Buchbesprechungen

Hier finden sich Buchbesprechungen von mir. Nicht nur der IT-Bereich findet sich hier, wenn auch IT-nahe Themen noch einen Schwerpunkt ausmachen. Viel Spaß beim Stöbern.

 
 

Nessus 3.x kompakt

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Holger Reibold

Nessus 3.x kompakt
Alles Wichtige für den Einsatz des Security-Scanners

2. aktualisierte und erweiterte Auflage
Saarbrücken 2008
Bomots-Verlag
216 Seiten
19,80 €
ISBN 978-3-939316-54-1

Wer immer Sicherheislücken im eigenen Firmennetz aufdecken will, kommt an dem Quasi-Standard Nessus nicht vorbei. In der bekannten Kompakt-Reihe des Bomots-Verlags hat sich Holger Reibold den Security-Scanner Nessus vorgenommen, den er in der Version 3.2.1 vorstellt.

Nessus gibt es für eine ganze Reihe verschiedener Linux-Distributionen, Windows-Systeme und Mac OS X Systeme. Nach einem kurzen Einstieg, der das Produkt im groben darstellt, geht es gleich daran Nessus in Betrieb zu nehmen. Neben der Neuinstallation unter Linux und dem Upgrade einer 2er Version sowie der Grundkonfiguration, stellt der Autor auch ausgiebig die Installation und Konfiguration unter Windows vor, die im Gegensatz zu Linux ausschließlich über die GUI-Applikationen erfolgt, denn die Konfiguration wird binär und nicht in textform wie bei Linux gespeichert.

Für die Steuerung von Nessus wird der nur unter Linux laufende NessusClient vorgestellt. Dieser von der Firma Tenable, dem Hersteller von Nessus, stammende Client wird zunächst exemplarisch für zwei Linux-Distributionen installiert, ehe die Erstkonfiguration mittels des NessusClients erfolgt, bei der einige der Registeroptionen der Anwendung dargestellt und erläutert werden (z.B. Policy-Einstellungen, Optionen-Register, Plug-in-Auswahl).

Das folgende Kapitel „Die Client-Einstellungen im Detail“ geht sehr ausführlich auf alle Belange ein, die im vorangegangenen Kapitel nur kurz abgehandelt oder gar nicht behandelt wurden. So werden etwa bei den Credentials-Einstellungen Erläuterungen zu den Diensten SMB, SSH und Kerberos gegeben. Sehr ausführlich wird auch auf die Plug-in-Auswahl eingegangen. Ist sie doch das Herzstück von Nessus, denn die Plug-ins stellen die eigentlichen Testfälle dar, von denen es bereits über 25000 Testskripte gibt. Leider gibt es im Reiter zu den Plug-ins nicht sonderlich viel Informationen zu diesen, die bekommt man dafür aber auf der offiziellen Plug-in-Seite von Nessus, die an dieser Stelle ebenfalls Erwähnung findet (im Anhang gibt es einen Bereich, der weiterführende Information zu Nessus bietet: Web, Mailinglisten, Plug-in-Datenbank oder Blog).

Im Abschnitt zu Berichten geht Reibold darauf ein, wie denn nun die Ergebnisse des Scanners zu bewerten sind, nach einem Durchlauf von Nessus. Neben dem Bericht-Viewer des NessusClients in der Version 3.x wird auch auf die Version 2.x eingegangen, die sich deutlich unterscheidet. Auch waren in der Vorgängerversion mehr Exportformate möglich, so dass Reibold nicht nur an dieser Stelle des Buches den Tipp gibt, auch die nicht mehr weitergeführte 2er Version einzusetzen, da sie doch über gute Features verfügt, die in der aktuellen Version nicht mehr enthalten sind, so etwa das Detached Scannen, also das Scannen im Hintergrund, das nur mittels des Clients in der 2er Version möglich ist. Selbstverständlich geht der Autor in diesem Kapitel auch auf die das Filtern der mitunter sehr umfangreichen Berichte, den Umgang mit False Positives und Angaben von Institutionen (CERT, Securityfocus oder SecurityTeam) ein, wo man gezielte Hintergrundinformationen zu Sicherheitslücken erhalten kann.

Im Kapitel zu den fortgeschrittenen Sachen rund um Nessus finden sich so Dinge wie eine Aufstellung der internen Abläufe von Nessus bei einem Scann, detaillierte Angaben zur Knowledge Base. Es folgen noch Tipps und Tricks für den Praxiseinsatz von Nessus etwa die Planung eines Scanns eines Firmennetzes, lokale Tests, um eine Patch-Standermittlung für ein Betriebssystem zu ermitteln und explizite Angaben zum Scannen von Windows-Systemen

Das Werk wird abgeschlossen mit einem Kapitel zum Schreiben eigener Tests in der Nessus eigenen C-artigen Programmiersprache NASL, die neben einigen Testskripen vorgestellt wird.

