Drei Parteiorgane, zwei Vereine und ein Briefkasten
Ein Viertel der AfD-Direktkandidat:innen ist mit Vereinen verbunden, die Rechtsextreme hofieren. Was steckt dahinter?
Nach der Wahl könnten die Vereine und ihre Mitglieder an Macht gewinnen. Eine Recherche von abgeordnetenwatch zeigt, dass ein Viertel der Kandidat:innen, die höchstwahrscheinlich ein Direktmandat gewinnen, mit mindestens einem der Vereine verbunden ist. Manche von ihnen werden als zukünftige AfD-Minister gehandelt.
Bei der Gründung ging es darum, “das öffentliche Geld abzupassen”, sagt eine Vertraute aus dem AfD-Umfeld gegenüber abgeordnetenwatch. Interne Protokolle suggerieren Ähnliches.
Der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt hat den dortigen Landesverband der AfD mit all seinen Unterorganisationen als gesichert rechtsextremistische Vereinigung eingestuft.
Ein Gericht hat diese Einstufung bestätigt. Unter anderem wegen ihrer “der Menschenwürde des Grundgesetzes gegenläufige konzeptionelle Ausrichtung“ und weil sie bei ihren Anhängern das “Vertrauen in die politischen Institutionen und Prozesse der Bundesrepublik Deutschland fundamental zu erodieren” versuche.
