kein jüdisches, kein muslimisches Blut, es gibt nur menschliches Blut. Wir sind alle gleich. Was war, war – wir können es nicht mehr ändern. Es darf nur nie, nie wieder geschehen.“
Dem Nazi-Sprech des AfD‘lers hat das öffentlich rechtliche Fernsehen sehr viel Raum zur Darbietung rassisrischer, menschenverachtender Propaganga gegeben, was schlimm genug ist. Das wird durch den Kanal, der für Kinder bestimmt ist, noch unerträglich gesteigert. Es stellt sich klar die Frage, was eine Dauerberieselung einer nach Rechtssicherheit rassistischen Partei für ein junges Zielpublikum soll, dessen geistige Reife noch nicht abgeschlossen ist, um diese dumpfe Indoktrination zu verstehen.