Wer vor hat, im Firmennetz Nessus einzusetzten, findet in dem vorliegenden kompakten Werk von Holger Reibold einen Begleiter mit Tiefgang, der anschaulich die Nutzung von Nessus erläutert. Auf die gängigsten System (Linux, Windows) geht der Autor ein, so dass erste Schritte mit dem Security-Scanner schnell unternommen werden können.

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Inkscape kompakt

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Saarbrücken 2008
Bomots Verlag
René Gäbler
184 Seiten
16,80€
ISBN 978-3-939316-45-9

Inkscape kompakt
Professionelle Grafiken mit dem freien Vektorgrafikprogramm für Mac, Linux und Windows

Für ansprechende Bildbearbeitung gibt es im Vektorgrafikbereich das Open Source Programm Inkscape. Mit dieser kompakten Einführung von René Gäbler wird der Leser nach Durcharbeit des Buches in die Lage versetzt, erste produktive Schritte mit Inkscape zu unternehmen.

Vom schnellen Erzeugen einer Visitenkarte als erstes Kennenlernen von Inkscape über das Ausführliche Kennenlernen des Programms geht der Autor auch gezielt mit eigenen Abschnitten auf die Themen Pfaden, Formen, Linien und Füllungen, Objekte, Texte und Ebenen ein. Auffallend ist, dass die Beispiele sehr detailliert mit Abbildungen versehen sind und die möglichen Optionen einer Grafikaktion ausführlich beschrieben sind, so dass einem Nachvollziehen der Arbeitsschritte am eigenen Rechner nichts im Wege steht.

Im Abschnitt zu Inkscape für Fortgeschrittene geht Gäbler auf das SVG-Dateiformat, das auf XML basiert, ein. So beschreibt der Autor unter anderem, wie man etwa mit dem XML-Editor den Inhalt des RDF Attributs (Resource Description Frasmework) für Copyright-Vermerke anpassen kann.

Angaben zum Import und Export runden das Werk ab. Es wird der Import von Dateien aus der Open ClipArt-Bibliothek erläutert oder die Möglichkeit, Grafikdateien zahlreicher Formate zu importieren.

Im Anhang geht Gäbler unter andrem auf die Installation von Inkscape ein. Schade nur, dass er die Installationsschritte für Mac OS X in Ermangelung eines Macs nur anreisst für die anderen Systeme sind die nötigen Schritte detailliert beschrieben.

Inkscape kompakt führt schnell und zielgerichtet in den Umgang mit dem freien Vektorgrafikprogramm ein. Wer schnell brauchbare Ergebnisse mit Inkscape erzielen möchte und zudem sich nicht durch umfangreich Bücher lese möchte, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt.
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Audacity kompakt

Es ist mal wieder an der Zeit zum Jahresende ein wenig Resteverwertung vorzunehmen. Es folgen also ein paar Rezensionen, die es nie in die c’t, iX oder den Developer Channel geschafft haben.

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Saarbrücken 2008
Bomots Verlag
Markus Priemer
150 Seiten
16,80€
ISBN 978-3-939316-23-7

Audacity kompakt
Professionelle Soundbearbeitung mit dem besten freien Audioeditor

Wer Audiobearbeitung machen möchte, sei es als Podcaster oder um seine selbstproduzierte Musik zu bearbeiten, findet mit Audacity ein sehr umfangreiches Programm aus dem Open Source Bereich, das auf allen Mainstreamsystemen (Windows, Linux, Mac) zu Hause ist. Markus Priemer hat sich diesem Thema ausführlich gewidmet und konnte mit Markus Meyer, einem Core-Entwickler von Audacity, jemand versiertes für das Vorwort gewinnen, der das Werk kritisch begleitet hat.
Bevor es aber an die Arbeit mit dem Audiobearbeitungsprogramm geht, verschafft Priemer dem Leser eine Einführung in die Audiotechnik (z.B. Nyquist-Shannon-Abtasttheorem) sowie ein paar Anmerkungen zum Einsatz von Mikrophonen.

Im weiteren Verlauf des Buches wird der grundlegende Programmaufbau vorgestellt. Es werden die typischen Arbeitsschritte wie Tonspuren trennen, Ausschneiden, Kopieren und Trimmen von Tonspuren vorgestellt.

