Delegatic

Delegatic FestnetztelefonBildrechte: © Steffen Froeschle www.ptt-apparate.ch 

Mein erstes Festnetztelefonie. Es war 1993 und somit war Festnetz die erste Wahl, denn das D-Netz war gerade erst 1992 gestartet. Erst D1, dann D2. Und das E-Netz sollte erst 1994 starten.

Ich fand das Delegatic gleich im T-Punkt sehr stylisch. Gut, es war teuer. Eigentlich sehr teuer mit 469 DM und somit das mit Abstand teuerste Analogtelefon. Es gab Business-ISDN-Telefone, die waren natürlich teurer. Freunde und Bekannte fragten sich,  warum in aller Welt ich mir solch ein bolides Telefon kaufte, da ja die Fernost-Billig-Phones den Markt zu fluten begannen und man ein Telefon eben nicht mehr bei der Post kaufen brauchte.

Ich wollte mein Delegatic, auch wenn es nicht preiswert war. Da es keinen integrierten Sprachanrufbeantworter hatte, sondern einen Textanrufbeantworter, bei dem der Anrufer über die Tastatur (!!!) seines Gerätes eine Mitteilung hinterlassen konnte, verscherzte ich es mir auch noch mit den letzten Anrufern. Schweren Herzens deaktivierte ich die Funktion, da ich leider niemanden in der doch langen Nutzungsdauer kannte, mit dem ich mit Geschichten hätte hin und her schreiben können.

Das Display war groß genug für die Anzeige von Kontakten. Ich meine, ich konnte mich auch an Geburtstage erinnern lassen.

Das Delegatic wurde einmal repariert, wobei es auf den Tausch mit einem refurbished Gerät hinauslief. Nach Jahren der seltenen Nutzung, es stand immer beim iMac, war es irgendwann tot.

Das Delegatic hatte seine Zeit. Es ist ein klein wenig wie beim Newton, also dem Apple Message Pad. Es war fancy, ein Stück weit abgefahren und dann von der Realität überholt, denn auch bei uns kamen immer mehr Schnurlostelefone.

Die Zeit mit meinem Delegatic möchte ich aber nicht missen!
Ukrainische Flagge

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