
Im Chat-Skandal geht es nicht allein um die versehentliche Beteiligung eines Journalisten an einem Gedankenaustausch in der Regierung. Die Beteiligten an der Chat-Gruppe – allen voran der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz, Hegseth und Vizepräsident J.D. Vance – werden in den anstehenden Anhörungen im Kongress vor allem erklären müssen, warum sie überhaupt den für alle Welt zugänglichen Messengerdienst Signal genutzt und damit auf die speziell verschlüsselten Systeme ihrer Regierung verzichtet haben. Das Verteidigungsministerium selbst warnt in internen Memos vor der Nutzung von Signal und verweist auf Risiken durch russische Hacker.
HAZ, today
Hegseth ist Fernsehmoderator. Impulsiv, inkompetent und fachlich für die sehr sensible Aufgabe eines Verteidigungsministers der Vereinigten Staaten von Amerika nicht geeignet. Zudem gibt es den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen ihn.
Betroffen sind der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz, Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Mobilnummern, teilweise verknüpft mit Messengerdiensten oder Social-Media-Konten, E-Mail-Adressen, zugehörige Passwörter – das alles findet sich öffentlich abrufbar im Netz, aufzufinden über kommerzielle Personen-Suchmaschinen oder Leaks von Kundendaten.
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»Es ist absolut verstörend zu sehen, wie wenig sich hochrangige US-Regierungsvertreter um die Sicherheit ihrer Kommunikation zu scheren scheinen«, sagt unser Investigativ-Koordinator Jörg Diehl. »Für ausländische Nachrichtendienste muss diese Unprofessionalität ein einziges Fest sein. Selten wohl war es für sie leichter, an sensibelste Informationen zu gelangen.«