Sehr ausführlich behandelt Priemer die Effektmöglichkeiten und stellt sie der Reihe nach vor. Gut ist an den gesamten Ausführungen zu Audacity, dass das Buch sehr reichhaltig mit Screenshots gefüllt ist, zudem sind an vielen Stellen Tasturkürzel in Tabellenform aufgenommen, die gerade für Poweruser sehr von Nutzen sind. Eine Befehlsreferenz ist ebenso vorhanden.

Abschließend werden die Downloadmöglichkeiten und die Installationen unter Windows, Linux und Mac OS aufgezeigt. Interessant ist hier vielleicht, dass man Audacity in einer älteren Version sogar noch unter Mac OS Classic (System 9) betreiben kann.
Audacity wird vom Autor in aller Ausführlichkeit vorgestellt. Zuweilen hat man den Eindruck, dass jede vorhandenen Einstellmöglichkeit eines Dialogs aufgezeigt wird. Wen das aber nicht stört, der erhält mit Audacity kompakt ein einführendes Werk, das nach Durcharbeit keine Fragen mehr offen lässt, was die Bedienung dieses Audioprogramms angeht.
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Microsoft Software Report

Da will ich doch mal wieder ein wenig Resteverwertung machen, denn für Frank Möcke (c’t) und auch Alexander Neumann (iX Developer Channel) war die nachfolgende Rezension nicht interessant, nun ja, man kann nicht immer Glück haben. 😉

[caption id="attachment_267" align="alignleft" width="240" caption="MS Software Report"]MS Software Report[/caption]

Unterschleißheim 2009
Microsoft Press
Ulrich Schlüter (Herausgeber)
584 Seiten
29,90€
ISBN 978-3-86645-644-0

Microsoft Software Report
Ihr Wegweiser durch die Microsoft-Welt

Das Microsoft-Imperium ist groß und so verwundert es nicht, dass kaum jemand die vielen verschiedenen Softwarekomponenten des Konzerns aus Redmond kennt bzw. ihre genauen Eigenschaften aufzählen kann. Hier setzt der Microsoft Software Report an. Ulrich Schlüter hat zusammen mit etlichen Microsoft-Experten, meist MVPs, ein Nachschlagewerk geschaffen, das zusammen mit der beigelegten DVD Licht ins Dunkle des Microsoft Softwarekosmos bringt.

Der Microsoft Software Report richtet sich vor allem an Systemadministratoren, IT-Verantwortliche und IT-Berater und -Trainer, weist aber auch Redakteure aus dem IT-Umfeld auf, wenn gleich letztere sicherlich ihre Informationen aus unabhängigeren Quellen beziehen sollten. Die genannten können sich gezielt über eine Redmonder Software informieren. Eingeleitet wird ein Abschnitt über eine Software mit der Produktübersicht, wo schnell Informationen über das Produkt erhältlich sind, die ggfls. bei einem IT-Berater Eingang in ein Angebot finden, gefolgt von ausführlichen Beschreibungen der Produktfeatures. Weitere Informationen finden sich am Ende der Produktbeschreibung, wo auch auf weiterführende Themen innerhalb der DVD oder unter www.microsoft.com hingewiesen werden.

Untergliedert ist das Werk in 2 Bereiche. Der Teil über produktübergreifende Themen enthält eine Reihe von Aufsätzen allgemeiner Natur rund um IT, z. B. Aktuelle Herausforderungen an eine moderne Informationstechnologie, Mobilität und Windows oder Software-plus-Service. Den weit aus größeren Teil nimmt die Auflistung aller Microsoft Produkte in alphabetischer Reihenfolge ein. Abgeschlossen wird das Werk durch einen ausführliches Stichwortverzeichnis.

Wer sich einen Überblick über die Angebotspalette von Microsoft verschaffen möchte, der wird mit dem vorliegenden Werk voll auf befriedigt. Gerade auch die DVD schafft Mehrwert mit den vielen Verweisen, wo ein gedrucktes Buch schnell an Aktualität verliert. Auch wer kein Verfechter Microsofts ist, schadet ein Blick in den Software Report nichts, kann so doch leicht eruiert werden, ob die favorisierte Open Source Lösung wirklich alle Aspekte der kommerziellen Variante abdeckt.

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Typo3

Mal wieder etwas Resteverwertung: Für die iX waren diese beiden Rezensionen zu alt. Habe wohl etwas lange auf den Addison-Wesley-Schinken geschlafen.

