„Deutschland muss Druck ausüben“

Menschen suchen für ihre Probleme Sündenböcke - und Juden wird diese Rolle seit der Antike zugeschrieben.

Israels Ex-Botschafter Stein hofft auf eine Abwahl Netanjahus – und die Konfrontation mit der AfD

Er inszeniert sich als starker Mann, der für Israels vermeintliche absolute Sicherheit sorgt. In Wahrheit tut er dem Land aber nicht gut. Ich halte ihn schon seit Langem für gescheitert: Er hat seine Kriegsziele – sowohl in Gaza, als auch im Iran – verfehlt und Israel in eine totale Abhängigkeit von Donald Trump geführt. Seine Koalition mit Populisten und Rechtsradikalen hat die politischen Möglichkeiten verengt. Aber er hat nach wie vor Siegeschancen, weil ihn viele noch immer als „Mann der Sicherheit“ sehen. Nach dem Trauma des 7. Oktober 2023, das Israel noch längst nicht bewältigt hat, ist das für viele Wähler entscheidend. Andere Themen haben kaum eine Chance. Dass davon Netanjahu profitiert, wirkt absurd.

Nur weil die AfD sich zu Israel bekennt, ist sie nicht weniger gefährlich für Juden. Wenn die AfD Muslime ablehnt, können sich Juden genauso wenig sicher fühlen. Trotzdem halte ich die Brandmauer inzwischen für gescheitert. Ideen kann man nicht aus den Köpfen verbannen. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen und Menschen von den Gefahren überzeugen, die die AfD für die freiheitliche demokratische Gesellschaft darstellt. Das gilt auch für die jüdische Community, die ein integraler Bestandteil der Gesellschaft ist.

HAZ, today

Und nebenbei: Jesus ist Jude.

Ukrainische Flagge

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