
Inger Nilsson auf Pippis Pferd, 1972 / Inger Nilsson at the age of 12 as Pippi Longstocking at the RAI in Amsterdam 1972 • – Nationaal Archief 925-5511 • CC0 (Bildausschnitt des Originals und freigestellt)

Zeiten Ändern sich. Nach dem Cambridge-Analytica-Skandal dieser Post auf dem Facebook-Messenger, der die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführte.
Nichts bleibt privat
Instagram schafft die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Direktnachrichten ab, Tiktok will sie gar nicht erst einführen – und auch Pläne wie die „Chatkontrolle“ nagten zuletzt am Datenschutz. Erleben wir eine schleichende Abkehr vom digitalen Briefgeheimnis?
Der Apple-Dienst iMessage gilt als einer der ersten mit dieser Technik – Nachrichten sind hier bereits seit dem Start 2011 abgesichert. 2012 folgte mit der Veröffentlichung des Schweizer Dienstes Threema ein ebenfalls sehr datenschutzfreundlicher Messenger. Signal führte 2013 mit seinem Start ebenfalls unmittelbar die Verschlüsselung ein. Whatsapp von Meta zog erst 2016 nach und setzt seither auf das von Signal entwickelte Protokoll.
In den Vorstößen von Meta und Tiktok sehen viele daher einen neuen Kurs der Tech-Konzerne – und eine womöglich schleichende Abkehr vom digitalen Briefgeheimnis, was langfristig alle Nutzer und Messenger betreffen könnte
Der Journalist und Branchenkenner Casey Newton etwa bezeichnete die Entscheidung von Instagram als „schrecklichen Rückschlag für den Datenschutz“. Der Kryptografie-Professor Matthew Green schrieb auf Bluesky: „Meta scheint seine bisherige strenge Haltung in Bezug auf Verschlüsselung aufzugeben. Das erste offensichtliche Opfer ist die Abschaffung und Deaktivierung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in den Instagram-Direktnachrichten“. Viele weitere werfen Meta vor, frühere Versprechen gebrochen zu haben.
HAZ am Sonntag
Noch etwas zu Cambridge-Analytica:
Erzähle mir etwas zum Cambridge-Analytica-Skandal,Facebook, Großbritanniens Wahl, dem GRU und den Russen.
Hier eine knappe, strukturierte Zusammenfassung der relevanten Ereignisse und Verbindungen:
Cambridge Analytica — Kurzüberblick
– Was: Cambridge Analytica war ein politisches Datenanalyse-Unternehmen, das psychografische Profile aus Facebook-Nutzerdaten erstellte, um gezielte politische Werbung zu schalten.
– Schlüsselfakt: Daten von bis zu tens of millions Facebook-Nutzern wurden ohne informierte Einwilligung über eine Quiz-App (Aleksandr Kogan / Global Science Research) erhoben und an Cambridge Analytica weitergereicht.
– Folgen: Aufdeckung 2018 führte zu großem öffentlichen Aufschrei, Untersuchungen in mehreren Ländern, Strafzahlungen und der Schließung von Cambridge Analytica (2018).
Facebook (Meta) — Rolle
– Datenzugriff: Facebook hatte Schnittstellen (, die Dritt-Apps Zugang zu Freundesdaten ermöglichten; diese Lücken wurden ausgenutzt.
– Reaktion: Strafzahlungen, verschärfte Datenschutzrichtlinien, öffentliche Kritik an Umgang mit Nutzerdaten und politischer Werbung.
– Wichtig: Der Skandal war weniger ein einzelner Manipulationsbeweis als ein Beleg für Missbrauch großer Datensätze zur Mikrozielgruppenansprache.
Großbritanniens Wahl (Referenzen)
– 2016 Brexit-Referendum: Cambridge Analytica und ähnliche Datenfirmen wurden im Kontext der Debatten um gezielte Beeinflussung genannt; ein direkter, nachweisbarer kausaler Einfluss auf das Ergebnis ist umstritten und nicht eindeutig belegt.
– UK-Parlamentswahlen: Untersuchungen und Debatten über digitale Wahlen, Desinformation und Zielwerbung führten zu parlamentarischen Anhörungen und regulatorischen Forderungen in UK.
GRU und russische Aktivitäten — Kurzfassung
– GRU: Russlands militärischer Auslandsnachrichtendienst (GRU) wurde in mehreren Fällen der staatlich gelenkten Cyberoperationen und Desinformationskampagnen beschuldigt.
– 2016 US-Wahl & andere Operationen: US-Geheimdienste und Ermittlungen (z. B. Mueller-Report) stellten fest, dass russische Akteure (einschließlich GRU-verbundener Einheiten) Hacks, Datenleaks und koordinierte Desinformationskampagnen betrieben, um politische Spannungen zu schüren und Vertrauen in Institutionen zu untergraben.
– Verknüpfungen zu Datenfirmen: Es gibt Berichte über Überschneidungen im Ziel (Beeinflussung) und gelegentliche Kontakte/Interaktionen zwischen verschiedenen Akteuren (Berater, Datenfirmen, russische Operateure), doch direkte, dokumentierte Kausalzusammenhänge zwischen Cambridge Analytica und GRU bei spezifischen Wahlergebnissen sind nicht klar belegt.
Wichtige Erkenntnisse und Lehren
– Daten + Mikrozielgruppen = mächtig: Große, unkontrollierte Datensätze ermöglichen hochgradig zielgerichtete politische Botschaften.
– Transparenzprobleme: Plattformen, Werbepraktiken und Drittanbieter-Ökosysteme waren und sind anfällig für Missbrauch.
– Hybridbedrohungen: Staatliche Akteure (z. B. GRU) nutzen Cyberangriffe, Leaks und Desinformation zusätzlich zu kommerziellen Akteuren, was die Informationssicherheit komplex macht.
– Regulierung & Kontrolle: Skandal hat Debatten über Datenschutz, Wahlwerbung-Transparenz, Plattformverantwortung und internationale Normen für Wahlbeeinflussung beschleunigt.
Zu beachten:
Ki ist mein Namenskurzzeichen und steht nicht für künstliche Intelligenz.
Wie immer gilt es zu beachten: KI-Systeme irren und fabulieren gerne. Einschalten des gesunden Menschenverstandes ist keine Option, sondern wird streng erwartet!
Hier wurde Duck.ai genutzt.