2008 Addison-Wesley
Franz Ripel, Melanie Meyer, Irene Höppner
Das Typo3 Profihandbuch
692 Seiten
49,95 €
ISBN 978-3-8273-2322-4

Content Manangement Systeme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, möchte man der eigenen Seite mehr als nur statischen Content einhauchen. Typo3 gehört zu den reiferen Content Managment Systemen und erfreut sich gerade im deutschsprachigen Raum einer großen Beliebtheit.

Franz Ripel, Melanie Meyer und Irene Höppner, alle seit Jahren im Typo3-Umfeld tätig, haben mit dem Profihandbuch ein fundiertes Werk geschaffen, das allerdings noch in Version 4.1 fundiert einführt. Wahrlich ist das Profibuch kein Werk für den Einsteiger, sondern für den versierten Entwickler und Administrator gedacht, denn vieles wird vorausgesetzt und gegebenenfalls nur angerissen und nicht in aller Tiefe erläutert. 

Sehr schön ist, dass wenn man das Buch beim Verlag registriert, eine Spende in Höhe von einem Euro an die Typo3 Association geht das ist gelebte Unterstützung von Open Source und beileibe bei IT-Büchern nicht Standard.

Nach der obligatorischen Installation von Typo3 wird in eigenen Kapiteln auf das Typo3 Frontend und Backend eingegangen. In über 200 Seiten wird in den beiden Kapiteln auf die wesentlichen Dinge eingegangen, zum Beispiel TypoScript-Syntax und -Semantik oder die TCE (Typo3 Core Engine).

Einen breiten Raum haben die Autoren dem Thema Extension gewidmet. Gleich 2 längere Kapitel beschäftigen sich hiermit. Zum einen geht es um die Erstellung von Extension, wo keine Fragen unbeantwortet bleiben bis hin zu den Coding Guidlines. Im Kapitel „Extension TOP 10 (für Entwickler)“ werden 10 von dem Autorenteam ausgewählte Extensions vorgestellt. 

Abgeschlossen wird das Profihandbuch durch ein Kapitel zu Spezialthemen. Hier finden sich so Dinge wie Sicherheit, Typo3 im Intranet mit Singel Sign On oder Ausführungen zu Last und Performance. 

Wer als Entwickler oder Administrator ein fundiertes Werk zu Typo3 sucht, wird mit dem Profihandbuch des Autorengespanns eine gute Wahl getroffen haben. Eins sei aber angemerkt: Das Profihandbuch ist nichts für Einsteiger, fundiertes Wissen einer älteren Typo3-Version kann sehr hilfreich sein, ansonsten natürlich ein gesundes IT-Wissen. Typo3-Redakteure sollten wie auch von den Autoren erwähnt zum Typo3 Anwenderbuch aus dem gleichen Verlag greifen. Alles in allem erste Wahl für den versierten Typo3 Entwickler wie auch Administrator. Auf der beigelegten CD befindet sich das offizielle Typo3-Dokumentationsmaterial, die zum Zeitpunkt des Drucks aktuellsten Typo3-Pakete sowie die im Buch besprochenen Extensions.

November 2006 Addison-Wesley
Video2Brain
Irene Höppner
TypeScript
7 1/2 Stunden Videotraining
49,95 €
ISBN 978-3-8273-6069-4

Wer mehr über TypeScript lernen möchte, dem sei dieses Videotraining der Coautorin des Typo3 Profihandbuches Irene Höppner ans Herz gelegt. 

Als Systemvoraussetzung wird ein Pentium III mit 500 MHz oder ein G3 erwartet mit Win98/2000 oder XP bzw. Mac OS X 10.1 oder höher, selbstredend natürlich auch ein DVD-Laufwerk, will man sich das Videotraining nicht nur am Fernseher ansehen, sondern auch den DVD-ROM-Teil nutzen

Das Videotraining beinhaltet ein 24-seitiges sehr ausführliches Booklet, das Inhaltsverzeichnis der einzelnen Videos der DVD, Angaben zu UTF-8 und dessen Einsatz in der Praxis sowie Erläuterungen zu TypoScript-Editoren.

Wer sich in Typo3 einarbeitet und mehr zu TypoScript erfahren möchte, sei dieses Videotraining ans Herz gelegt, stellt es doch den idealen Begleiter zum Typo3 Profihandbuch aus dem gleichen Verlag dar.

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Leopard III

Januar 2008 Addison-Wesely
Video2Brain
Thomas Kraetschmer
Mac OS X 10.5 Leopard
12 Stunden Videotraining
39,95 €
ISBN 978-3-8273-6088-5

Dieses Videotraining von Thomas Kraetschmer führt in den Leoparden ein. Dabei betont der Trainer in seinem Einführungskapitel, dass diese Videotraining aufgrund der Fülle der Videos auch als Referenz genutzt werden kann. Zu jedem Thema hat er einen erklärenden Teaser angeführt, so dass auch der unbedarfte Mac-Neuling schnell das gewünschte Video-Kapitel finden kann.

Als Systemvoraussetzung wird ein Pentium 4 mit wenigstens 2,6 GHz erwartet oder ein G4 ab 1 GHz, 512 MB RAM, selbstredend ein DVD-Laufwerk, wenn man sich das Werk nicht nur am Fernseher per DVD-Spieler ansehen möchte, was natürlich auch geht. Die Bildschirmauflösung von 1024×768 ist eher gemächlich. Als Betriebssystem können XP/Vista bzw. Mac OS X ab 10.1 zum Einsatz kommen.

Neben den reinen Mac OS X Themen wie Oberfläche und Bedienung, Technologie des Mac OS X, Arbeitsumgebung und Netzwerk bzw. der Mac im Internet widmet sich ein Kapitel dem neuen iLife ‘08 und iWork ‘08. Diese beiden Themen kommen sonst meist nicht in Einführungswerken zu Mac OS X 10.5 vor.

Im Kapitel „UNIX, Scripting und X11“ geht Kraetschmer auf das Terminal, AppleScript, Automator und X11 ein. Für einen UNIX-Novizen bietet dieses Kapitel genügend Tiefgang, um einfache Aufgaben unter der Shell erledigen zu können. Für weiterführendes gilt natürlich das gleiche wie für die beiden Leopard-Bücher, ein Blick in ein UNIX-Fachbuch bleibt dem neugierigen User nicht erspart.

Das Videotraining beinhaltet ein 24seitiges sehr ausführliches Booklet, das das Inhaltsverzeichnis der DVD-Produktion, ein Kapitel zu DotMac und eines zu Leopard Server beinhaltet

Nett von Kraetschmer ist, dass jedes Kapitel mit einem Multiple Choice Test schliesst, so dass man gleich in der Lage ist, sein erworbenes Wissen zu testen.

Sehr schön ist, dass man sich als registrierter Kunde dieses Videotrainings unter www.video2brain.com weitere Trainingskapitel herunterladen kann. Das rundet den sehr positiven Gesamteindruck ab. Alles in allem kann man sagen, Kraetschmer reisst die Themen mundgerecht an, die Darstellung ist gut gelungen. Auch alte Hasen horchen bei dem einen oder anderem Tipp auf, dennoch ist diese DVD-Produktion für den Einsteiger bzw. den Windows-Switcher gedacht, der sich solides Mac-Wissen aneignen möchte.

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Leopard II

2008 Addison-Wesley, München
Uthelm Bechtel
Apple Mac OS X 10.5 Leopard
Der Powerfinder für Ihren Mac
400 Seite
29,95 €
ISBN 978-3-8273-2467-2

Dieses Werk zu Leopard vermittelt dem Leser neben einer fundierten Einführung zum neuen System von Apple eine Menge über Technik rund um die PowerPC und Intel Macs sowie einiges zum drunterliegendem Darwin-Teil.

Zunächst führt Bechtel in die Geschichte des Mac ein. Dabei werden allerdings die sich leider hartnäckig haltenden Anekdoten verbreitet (der Apple I entstand in der Jobs‘schen Garage, Apple wurde von den beiden Steves gegründet).

Im Abschnitt zur Technik wird ebenso auf Prozessorarchitektur wie auch die verschiedenen Programmumgebungen (Cocoa und Carbon) eingegangen. Es ist gespickt mit technischen Details rund um den Mac, etwa was es mit den Programmbundles auf sich hat oder dem Paar Type und Creator. Sehr schön ist, dass die die Aktionen des Mac beim Programmstart mit Screenshot (die reichlich im Werk vorhanden sind und alle farbig) erläutert werden (BootX bzw. boot.efi bis zum Loginwindow).

Den größten Raum lässt Bechtel zweifelsohne dem Praxisteil zu Leopard. Nach der obligatorische Installation von Leopard und den Grundeinstellungen (hier wird der Migrationsassistent angesprochen) kommt ein Kapitel für Windows-Switcher. Ebenso wird natürlich die Möglichkeit, andere Betriebssysteme zu fahren per Boot Camp oder in der Virtualisierung angesprochen (als Exoten reißt Bechtel kurz DarWINE an). Neben den GUI-Kapiteln und Erläuterungen zu Mac OS X (Arbeiten mit Fenstern, der Finder, das Dock) geht der Autor auch auf die Shell und X11 ein, wenn gleich hier dasselbe wie für das Buch der Ochsenkühns gilt: Das Thema UNIX wird kurz dargestellt, ein entsprechendes weiterführendes Fachbuch wird der geneigte Leser aber benötigen, möchte er sich mehr Hintergrundwissen aneignen.

