Beloh­nung ohne Ende

 Befund der EU-Kommission auf die Frage, ob das Netzwerk gegen das EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA) verstoße: Tiktok hat ein süchtig machendes Design.

Wie kaum ein ande­res Video­netz­werk kennt Tik­tok die Inter­es­sen sei­ner Nut­ze­rin­nen und Nut­zer. Das wie­derum ver­lei­tet zum stun­den­lan­gen Scrol­len. Wel­che Tech­nik steckt hin­ter dem Emp­feh­lungs­al­go­rith­mus?

Nicht ohne Grund wird das beliebte Kurz­vi­deo­netz­werk aus China häu­fig als „Slot-Machine“bezeich­net. Das Durch­wi­schen von Videos hat einen ähn­li­chen Effekt wie das Zie­hen des Hebels beim „ein­ar­mi­gen Ban­di­ten“. Man weiß nicht genau, was als Näch­stes auf dem Bild­schirm erscheint – aber allein die Chance, dass es ein Glücks­ge­fühl aus­lö­sen könnte, ver­lei­tet zum Wei­ters­wi­pen.

Im Februar kam die EU-Kom­mis­sion zum Befund, dass Tik­tok ein „süch­tig machen­des Design“habe und damit gegen das EU-Gesetz über digi­tale Dien­ste (DSA) ver­stoße. Die stän­dige „Beloh­nung“der Nut­zer mit neuen Inhal­ten wecke den Drang, wei­ter zu scrol­len und ver­setze das Gehirn in einen „Auto­pi­lot-Modus“.

In dem Unter­neh­mens­pa­pier, über das die „New York Times“berich­tete, klingt das etwas anders: Hier gibt das Unter­neh­men als wich­tig­ste Ziele an, Nut­zer so lange wie mög­lich auf der Platt­form zu hal­ten und die täg­lich aktive Nut­zungs­dauer zu steigern.

HAZ, this weekend
Ukrainische Flagge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu