Hätte Thomas Mann KI gemocht, Hanns Zischler?

 Der Begriff einer ‚biodeutschen‘ Identität ist eine Unverschämtheit.

Im Kinoereignis „Vaterland“ spielt Hanns Zischler den Literaturnobelpreisträger Thomas Mann. Mit Matthias Halbig spricht der Schauspieler über Manns Ringen um Heimat, über Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Film und KI in der Kunst.

Der Film passt thematisch gut in eine Zeit, in der, was man nach der Erfahrung der NS-Zeit nie mehr für möglich gehalten hätte, die in Teilen gesichert rechtsextremistische Partei AfD im September in zwei Bundesländern – schwerpunktmäßig über das Thema Migration – als Wahlsieger hervorgehen könnte.

Für mich gilt: Deutschland ist ein Einwanderungsland, ohne Wenn und Aber. Und wir müssen uns alle auf Einwanderung einlassen. Der Begriff einer „biodeutschen“ Identität ist eine Unverschämtheit, so wie „Rasse“ ein Begriff aus der Pferdezucht ist. Die Einwandernden sind eine Hilfe für uns. Und das zu leugnen, ist unglaublich.

Würde ganz Deutschland rechts regiert – mit den entsprechenden Veränderungen einer deutschtümelnden Kulturpolitik – was würden Sie tun?

Natürlich bliebe ich im Land – und machte meinen Mund auf.

HAZ, this weekend
Ukrainische Flagge

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