Einen größeren Raum im Praxisteil nimmt das Thema Netzwerke ein. Gleich drei Kapitel widmen sich dem Thema (Das Netzwerk, Mit dem Mac ins Internet und File-Sharing über das Netzwerk). Weitere Themen sind die Handschrifterkennung Ink, die der Mac vom legendären Newton geerbt hat, und Automatisierungsprozesse mit Automator und AppleScript.

Abgeschlossen wird das Werk mit einer Referenz, wo man alles zu Mac OS X findet – vom Apple-Menü bis X11. Im Anhang finden sich Tastaturbelegungen, Tastenkürzel sowie Angaben zur Ordnerstruktur und eine Auflistung des Library-Ordners.

Den Powerfinder – nur echt mit dem Leopardenfell auf dem Buchdeckel – kann bedenkenlos jedem Mac-User empfohlen werden. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Windows-Switcher oder schon um einen Mac OS X User handelt. Für diejenigen, die einen tieferen Blick in die Technik nicht scheuen, ist der entsprechende Abschnitt lesenswert. Auch nach Erststudium von Leopard bleibt das Buch durch seinen Referenzteil ein wertvoller Helfer im Mac-Alltag. Ein kleiner Wermutstropfen: Auf Grund des schnellen Erscheinen des Werkes nach der finalen Version von Leopard, war wohl nicht viel Zeit für das Lektorat, was man vereinzelten Sätzen anmerken kann.

Wie auch beim Ochsenkühn‘schen Werk angemerkt, wäre auch bei diesem Leopard-Buch eine kritischere Betrachtung der neuen Betriebssystemversion von Apple angeraten gewesen, wahrscheinlich ist das Thema wie beim anderen Buch auch nicht aufgenommen, da die Bücher mit Erscheinen von Leopard auf den Markt kamen, so dass diese Themen zu dem Zeitpunkt nur wenigen bekannt waren.

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Leopard I

Nun möchte ich doch mal wieder zum Jahresende ein wenig Resteverwertung vornehmen. Diesmal aus der Reihe: Leopard. Leider haben sie es nie in die iX geschafft, da Herr Behme immer andere Bücher wichtiger fand. Nun ja, wie heißt es so schön: Man kann nicht immer siegen und manchmal gewinnen die anderen!

November 2007
amac-Buch-Verlag
Anton & Simone Ochsenkühn
Mac OS X 10.5 Leopard
544 Seiten
29,95 €
ISBN 978-3-94028501-0

Das vorliegende Werk zur Leopard-Inkarnation des Apple Betriebsstems ist nicht das erste, das das Autorengespann Ochsenkühn zu einem Major Release von Mac OS X geschrieben hat. Gekonnt souverän und für den Mac-Neuling als Windows-Umsteiger oder auch Computerneuling ebenso geeignet wie dem versierten User einer Vorversion von Leopard.

Zunächst wird mit der Installation von Leopard gestartet. Hierbei erfährt der Leser alles wichtige zum Thema. Nett bei der Erörterung der Fragestellung „Firmeware-Kennwort vergessen – was nun?“ ist, dass die Ochsenkühns hier Hilfe per Mail anbieten. Ein Gang zum Apple Händler ist in einem solchen Fall sonst nicht zu vermeiden.

In den weiteren Kapitel wird die GUI-Handhabung von Fenstern, dem Dock und dem Finder erläutert. Langjährige Mac OS X User können diese Kapitel schneller überfliegen und sich die Neuerungen von Leopard wie etwa Coverflow im Finder oder Übersicht (Quick Look) zu Gemüte führen. Ausführlich wird auch auf das Thema Systemeinstellungen eingegangen.

Die Ordnerstruktur von Mac OS X bekommt einen eigenen Abschnitt. Auch wenn die zu Grunde liegende Struktur des UNIX-Dateisystems nicht erläutert wird (einen Abschnitt zum Terminal gibt es aber dennoch, mit dem man sich auf Entdeckungsreise machen kann), erfährt der Leser doch nützliches, wie man beispielsweise eine Zuordnung einer Dateiextension einer anderen Applikation zuordnen kann.

Im Kapitel Programmrundgang werde die mit Leopard ausgelieferten Programme näher vorgestellt. Wer jetzt allerdings eine Erläuterung zur iLife-Suite, die ja nur auf neu erworbenen Mac vorinstalliert ist und nicht zum Lieferumfang von Mac OS X gehört, wird nicht fündig – mitunter füllt sie auch ganze Bücher. Terminal wird u.a. erwähnt und die Handhabung hierzu erläutert. Selbstredend dass natürlich auch Boot Camp ausführlich behandelt wird, stellt es doch einen wesentlichen Grund für so manche Switcher dar, sich einen Mac anzuschaffen.

Weitere Kapitel widmen sich noch den Themenbereichen Benutzer, Spotlight, dem Netzwerk und dem Internet sowie dem Gespann Adressbuch/iCal/iSync. In diesem Kapitel steht auch etwas zur Synchronisation von verschiedenen iPods und dem iPhone mit iTunes.

Schön ist auch das abschließende Kapitel Troubelshooting, in dem Anton Ochsenkühn seine langjährige Erfahrung als Mac-Consultant und -Trainer einfließen lassen kann. Es dient als Anlaufstelle für allerlei Ungemach, das einem (leider) auch auf dem Mac widerfahren kann. Das Buch schließt dann mit dem Screenshot einer Kernel Panic und dem Wunsch, dass dieses dem Leser doch in seinem Mac-Leben erspart bliebe.

Alles in allem ein rund um gelungenes Werk zum Leopard, das auf Grund seiner zahlreichen Screenshots gut zu lesen ist und sich nicht nur zum Einarbeiten in Leopard eignet, sondern auch später noch wertvolle Dienste leisten kann. Vielleicht hätte an der einen oder anderen Stelle noch etwas mehr kritische Betrachtung des Betriebssystems (Firewall-Problematik oder auch Timemachine-Kinderkrankheiten) stehen können. Dennoch: Für den „normalen“ Mac-User, der sich nicht für die UNIX-Administration, Shell-Handhabung und UNIX-Skripting interessiert, ist das Buch genau richtig, um mit Leopard richtig Fahrt aufzunehmen.

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iPhoto

Wieder eine alte Rezension aus den Untiefen der Platte (gut, daß es Spotlight gibt), die ihren Weg in mein kleines, völlig unbedeutendes Blog gefunden hat.

Köln 2006
O’Reilly
152 Seiten
14,90 EUR
ISBN 3-89721-439-3

Rudolf Steffens
iPhoto
Das Buch zur Fotosoftware

iPhoto ist ein Programm zur Fotoverwaltung und eines der Programme aus der iLife Suite ’06 – also dem Programmpaket von Apple für den „Digital Lifestyle“. Trotz der einfachen Bedienung der Programme aus der iLife Suite, können dem Anwender damit im täglichen Umgang doch einige Funktionen verborgen bleiben, was nach Lektüre des kompakten Buches nicht mehr der Fall sein sollte.

Die Grundlagen von iPhoto erklären das Importieren von Bildern von verschiedenen Medien oder die verwendbaren Grafikformate. Das Anordnen der eigenen Fotosammlung wird bis in alle Einzelheiten erläutert. Neure Methoden, wie die seit iPhoto 5 verwendbaren Order, werden genauso dargestellt wie das Foto bewerten oder „Automatische Alben“, in die z.B. nur die 5-Sterne-Bilder der eigenen Sammlung kommen.

Breiten Raum erlangt das Thema der Fotonachbearbeitung, wobei natürlich der Hinweis nicht fehlt, dass nicht der Funktionsumfang von professionellen Programmen wie Photoshop erwarten werden kann. Dagegen kann iPhoto mit einer Schlichtheit und Einfachheit punkten, die es schnell ermöglichen, ansehnliche Resultate zu erzielen. Die Ein-Klick-Bearbeitungsfunktionen, wie z.B. das Entfernen roter Augen, gehören dazu, die vom Autor mit vielen Bildbeispielen dargestellt werden. Auf die Möglichkeiten des Anpassen-Fensters wird im Detail eingegangen. Hierbei handelt es sich um ein Bearbeitungsfenster, in dem mehrere Bildparameter, wie z.B. die Helligkeit, die Schärfe oder die Farbtemperatur, geändert werden können. Sollte beim Ändern der Bildparamter das Resultat nicht gefallen, kann man die Änderungen auf Knopfdruck auf die Ausgangswerte zurücksetzen.

Das Präsentieren der Bilder beschränkt sich nicht nur auf erstellbare Diashows. Der Autor geht auch ausführlich auf die Kaufmöglichkeiten, z.B. Alben, Karten oder Kalender ein. Wer daneben seine Bilder auch über das Web verbreiten möchte, dem ist mit einem kleinen Einblick in iWeb (das Programm aus der iLife Suite für die eigene Homepages) dazu die Möglichkeit geben. Selbstverständlich wird auch das Photocasten, also das Abonnieren von Bildern aus dem Web, erwähnt. Auch für Nicht-Mac-Nutzer, die nicht über iPhoto verfügen, erklärt der Autor das Vorgehen mittels RSS-Reader.

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about iLife & iPod

Heute scheint der Tag der Restverwertung zu sein, so daß ich meine Platte nach alten Rezensionen durchforste, die den Weg in die Tote-Holz-Ausgabe nicht gefunden haben. Es ist natürlich klar, daß das Buch die vorletzte Ausgabe von iLife (die 05er Ausgabe) bespricht.

Düsseldorf Nov. 2005
altmeier books
278 Seiten
29,00 EUR
ISBN 3-938505-02-8

Wolfgang Kitza
about iLife & iPod

Das Buch führt auf sehr illustrative Weise anhand zahlreicher farbiger Screenshots die iLife Suite 05 und den iPod vor. Dabei spricht das Buch in erster Linie Einsteiger und solche an, die sich einen schnellen Überblick über die iApps und den iPod verschaffen möchten.

In der Einleitung werden neben Klärung einiger DV technischer Grundbegriffe (Doppelklick, etc.) die im Buch verwendeten nützlichen Piktogramme vorgestellt, die eine Schnellorientierung geben, wenn wichtige Sachverhalte dargestellt werden. Darüber hinaus werden die iApps und deren zur Drucklegung aktuellen Versionen vorgestellt sowie eine ggfls. nötige Installation von iLife.

Zunächst geht Kitza ausführlich auf iTunes 6.0.1 ein. Vielleicht wäre ein Überblick über die interne XML-Struktur der iTunes-Datenbank nett gewesen, geht aber über den Anspruch einer Einsteigereinführung deutlich hinaus. Evtl. wäre ein Appendix der richtige Ort für dererlei, dort könnte dann auch technische Informationen zu MP3 und AAC aufgenommen werden. Schön ist, dass Kitza an vielen Stellen auch URLs angibt, z.B. für iTunes-Tune-Ups, mit denen man im Internet nach CD-Covern suchen kann.

Die anderen Kapitel behandeln nicht ganz so ausführlich die weiteren Programme (iPhoto, iMovie, iDVD, Garageband) der iLife Suite. Dabei wird zunächst erst einmal der Einstellungsdialog vorgestellt, ehe anhand eines Projektes die verschiedenen Möglichkeiten der jeweiligen Programme vorgestellt werden. Die reichhaltige Bebilderung lädt an vielen Stellen dazu ein, das gelesene auch gleich am Rechner umzusetzen, wozu der Autor an der einen oder anderen Stelle auch auffordert.

Das Kapitel über den iPod und Podcasting geht auf die aktuelle iPod-Hardware ein und gibt einen Überblick über manches sinnvolle Zubehör. Der Teil über Podcasts ist etwas kurz abgehandelt, erklärt für einen Einsteiger den Sachverhalt aber gut ohne dabei zu sehr in die Tiefe zu gehen.

Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel zu Quicktime. Kitza macht deutlich, dass der Kauf von Quicktime Pro lohnt, erwähnt leider aber nicht, dass es kostenlose Alternativen gibt, um z.B. einen Quicktime-Film im Full-screen-Modus zu sehen oder Videos ins iPod-Format zu konvertieren. Es schließt sich ein Kapitel über .Mac und dessen Möglichkeiten an, das evtl. nicht für jeden sinnvoll ist, der entweder die Kosten von .Mac scheut oder schon einen alternativen Webhoster hat. Abschließend wagt der Autor noch einen Blick in die Zukunft des digitalen Lifestyles. Dabei werden neben Airtunes auch das Videorecordersystem von Elgato kurz angerissen sowie die Möglichkeiten von HDV. Wer Gefallen an den Möglichkeiten von iLife gefunden hat, bekommt mit der Erwähnung von Aperture, Final Cut Studio oder Photoshop Appetit auf mehr Möglichkeiten. Warum an dieser Stelle der GraphicConverter unerwähnt bleibt, ist unverständlich, da er gerade für einen Einsteiger oder Hobbynutzer deutlich günstiger als Photoshop ist.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch für Einsteiger eine gute Investition ist. Gerade die zahlreichen Screenshots erleichtern es deutlich, das gelesene gleich auszuprobieren. Nett vom Verlag ist es, dass ein Update auf iLife 06 auf den Webseiten des Altmeier Verlags zu haben sein wird.

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